„Als ob ich der größte Verbrecher wäre“

KSJ-1Es sollte eigentlich nur eine unbekümmerte Fahrt zu einer privaten Feier werden. Dass Beamte der Bundespolizei einige Mitglieder der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) bei einer Kontrolle in den Verdacht der Menschenschleusung rückten, ahnten diese vorher nicht. Schockiert über die Anschuldigungen gegen sie und den Umgang der Polizisten wandten sich die Betroffenen an die besagte Behörde sowie an die Presse; sie prangern die Gesetzeslage an, die das sogenannte „Racial Profiling“ begünstige . Eine Praxis, von der bei Weitem nicht nur Asylbewerber betroffen sein können, wie ein weiterer Fall aus Trier zeigt.


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Eintracht Trier: Sprung an die Tabellenspitze verpasst

Erster Ausrutscher nach 14 Spielen ohne Niederlage: Triers Foud Brigache (l.) gegen den Homburger Mike Baier. Foto: funkbildMit einem Sieg gegen den FC Homburg hätte Eintracht Trier am Sonntagnachmittag die Tabellenspitze zurückerobern können. Doch der Konjunktiv deutet es bereits an: Aus den drei Punkten wurde nichts. Mit 0:2 musste sich der SVE geschlagen geben, und aus dem Gejagten ist wieder ein Jäger geworden – von Platz zwei rutschte er auf den vierten Rang ab. Zudem endete die beachtliche Serie von 14 Spielen ohne Niederlage. „Dass der Gegner nicht ohne ist, war uns schon vor dem Spiel klar“, sagt Roland Seitz, dem langsam das Personal ausgeht.
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Die Drachenhöhle bleibt gefährlich

Die Artland Dragons wurden ihrer Favoritenrolle zu Hause gerecht und ließen der TBB Trier kaum eine Chance auf einen Auswärtssieg. Zu flüssig lief der Angriff und zu aggressiv verteidigte die Mannschaft aus dem Norden. Mit 67:76 unterlag Trier gestern Abend in der ausverkauften Artland-Arena. Bester Werfer war Vitalis Chikoko mit 15 Punkten. „Es war kein Spiel auf hohem Niveau, jedenfalls nicht von uns“, sagte TBB-Coach Henrik Rödl nach der Partie.
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„Ja, in diesem Haus hat ein Jude gewohnt“

Plakat (1)Die Porta Nigra hatte der Filmemacher Peter Haas noch nie gesehen, ehe er sich entschloss, das Leben seines jüdischen Großvaters zu erforschen. Das war 2009. Aber weil Eduard Haas nun einmal 1884 in Trier geboren wurde und viele Jahre hier lebte, verschlug es auch seinen Enkel zur Spurensuche an die Mosel. Nach fünf Jahren Forschen und Filmen gemeinsam mit Co-Autorin Silvia Holzinger wird an diesem Sonntag im „Broadway-Filmtheater“ in der Paulinstraße erstmals der fertige Dokumentarfilm gezeigt. Wie nahe er seinem Großvater tatsächlich sein wird, während „Auf der Suche nach dem letzten Juden in meiner Familie“ auf der Leinwand läuft, ahnte Haas lange nicht.
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Treviris-Trasse ab Montag wieder frei

Treviris2Eigentlich sollte sie erst am 1. Advent wieder freigegeben werden, doch nun kann die Bus- und Fahrradtrasse an der Treviris-Passage bereits ab kommendem Montag genutzt werden. Wenn der größte Teil des morgendlichen Berufs- und Schülerverkehrs abgewickelt sein wird, werden die Busse der SWT-Verkehrsbetriebe wieder den direkten Weg nehmen. Die Umleitungen über Mosel- und Kutzbachstraße haben dann ein Ende, und damit auch der größte Teil der Belastungen für die Anwohner und Gewerbetreibenden in diesem Bereich. Im Rathaus laufen derweil die Planungen für das nächste große Straßenprojekt: Noch in diesem Jahr könnten die Vorarbeiten für die Umgestaltung der Walramsneustraße starten. Ab 2015, so der momentane Zeitplan, wird dann der Nikolaus-Koch-Platz umgestaltet; und auch der Ausbau der Moselstraße könnte in absehbarer Zeit erfolgen, wie Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) am Donnerstag erklärte.
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„Mir sind die Sicherungen durchgebrannt“

Auf dem Sportplatz mit der schönsten Aussicht in Trier, ereignete sich Ende April dieses Jahres eine der schlimmsten Tätlichkeiten. Foto: Christian JörickeIn den vergangenen Monaten sorgten zwei Fälle von Körperverletzung in unterklassigen Fußballspielen in Trier für bundesweites Aufsehen. Im August vergangenen Jahres verletzte ein Spieler des SV Trier-West/Euren einen Gegenspieler der SG Saarburg/Serrig durch einen Tritt in die Genitalien schwer. Danach kam es zu Tumulten, die einen größeren Polizeieinsatz zur Folge hatten. Spieler und Verein wurden daraufhin unter anderem mit Sperren belegt. Im April dieses Jahres gab es den nächsten schlimmen Zwischenfall: In einem C-Liga-Spiel schlug ein Spieler einen Gegenspieler krankenhausreif. Der Täter wurde gestern Morgen vom Jugendschöffengericht wegen Körperverletzung verurteilt.
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„Das wird ganz ordentlich!“

EGPLuftbild Castelnau August 2013_2Auf dem einstigen Exerzierplatz wurde das erste Eigenheim bezogen, von den 80 Wohneinheiten in „Castelnau 1“ sind 71 verkauft. Das Großprojekt in Feyen kommt erkennbar voran. Kommenden Montag starten die Arbeiten für das neue „Forum Castelnau“, das von dem Bocholter Projektentwickler Ten Brinke realisiert wird. Jan Eitel, Chef der EGP GmbH, räumt ein, dass sich der Baubeginn um einige Monate verzögert hat. Dass es dauerte, bis seine Gesellschaft einen Investor für das 12-Millionen-Vorhaben präsentieren konnte, sei darauf zurückzuführen, dass sich andere Interessenten nicht auf gewisse gestalterische Ansprüche eingelassen hätten – oder nicht willens oder in der Lage waren, das zu zahlen, was sich die EGP vorstellte. Mit dem neuen „Forum“ werde man zwar „keinen Architekturpreis gewinnen“, doch werde sich das Ladenzentrum von dem abheben, was andernorts üblich sei, ist Eitel überzeugt.
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„Nie zurückmobben!“

Wenn der Blick ins Netz zum Horror wird: Internet-Mobbing trifft vor allem Schüler. Foto: Kathrin SchugSie verschanzen sich hinter Pseudonymen und nutzen die Anonymität des Webs, um andere zu beleidigen oder gar zu bedrohen. Die Täter wähnen sich auf der sicheren Seite, und tatsächlich ist es oft schwer bis unmöglich, hinter ihre wahre Identität zu kommen. Auch das macht es für Opfer von „Cyber-Mobbing“ schwer, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen und mit den Folgen umzugehen. Auf Einladung der Klaus-Jensen-Stiftung und CRI Vivi Hommel Luxemburg diskutierten Experten, Schüler und Pädagogen kürzlich über das noch junge und wissenschaftlich kaum erforschte Phänomen. Bei der Tagung wurde deutlich: Die Folgen von „Cyber-Mobbing“ für die unmittelbar Betroffenen werden häufig unterschätzt, doch auch dem Täter – „Bully“ genannt – ergeht es oft nicht gut. Und wie im realen Leben sind die scheinbar Unbeteiligten gefordert, für das Opfer Partei zu ergreifen.
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Karneval an Allerseelen

Gabriel von Eisenberg (Norbert Schmittberg) übt sich beim Stubenmädchen Adele (Evelyn Czesla) im Handauflegen. Foto: Marco PiecuchAm vergangenen Samstag präsentierte das Theater Trier als Neuinszenierung Johann Strauss‘ Operette „Die Fledermaus“. Trotz des eigenwilligen Termins goutierte das Publikum die gelungene Aufführung. Dieses vielfach als „Königin der Operetten“ bezeichnete Werk ist unter anderem durch zahlreiche Aufnahmen für Tonträger, Film und Fernsehen sehr bekannt, kann aber bei spritziger Inszenierung und Überraschungen im Detail stets neu begeistern. Die empfehlenswerte Produktion läuft noch mindestens bis zum nächsten Frühjahr.
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Das Hoffnungs-Los

"Trier ist gut": Awny Todary Anany ist mit seiner Frau Eman und seinen beiden Töchtern aus Ägypten geflohen. Foto: Gianna NiewelAwny Todary Ananys Weg war lang und gefährlich. Aus der ägyptischen Großstadt Al-Minya ist er vor fast vier Wochen zusammen mit seiner Familie nach Deutschland geflohen. Vor den Muslimbrüdern, vor der ständigen Angst um Frau und Töchter. In der Erstaufnahme für Asylbegehrende in der Dasbachstraße kann er nun ruhig schlafen. Wie es weitergeht, weiß er nicht. Was er weiß: Trier ist gut. Eine Geschichte vom Durchhalten.
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Ein starkes Viertel reicht nicht

Trevon Hughes erzielte allein in den ersten drei Vierteln 23 Punkte. Foto: ThewaltNach einer schwachen ersten Hälfte, einem starken dritten Viertel und einer enttäuschenden Endphase der Gastgeber, können die Fraport Skyliners zwei wichtige Punkte aus Trier entführen – 75:85 stand es am Ende aus Sicht der TBB. Die beachtlichen 29 Punkte von Trevon Hughes konnte der Frankfurter Andrew Rautins noch um einen toppen. Erneut stimmte der Einsatz, spielerisch und in der taktischen Umsetzung der Systeme von Trainer Henrik Rödl ist aber noch Luft nach oben. 
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