Kultur

Kindergarten im Stadttheater

Film und Theater – zwei, deren Beziehung kompliziert sein kann. Ihr jüngstes Aufeinandertreffen ist im Trierer Theater zu sehen, dort feierte am vergangenen Samstag Til Schweigers Kinohit „Keinohrhasen“ in einer Regiefassung von Michael Ophelders Premiere. Ein ausverkauftes Haus und langer Applaus für eine Inszenierung, in der man das Theater nur noch erahnen konnte.
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„Bei den Proben habe ich mich schlappgelacht“

„Keinohrhasen“ von Til Schweiger und Anika Decker gehört zu den zehn erfolgreichsten deutschen Filmen. Die Bühnenfassung von Gunnar Dreßler hat am Samstag um 19.30 Uhr im Großen Haus des Trierer Theaters Premiere. 16vor sprach mit dem Schauspieler Michael Ophelders, der in diesem Stück Regie führt, unter anderem über seine ungewohnte Rolle als Regisseur, seine Bearbeitung der Vorlagen und Theater-Neuzugang Alina Wolff, die in der Komödie die weibliche Hauptrolle übernimmt.
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Der Bunker lebt (Letzter Teil)

Beim dienstältesten Trierer Musikevent rocken am kommenden Samstag 16 Bands auf drei Bühnen wieder das Exhaus. Von altgedienten Veteranen bis zu hoffnungsvollen Newcomern, von Bluesrock bis Hardcore, über charmant und leise bis infernalisch laut – „Der Bunker bebt“ bietet einen erstklassigen musikalischen Start ins neue Jahr und einen einzigartigen Blick auf die Trierer Rockszene. In einer dreiteiligen Reihe stellt16vor mit einem Kurzportrait und einem Fragebogen einige der interessantesten Bands vor. Heute geht es im letzten Teil um „Alister“, „White Men Can’t Dance“, „Hucksley“ und „My First Robot“.
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Triers großstädtischste Straße

Nachdem sich erst vor wenigen Tagen eine Kollegin darüber empörte, dass der Kulturjahresrückblick im vergangenen Jahr zu negativ gewesen und der Autor des Beitrages mit keiner Zeile beispielsweise auf das extrem erfolgreiche Jahr im Stadtmuseum eingegangen sei, soll dieser Kritik beim folgenden Artikel nun Rechnung getragen und ausschließlich über erfreuliche, kulturelle Begebenheiten der vergangenen zwölf Monate berichtet werden. Genauer gesagt, geht es um die Entwicklung in einer einzigen Straße.
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Laas‘ Letters from London… #4

Im 19. Jahrhundert dauerte eine Reise um die ganze Welt noch 80 Tage und das war damals schon ein Rekord. In unserer heutigen, schnellen und globalisierten Welt, wie zum Beispiel hier in London, benötigt man dafür nur 80 Minuten. Und selbst diese Zeit kann stark unterboten werden. Was ich damit meine, ist die Vielfalt an Sprachen, Kulturen, Verhaltensweisen und optischen Eindrücken in dieser Metropole, die einen blitzartig um den Globus fliegen lassen und sicherlich bereichern.
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16 VOR wünscht schöne Weihnachten

Der Bunker lebt (Teil 2)

Beim dienstältesten Trierer Musikevent rocken wieder Anfang nächsten Jahres 16 Bands auf drei Bühnen das Exzellenzhaus. Von altgedienten Veteranen bis zu hoffnungsvollen Newcomern, von Bluesrock bis Hardcore, über charmant und leise bis infernalisch laut – „Der Bunker bebt“ bietet einen erstklassigen musikalischen Start ins neue Jahr und einen einzigartigen Blick auf die Trierer Rockszene. In einer dreiteiligen Reihe stellt 16vor mit einem Kurzportrait und einem Fragebogen einige der interessantesten Bands vor. Heute geht es im zweiten Teil um „MNMNTS“, „Candy Apple Grey“ und „Feinripp“
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„Das ist quasi ein Nullsummen-Spiel“

Vor 15 Jahren beschloss ein Ausschuss des Stadtrats die Herausgabe eines eigenen Mitteilungsblatts für Trier. Seither erscheint fast jede Woche die Rathaus-Zeitung. Am Augustinerhof hält man das Blatt längst für unverzichtbar, doch andernorts kommt man ohne ein vergleichbares Angebot aus, für das im städtischen Haushalt etwa 230.000 Euro vorgesehen sind. Würde die RaZ eingestellt, kämen im Gegenzug neue Ausgaben auf die Stadt zu. Denn mit Ausschreibungen und amtlichen Bekanntmachungen müsste das Rathaus fortan wieder in die Lokalzeitung gehen, von einem sechsstelligen Betrag ist die Rede. Überhaupt ist die Geschichte der schon mal spöttisch als „Rathaus-Prawda“ bezeichneten Wochenzeitung nicht von der des Trierischen Volksfreunds zu trennen.
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Das entzauberte Märchen

Alle Jahre wieder, wenn die Städte zu riesigen Weihnachtsmärkten mutiert sind, tauchen sie auf den Spielplänen der Theater auf: Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ oder eine von Tschaikowskys Ballettmusiken zu Schwanensee, Nussknacker oder Dornröschen. Im ausverkauften Großen Haus des Trierer Theaters hatte nun letztgenanntes Werk in einer Bearbeitung von Tarek Assam Premiere. Doch was mit Spannung erwartet wurde, erwies sich letztlich als recht konventionelle Produktion. Was provokativ sein wollte, war allzu klischeehaft und abgedroschen, dass es selbst in Trier niemanden mehr aufschreckt. So goutierte das Publikum die Produktion sichtlich begeistert mit reichlich Applaus.
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Der Bunker lebt (Teil 1)

Beim dienstältesten Trierer Musikevent rocken wieder Anfang nächsten Jahres 16 Bands auf drei Bühnen das Exhaus. Von altgedienten Veteranen bis zu hoffnungsvollen Newcomern, von Bluesrock bis Hardcore, über charmant und leise bis infernalisch laut – „Der Bunker bebt“ bietet einen erstklassigen musikalischen Start ins neue Jahr und einen einzigartigen Blick auf die Trierer Rockszene. 16vor stellt einige der interessantesten Bands in den kommenden Wochen vor.
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Laas‘ Letters from London… #3

Was gibt es Schöneres als die herzerquickende Weihnachtszeit? Sie beginnt Mitte Oktober, wenn die ersten Kekse in Engelsform die Supermarktregale erreichen und endet erst, wenn auch wirklich alle ungeschickt ausgewählten Geschenke umgetauscht sind, also Mitte/Ende Februar. Nach den Keksen kommen die Schokoweihnachtsmänner, dann die fröhlichen Sponge-Bob-Adventskalender und endlich, endlich, im dunklen November werden die Lichter angeschaltet.
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„Wir wollen ein letztes Mal ein Risiko eingehen“

Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat am Dienstagabend die Weichen für eine Wiederauflage des Römerspektakels „Brot und Spiele“ gestellt. Überraschend war das Thema auf die Tagesordnung gesetzt worden. Wie in diesem wird die Veranstaltung auch im nächsten Jahr an zwei Wochenenden stattfinden. Das Konzept bleibt unverändert, bei den Einnahmen aus dem Kartenverkauf kalkulieren Stadt und Medienfabrik nun insgesamt mit 275.000 Euro – das wäre nahezu das Doppelte dessen, was in diesem Jahr am ersten Wochenende des Events über den Ticketverkauf umgesetzt wurde. Kulturdezernent Thomas Egger (FDP) nannte den Kosten- und Finanzierungsplan für das Event „ambitioniert“, doch habe man „nicht ins Blaue hinein geplant“. Außer den Grünen trugen alle Fraktionen die Vorlage mit.
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„Entschleunigung des Sehens“

Dem fast vergessenen Medium der Projektionskunst auf der Spur war der Trierer Professor für Medienwissenschaft, Martin Loiperdinger, als er das Material für die im Mai erschienene Doppel-DVD „Lichtspiele und Soziale Frage / Screening the Poor 1888-1914“ zusammentrug. Die bereits dritte von ihm herausgegebene DVD dokumentiert die Auseinandersetzung mit Armut in Lichtbildserien und frühen Filmen um 1900 anhand von zahlreichen Lichtbildern, Filmen und historischen Dokumenten. Heute um 11 Uhr und am Donnerstag um 19.30 Uhr wird ein vorweihnachtliches Programm aus der DVD von Professor Loiperdinger im „Broadway Filmtheater“ vorgestellt. Im Gespräch mit 16vor erzählt er von der Magie, die nach wie vor von dem alten Medium ausgeht.
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„Graf Zahl fand ich gruselig“

Neben dem historischen Roman und dem Krimi könnte sich in den nächsten Jahren ein weiteres Genre in Trier etablieren: der Vampirroman. Sandra Baumgärtner hat mit „Seraphim: Carpe Noctem“ gerade den ersten Teil einer geplanten Reihe veröffentlicht. Die gebürtige Ludwigshafenerin, die in Trier lebt und die man dort auch auf Gothic-Partys antreffen kann, stellt ihr Debütwerk am Samstag um 14.30 Uhr in der Mayerschen Interbook vor. Was die Besucher dort erwartet, welche Art von Vampiren sie mag und warum die Handlung ihres Romans in Trier spielt, erzählte sie im Gespräch mit 16vor.
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Klassik kann auch cool sein

Die Veranstalter des „Mosel Musikfestivals“ haben das Programm für das kommende Jahr vorgestellt, das weit weniger konventionell ist, als der wallfahrtsbezogene Titel „Gott und die Welt“ vermuten lässt. Neben dem bewährten Formaten und Künstler wagt man sich auch an Neues: Orgel-Revolutionär Cameron Carpenter spielt unter freiem Himmel, und in den Viehmarktthermen versucht man sich am ungezwungenen Klassikkonzert.
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Laas‘ Letters from London… #2

Was für ein Traum. Ich liege im Bett und neben mir sitzt Karl Marx im Schneidersitz und liest mir aus „Das Kapital“ vor. Nur unwirklich kann ich verstehen, was er liest. Seine Stimme ist leise und obwohl er so dicht bei mir ist, dass sein Bart an meiner Stirn kitzelt, fällt es mir schwer, ihm zu folgen. Ich wache leicht benommen auf und schaue in die Augen meiner Katze. Mir wird klar, dass ich nur geträumt habe und weiß nun auch, was mich da gekitzelt hat. Guten Morgen Nada (meine Katze heißt so und nein, das ist nicht spanisch, sondern kroatisch und bedeutet Hoffnung) und guten Morgen London. Aufstehen und frühstücken ist angesagt, denn mein Traum kam nicht von ungefähr. Heute werde ich das berühmteste Stadtkind von Trier besuchen: unseren Karl Marx.
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„Letztlich bleiben stets wir die Opfer“

Weil für das Chaos-Theater Oropax schon ab November täglich Weihnachten ist, heißt die Weihnachtsshow, mit der das Duo am Donnerstag um 20 Uhr in der Tufa auftritt, „Der 54. November“. Bei goldenem Lametta und schwarzem Humor bescheren die gedopten Chaos-Brüder Volker und Thomas Martins dem Publikum eine neue Welt zwischen froher Besinnlichkeit und ekligem Konsumterror. Der schlimme Alltag der scheinheiligen Vorweihnachtszeit wird für 90 Minuten pulverisiert. Im Interview mit Thomas Martins wird deutlich, was Oropax auszeichnet: Brutale Wortspiele und wunderbarer Nonsens.
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„Es war mir immer ernst mit der Magie“

Er lässt Frauen schweben, Elefanten verschwinden und Autos oder ganze Fußballmannschaften scheinbar aus dem Nichts erscheinen. Nach seinem letzten Auftritt im April 2008 möchte Hans Klok nun am 3. Dezember wieder das Trierer Publikum verblüffen. In der Arena zeigt der niederländische Zauberkünstler ab 20 Uhr seine Show „Magie der Weihnacht“. Im Gespräch mit 16vor erzählt er, was die Zuschauer darin erwartet, wie er an neue Tricks gelangt und welche Nummer ihn am meisten beeindruckt hat.
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„Facebook ist ein Ventil für ungehörte Bürger“

Eine Woche nach der Grundsatzentscheidung des Stadtrats, den Pachtvertrag für die Tankstelle in der Ostallee verlängern zu wollen, hält die Diskussion über das Thema an. Vor allem die Frage, welchen Einfluss die Facebook-Community auf die Entscheidung ausübte, sorgt weiter für Auseinandersetzungen. Thomas J. Brück, einer der maßgeblichen Initiatoren des Online-Protestes gegen die Schließung der Tankstelle, und 16vor-Redaktionsleiter Marcus Stölb trafen am Mittwoch in einer Art „Streitchat“ auf Facebook aufeinander und diskutierten Chancen und Gefahren gesteuerter Wutwellen. „Viele Menschen haben zuvor kein Gehör gefunden“, verteidigt Brück die Internet-Kampagne. „Mich stört diese Die-da-oben-wir-da-unten-Denke“, kontert Stölb.
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Die Inszenierung der Harmonie

Experten unter sich: Dieter Lintz, Thomas Egger, Dr. Martin Dehli, Rolf Bolwin, Gerhard Weber und Kajo Pieper. Foto: Hiltrud Zock/ Gesellschaft der Freunde des Trierer TheatersUnter dem Titel „Spar-Opfer Kultur? – Wie geht es weiter mit dem Theater Trier?“ debattierten am Montagabend auf Einladung des Vereins „Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters“ sowie des Trierischen Volksfreunds Experten über die Zukunft der Spielstätte am Augustinerhof. Manchen der rund 400 Zuhörer ging es zu harmonisch zu, vor allem von Intendant Gerhard Weber hatten sie sich deutlichere Worte erhofft. Andere gefielen sich derweil in der Rolle der Kassandra und warnten davor, dass in einigen Jahren schon eine Schließung des Theaters zur Debatte stehen könnte.
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Opfer und Täter in einer Person

Bartsch, Kindermörder. Als „Bartsch, Metzgersohn“ oder „Bartsch, sensibler Junge mit verkrüppelter Seele“ wäre er gleichermaßen wahrhaftig, aber nicht erinnerungswürdig gewesen. Jürgen Bartsch, der Kindermörder, quälte und ermordete vier Jungen. Er selbst war beim ersten Mord gerade mal fünfzehn Jahre alt. Bartsch schrieb Hunderte von Briefen an den amerikanischen Journalisten Paul Moor. Die Innenansicht des gemeinhin als „sadistische Bestie“ wahrgenommenen Bartsch veröffentlichte Moor 1972 in Buchform. Aus diesem Zeugnis der „buchstäblich mörderischen Folgen deutscher Erziehung (Klappentext Rowohlt) verfasste Oliver Reese das Ein-Personen-Stück „Bartsch, Kindermörder“. Es wurde am 24. September 1992 am Ulmer Theater uraufgeführt. In Trier hat es nun Britta Benedetti inszeniert.
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„Religion nervte mich schon als Kind“

Heute startet die 13. Auflage von „Homosella„, bei der bis zum 3. Dezember Vorträge, Konzerte, Filmvorführungen und eine große Party stattfinden. Ein Highlight der „LesBiSchwulen Kulturtage Trier“ ist die Lesung von Ralf König. Seine Bücher wurden in bislang 15 Sprachen übersetzt und haben ihn mit einer Gesamtauflage von fast sieben Millionen Exemplaren zum weltweit populärsten Autor schwuler Geschichten gemacht. Vier seiner Werke wurden für das Kino verfilmt, etliche als Puppenspiel oder Theaterstück aufgeführt. Unter dem Titel „Der König liest, das Volk soll lauschen“ gibt der 51-Jährige am morgigen Sonntag um 20.30 im Broadway die Sprechblasen aus seinen Comics wieder, deren Bilder auf eine Leinwand projiziert werden. Im Interview mit 16vor äußerte er sich erfreulich offen übers Älterwerden, Gemeinsamkeiten mit seinen Figuren Paul und Konrad und warum er sich zunehmend religionskritisch zu Wort meldet.
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Laas‘ Letters from London… # 1

Es ist Herbst 2011. Die Sonne scheint und meint es gut mit uns in London. Ein perfekter Tag, um eine neue Kolumne zu schreiben. Worüber? Über mich, einem Berliner Konzeptkünstler in Trier, der nun für drei Jahre in der englischen Hauptstadt leben wird. Ich möchte euch mitnehmen auf meine Reise und darüber berichten, wie es sich hier lebt in der großen Provinz von London. Was ist hier anders und was ähnlich im Vergleich mit der weltberühmten Moselstadt? Gibt es hier Trierer und wenn ja, warum? Wissen Londoner eigentlich wo Trier liegt? Wie fühlen sich Neo-Nazis im Linksverkehr? Gibt es hier auch Tankstellen, die ganz lange auf haben? Bekommt man den 5 O’Clock Tea auch, wenn man zu spät kommt und wenn ja, wie heißt er dann? Fragen über Fragen denen ich nachgehen werde und über die ich berichten möchte. Alle 14 Tage gibt es Neuigkeiten aus London, über London für euch! Willkommen bei meiner Kolumne!
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Elektronische Handarbeit

Eine Million Zuschauer 1979 auf dem Place de la Concorde in Paris, 1,3 Millionen 1986 in Houston und 3,5 Millionen 1997 in Moskau – mit diesen Besucherzahlen schaffte Jean Michel Jarre drei Einträge ins Guinness-Buch der Rekorde. Laut Ingo Popp könnte mit dessen Auftritt am vergangenen Donnerstag in Trier ein weiterer hinzukommen: „Das Jean-Michel-Jarre-Konzert mit den wenigsten Zuschauern“, sagt der Konzertveranstalter, der Sarkasmus nicht ablehnend gegenübersteht. Nur 1000 Menschen kamen in die Arena.
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„Sehr, sehr nah an den Menschen“

Trier bekommt einen neuen Stadtschreiber. Von April bis Oktober nächsten Jahres soll Frank Meyer seine Eindrücke über die Menschen und Begebenheiten in diesem Zeitraum literarisch verarbeiten. Der gebürtige Hermeskeiler, der in Trier und Oxford studierte und derzeit als Geschäftsführer des Graduiertenzentrums und Leiter der Zentralen Studienberatung der hiesigen Uni tätig ist, tritt die Nachfolge von Rajvinder Singh und Frauke Birtsch an.
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Nachhilfe in Zivilisiertheit

Gut aufgelegt präsentierte sich das Ensemble in der Premiere des Musicals „The King and I“ („Der König und ich“). Das Stück selbst ist durchsetzt mit süßem Schwulst und Romantik, allerdings findet man auch Hintergründiges und wahrlich Großartiges. Und die resolute englische Lehrerin Anna Leonowens, die nach Siam zieht, um die 67 Kinder und Ehefrauen des Königs zu unterrichten, beeindruckt durch ihre Unerschrockenheit.
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Fashion für Fortgeschrittene

Mintgrüne Ledershorts, Rockstar-Chic und nachhaltige Kreationen – bei der Abschlussmodenschau der Modedesign-Absolventen der Fachhochschule Trier zeigten am Samstag elf Jungdesigner ihre Kollektionen. Unter dem Motto „Preview“ wurden in zwei interdisziplinär konzipierten Shows in der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin sowohl funktionale Mode, als auch untragbare Looks für beiderlei Geschlechter vorgestellt. Vor allem die fulminante Schlusspräsentation von Dandie Zimmermann stieß beim Publikum auf große Begeisterung.
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„Mutter Natur möchte, dass wir uns paaren“

„Sex ist ihr Hobby“ heißt das Bühnenprogramm von Lilo Wanders, das sie am vergangenen Donnerstag im nur spärlich gefüllten Großen Saal der Tufa zeigte. Dem Publikum wurde bei ihrem Gastspiel schnell bewusst, dass die schönste Nebensache der Welt die selbsternannte Femme Fatale der erotischen Fernsehunterhaltung auch beruflich vollends einspannt. Ob die zahlreichen Anekdoten aus zwei Dekaden voller Lust und Frust sie auch dazu prädestinieren, einen Ausflug ins Comedy-Genre zu wagen, bleibt auch nach ihrem Auftritt mehr als fraglich.
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„Mit zehn Jahren war ich umfassend informiert“

Als Ernst-Johann Reinhardt wuchs er auf, berühmt machte ihn seine Rolle als frivole Diva Lilo Wanders. Zehn Jahre lang – von 1994 bis 2004 – moderierte sie auf Vox die Sendung „Wa(h)re Liebe“. Sie geht mit erotischen Lesungen und Theaterstücken über Marlene Dietrich und ihr Vorbild Evelyn Künneke auf Tour und gastiert heute um 20 Uhr mit ihrem Programm „Sex ist ihr Hobby“ in der Tufa. 16vor sprach mit ihr über selbstgemachte Gleitmittel, die Entwicklung ihrer Karriere und über andere Interessen neben der Beschäftigung mit Liebe, Sex und Erotik.
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„Ihr seid doch nicht hier, um Shakespeare zu hören“

Knapp 2000 Zuschauer sind gekommen – weniger als bei ihrem vorangegangenen Besuch in der Trierer Arena im Februar 2010. Aber schließlich tritt sie auch wieder mit ihrem gleichen Programm auf. Seit zwei Jahren ist Cindy aus Marzahn mit „Nicht jeder Prinz kommt uff’m Pferd“ unterwegs und füllt – wie gestern Abend in Trier – immer noch ordentlich die Hallen. Während das eigentliche Programm mit Episoden aus dem Fitness-Studio oder von der Single-Party ziemlich dünn ist, überzeugt ihre schlagfertige Interaktion mit dem Publikum.
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„Für mich gibt es keine Utopien“

Einem breiten Publikum ist der Hamburger Schauspieler und Synchronsprecher Rolf Becker neben zahlreichen Spielfilmen auch aus TV-Serien wie „Sachsenklinik“ oder „In aller Freundschaft“ bekannt. Am morgigen Freitag (19 Uhr) wird der Vater von Ben und Meret Becker in literarischer Mission im Karl-Marx-Haus gastieren und aus dem „Manifest der Kommunistischen Partei“ von Karl Marx und Friedrich Engels lesen. 16vor sprach mit dem 76-Jährigen vorab über das Werk, den Kommunismus und sein eigenes politisches Engagement.
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Erfolgreiche Kunstauktion für Kinderschutzbund

Fast fünf Jahre lang sammelte der Kinderschutzbund Trier unermüdlich Spendengelder für das Projekt „Meine Burg„. Nachdem die Einrichtung bereits am 1. Oktober eingeweiht wurde, mobilisierte am Sonntag eine monumentale Kunstauktion noch einmal die Spenderherzen von Kunstliebhabern. In einer vierstündigen Versteigerung von 101 Kunstwerken konnten 18.000 Euro erzielt werden. Trotz des Erfolgs wird die gelungene Premiere wohl keine Fortsetzung finden: „Hätte ich vorher gewusst, wie viel Aufwand sich dahinter verbirgt, hätte ich es gleich gelassen“, winkt Organisatorin Elke Boné ab.
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Wahnsinn als Methode

Krimis sind das wohl beliebteste Genre der Literatur. Ein wahrer Meister dieser Disziplin war Friedrich Dürrenmatt, der vor allem mit seinem abgründigen Roman „Das Versprechen“ diese Form von Unterhaltungsdichtung durch neue, bis dahin unübliche Perspektiven ergänzte. So stellt die verstörende Geschichte als Bühnen-Adaption eine besonders große Herausforderung dar. Dem Kollektiv des freien Theaters „Kulturlabor e. V.“ jedenfalls ist es am Samstagabend im Großen Saal der Tufa gelungen, in einer zwar manche Schwächen aufweisenden, insgesamt aber soliden Inszenierung eine vom Publikum umjubelte Premiere zu feiern.
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„Ich wollte nicht die Letzte auf der Party sein“

Nach betörenden Auftritten im luxemburgischen Atelier und in der Morbacher Baldenauhalle 2007 kommt Kim Wilde am 8. März 2012 nach Trier. In der Europahalle wird sie ihr neues Album „Snapshots“, das ausschließlich aus Coverstücken besteht, und ihre größten Hits präsentieren. Mit Songs wie „Kids in America“, „Cambodia“, „You keep me hanging on“ und „You came“ gehörte die attraktive Britin zu den Ikonen der 80er Jahre. Mit 16vor sprach sie unter anderem über ihre Karrierepause im Musikgeschäft, über Nena, die ihr zu ihrem Comeback verhalf, und darüber, welche Zukunftspläne eine solch vielseitige Frau wie sie hat beziehungsweise nicht hat.
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„Ich darf ja mein Herz nicht fragen“

Prächtige Kostüme, ein schlichtes, effektvolles Bühnenbild, eine klare Inszenierung und eine herausragende Darstellung der Elisabeth – im Theater Trier feierte am Samstagabend Schillers psychologisch reizvolles Trauerspiel „Maria Stuart“ eine gelungene Premiere. Dass mehrere Dutzend Sitze im Großen Haus frei blieben, war hoffentlich nur der Ferienzeit geschuldet. Die nächste Aufführung des Stückes, das aufgrund seines vollendeten Aufbaus als Musterbeispiel des klassischen deutschen Dramas gilt, ist am kommenden Samstag.
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Das vergessene Genie

Nein, nicht Caspar David Friedrich. Christian Wilhelm Ernst Dietrich heißt der Künstler, dem das Stadtmuseum ab Sonntag eine Sonderausstellung widmet. „Christian, wer?“ wird sich jetzt der ein oder andere fragen, der seine Wochenenden nicht in den Museen und Galerien dieser Welt oder mit der Lektüre von Kunstkatalogen verbringt. Dabei dürfte Dietrich im 18. Jahrhundert eine ähnliche Bedeutung gehabt haben wie Friedrich ab dem 19., als der Zeitgeist Ersteren schon wieder in Vergessenheit geraten ließ. Warum der gebürtige Weimarer einer der gefragtesten deutschen Künstler seiner Zeit war, seine Bekanntheit aber keinen Bestand hatte, beantwortet die Ausstellung „Nahe den Alten Meistern – C.W.E. Dietrich (1712-1774)“, die morgen um 11.30 Uhr eröffnet wird.
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„Schreiben ist Küssen mit dem Kopf“

Am Donnerstagabend feierte „Gut gegen Nordwind“, das auf Daniel Glattauers gleichnamigem Bestsellerroman beruht, im Studio des Theaters Trier eine erfolgreiche Premiere. Dem Team um Regisseur Werner Tritzschler ist es gelungen, die seichte E-Mail-Liebesgeschichte um Emmi Rothner (Vanessa Daun) und Leo Leike (Jan Brunhoeber) kurzweilig und stellenweise sogar innovativ für die Bühne zu adaptieren.


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Neue Gesichter für die neue Spielzeit

Der Tenor Peter Koppelmann und die Schauspieler Helge Gutbrod und Antje Härle haben nach der vergangenen Spielzeit das Theater Trier verlassen. Für Ersatz wurde umgehend gesorgt: Luis Lay, Daniel Kröhnert und Alina Wolff sollen in der neuen Saison diese Lücken füllen. Lay war bereits in der Rolle des Bernardos in der „West Side Story“ zu sehen, das Debüt seiner beiden Kollegen steht noch bevor. 16vor traf sich mit den drei Neuzugängen.
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Der Volkskomödiant

Mit seiner Fähigkeit, Massen zum Mitmachen zu animieren, sorgte Otto auch bei seinem Auftritt in der Arena für Bierzeltstimmung. Foto: Christian JörickeAm Ende applaudieren viele Besucher im Stehen. Es ist auch ein bisschen Beifall für sein Lebenswerk. Otto Waalkes hat bei seinen Fans immer noch Kredit für die wirklich lustigen Platten, Bücher und Shows, die er in den 70ern und 80ern gemacht hat. Da kann man sich auch mal ein paar schwächere Filme und Auftritte leisten. Ein professioneller Entertainer ist er mit 63 Jahren immer noch, Herrenwitze finden stets ihr Publikum und sein Mienenspiel ist großartig. Ausschlaggebend für die Bierzeltstimmung in der Arena sind jedoch seine Schlager- und Pop-Parodien, die viele der 2800 Zuschauer mitsingen. Dabei kommt es weniger auf den Inhalt an als auf die vertraute Musik. Die Live-Show von Otto zu sehen, ist nicht nur deshalb auch ein bisschen wie der Konzertbesuch einer einst erfolgreichen Band, die aber schon seit 25 Jahren keinen Hit mehr hatte.
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Für angehende Berufsmusiker ein Glücksfall

Die Jazzband am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ist ein Traditionsbetrieb: Seit 27 Jahren ist die Gruppe ein Sammelbecken für spielfreudige Jungmusiker. Vor wenigen Monaten hat sie ihre zweite CD „Second Half“ veröffentlicht. Der Musiklehrer Bernhard Nink leitet die Formation seit über zwanzig Jahren nach einem einfachen Prinzip: Die Kleinen lernen von den Großen. Bedroht sieht der Lehrer Projekte wie die Jazzband nicht durch eine desinteressierte Jugend, sondern durch bildungspolitische Entscheidungen: „Unter G8-Bedingungen wäre unsere Arbeit nicht möglich“.
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