Politik, Stadt & Menschen | 15. Oktober 2013 | 7 Leserbriefe »
Vor drei Jahren bat Der Spiegel die 27 deutschen Bistümer, Auskunft über den Haushalt ihres jeweiligen Bischöflichen Stuhls zu geben. Lediglich Berlin und Magdeburg gewährten seinerzeit Einblick, alle anderen pochten auf Geheimhaltung. So auch der Trierer Bischof, der „in finanziellen Dingen durchaus großzügig sein“ könne, wie das Nachrichtenmagazin befand und auf die finanzielle Beteiligung an der Umgestaltung des Platzes hinter dem Dom verwies. Im Zuge der Diskussion um seinen Limburger Kollegen Franz-Peter Tebartz-van Elst lüftete Stephan Ackermann nun am Dienstag ein wenig den Schleier und veröffentlichte Zahlen aus dem bislang unter Verschluss gehaltenen Etat. Demnach verfügt Triers Bischöflicher Stuhl über ein Vermögen von 84 Millionen Euro aus Kapitalanlagen, Darlehensforderungen und Liquidität. Hinzu kommen drei Dutzend Immobilien.
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Stadt & Menschen | 15. Oktober 2013 | Leserbrief schreiben »
Wie Hunger zur Nahrungsaufnahme veranlasst und Durst einen Flüssigkeitsmangel signalisiert, äußert die Einsamkeit ein Verlangen nach sozialen Beziehungen. Der Mensch, ein soziales Wesen und Herdentier, das zum Überleben Kontakte benötigt. Fortdauernde und ungewollte Isolation kann krank machen; und es kann jeden treffen, emotional wie sozial. Diese Erfahrung machen auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Besuchs- und Begleitungsdienstes der Malteser in der Diözese Trier. Das Angebot wird immer stärker nachgefragt, so dass auch der Bedarf an Helfern steigt.
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Kennen Sie Trier? | 14. Oktober 2013 | 6 Leserbriefe »
Mit 1000 Sitzplätzen war das „Apollo-Theater“ eines der beiden größten Trierer Kinos, welches seine Glanzzeiten in den späten vierziger und den fünfziger Jahren erlebte. In der belebten Saarstraße war es das Einzige im Süden der Stadt. Zudem wurden dort Aufführungen, Konzerte und sogar Boxkämpfe geboten. Noch heute kann man das Gebäude zu geschäftsüblichen Zeiten betreten und beim genauen Hinschauen Relikte aus der Kino-Ära entdecken – es wird als Supermarkt genutzt.
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Sport & Spiel | 13. Oktober 2013 | Leserbrief schreiben »
Was für eine Show zum Ende des Spiels: Die EWE Baskets Oldenburg führen souverän bis kurz vor Schluss. Dass das nichts für Henrik Rödls Truppe bedeutet, hat sie schon oft in der noch jungen Saison gezeigt. Die TBB kommt nach einem 19-Punkte-Rückstand im letzen Viertel zurück und macht es noch einmal richtig spannend – und das ohne Nationalspieler Andreas Seiferth. Ein Happy End für die Trierer Bundesligabasketballer gibt es leider nicht: Die TBB unterliegt gestern Abend in der EWE Arena mit 75:81.
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Sport & Spiel | 12. Oktober 2013 | 3 Leserbriefe »
Die weite Reise nach Ulm hat sich für Fußball-Regionalligist Eintracht Trier auf jeden Fall gelohnt. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten die über 100 mitgereisten Fans nach dem 2:1-Erfolg ihrer Mannschaft beim SSV Ulm 1846 Fußball entzückt. Erstmals seit über zwei Jahren, genauer gesagt seit dem 4. September 2011, ist die Eintracht wieder Tabellenführer – wenn das kein Grund zum Feiern ist! „Natürlich können wir uns dafür nichts kaufen. Trotzdem ist es eine schöne Situation“, strahlte daher auch Trainer Roland Seitz.
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Wirtschaft | 12. Oktober 2013 | 1 Leserbrief »
Vor allem wegen der hohen Nachfrage stellt die Staatliche Weinbaudomäne Trier im kommenden Jahr ihre komplette Produktion auf Bio-Wein um. Dies soll auch der eigenen wirtschaftlichen Konsolidierung dienen. Um sich für Trierer und Touristen zu öffnen, ist im Zuge der Neuausrichtung zudem ein neues Marketingkonzept geplant. Umwelt- und Weinbauministerin Ulrike Höfken und ADD-Präsidentin Dagmar Barzen stellten am vergangenen Donnerstag die Zukunftspläne für das über einhundert Jahre alte Weingut vor.
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Wirtschaft | 11. Oktober 2013 | 3 Leserbriefe »
Kläranlagen gehören zu den größten Energieverbrauchern der Kommunen. Der jährliche Verbrauch des Trierer Hauptklärwerks in der Metternichstraße liegt derzeit bei 3,6 Millionen Kilowattstunden. Dies ist umgerechnet der Bedarf von eintausend Musterhaushalten. Seit 2000 konnte der Stromverbrauch dort um 500.000 Kilowattstunden gesenkt werden, weitere 500.000 sollen durch zusätzliche Effizienzmaßnahmen noch möglich sein. Der immer noch gewaltige Energiebedarf wird jetzt zum großen Teil von einem neuen Blockheizkraftwerk gedeckt, das am vergangenen Mittwoch von der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken eingeweiht wurde.
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Kultur, Stadt & Menschen | 11. Oktober 2013 | Leserbrief schreiben »
Mehr als 1400 Jahre Stadtgeschichte sind in der Grabenstraße 10/11 derzeit freigelegt. Noch bis voraussichtlich 18. Oktober sind die Archäologen des Rheinischen Landesmuseums – dann insgesamt zwei Monate – auf den beiden Parzellen im Einsatz, über die bereits Römer auf der Ost-West-Straße liefen und im Mittelalter unter Erzbischof Ludolf (994 bis 1008) die Domberingmauer errichtet wurde. Vor Ort wurden gestern die interessantesten Ergebnisse der Grabung präsentiert.
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Kultur | 10. Oktober 2013 | 2 Leserbriefe »
Einem breiten Publikum ist Theo Lingen mit seiner näselnden Stimme und seinem steifen Auftreten aus „Tanten“- und „Lümmel“-Filmen Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre bekannt. Dass der Schauspieler aber auch in ernsten Rollen wie Macheath in der „Dreigroschenoper“ und in Fritz Langs Krimiklassikern „M“ und „Das Testament des Dr. Mabuse“ glänzte, gehört schon zum Theaterkenner- und Cineastenwissen. Wie Lingen mit dem Image als Komiker umging, ist ein Schwerpunkt der Revue „Theo Lingen – Komiker aus Versehen“, die vor wenigen Tagen im Studio des Theaters Premiere feierte.
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Sport & Spiel | 10. Oktober 2013 | 2 Leserbriefe »
Der Fehlstart in die Saison 2013/14 konnte fürs Erste abgewendet werden. Die TBB hat gestern Abend nach zwei Niederlagen zum Start der Spielzeit ihr drittes Spiel mit 75:69 gegen den Mitteldeutschen BC gewonnen. Vor 3214 Zuschauern in der Arena avancierte Trevon Hughes mit 25 Punkten zum Matchwinner. „Das war heute eine Energieleistung“, zeigte sich der TBB Coach Henrik Rödl zumindest mit dem Kampfgeist seiner Mannschaft zufrieden. Der MBC-Neuzugang und Ex-Trierer Oliver Clay war verletzungsbedingt nicht mit dabei.
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Politik, Stadt & Menschen | 9. Oktober 2013 | 1 Leserbrief »
Seit einem Vierteljahrhundert hält der Arbeitskreis „Trier in der NS-Zeit“ der Arbeitsgemeinschaft Frieden die Erinnerung an die Zeit des nationalsozialistischen Terrors in der Moselstadt wach. Von Beginn an mit dabei: der einstige Friedensarbeiter bei der AGF, Thomas Zuche. Es gehe darum, durch ein zeitgemäßes Erinnern Lehren für die heutige Zeit zu ziehen und diese zu vermitteln, beschreibt Zuche die Motivation der rund ein Dutzend Aktiven des Arbeitskreises. Zu denen zählt auch Thomas Kupczik. Die Arbeit habe gezeigt, dass auch in einer relativen kleinen Stadt wie Trier vom Täter über den Mitläufer bis hin zum Widerstandskämpfer alles vertreten war. Das Gedenken an den 75. Jahrestag der „Pogromnacht“, eine Stolpersteine-App sowie eine Ausstellung zu jugendlichen Widerstandskämpfern stehen auf dem Programm des AK der nächsten Monate.
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Kultur | 8. Oktober 2013 | 2 Leserbriefe »
Es gibt eine aufmunternde Redewendung, die lautet: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“. In „Der nackte Wahnsinn“ werden weit über einhundert Mal Türen geschlossen und geöffnet, doch meistens hat dies nichts Positives zur Folge. Michael Frayns flotte Farce soll eine Parodie auf den Theaterbetrieb sein, was aber in der Inszenierung von Caroline Stolz, die am vorvergangenen Wochenende im Theater Trier Premiere feierte, in den Hintergrund gerät. Das Publikum bekommt ein reines Slapstickfestival geboten. Wer mit Figuren- und Situationskomik zum Teil eher schlichter Figuren und vorhersehbarer Situationen nichts anfangen kann, muss zumindest die Leistung der Hauptdarsteller anerkennen. Deren Tempo und Timing ist beachtlich. Auch die Bühnen- und Maskenbildner haben alles gegeben.
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