Politik | 14. Februar 2013 | 8 Leserbriefe »
Vor einem Jahr noch war Peter Altmaier das bekannteste Gesicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Obschon nur deren Geschäftsführer, ließ er bisweilen in Vergessenheit geraten, dass es auch noch einen Fraktionschef Volker Kauder gibt. Seit acht Monaten ist Altmaier nun Bundesumweltminister und damit der Mann, der die Energiewende meistern soll. Gestern Abend sprach er auf dem Politischen Aschermittwoch der Trierer CDU. Seine Rede changierte zwischen Fachvortrag und Volksbelustigung. Altmaier attackierte SPD und Grüne, nahm Peer Steinbrück aufs Korn und warb selbstbewusst und mit etwas Chuzpe für eine Wiederwahl der Regierung Merkel. Einen Lagerwahlkampf dürfe man sich nicht aufdrängen lassen, warnte er die eigenen Anhänger.
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Kultur, Schule & Campus | 13. Februar 2013 | Leserbrief schreiben »
Es gibt viele Gründe, ins Museum zu gehen: gute Ausstellungen, schlechtes Wetter, vor allem aber das Interesse an Kunst und Geschichte sowie an Informationen zu der Stadt, in der man lebt. Mit schöner Regelmäßigkeit wird das Stadtmuseum Simeonstift auch von Menschen aufgesucht, die gerade dabei sind, die Sprache ihrer neuen Heimat zu erlernen. Kürzlich besuchten Absolventen des Volkshochschulkurses „Deutsch als Fremdsprache“ die am kommenden Sonntag endende Ausstellung „WeinReich“. Nach der fachkundigen und kurzweiligen Führung durch Kunsthistorikerin Alexandra Orth haben die Teilnehmer nun auch ein paar Vokabeln in petto, die selbst im passiven Wortschatz vieler Muttersprachler kaum vorkommen dürften. Die Deutschstunde der etwas anderen Art ist eines von mehreren Angeboten, mit denen das Museum Zielgruppen erreicht, die ansonsten wohl eher nicht den Weg ins Simeonstift fänden.
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Stadt & Menschen | 12. Februar 2013 | 13 Leserbriefe »
Seine Unzufriedenheit über eine vor Monaten erhaltene Dienstleistung im „Haus Michelle“ brachte ein Kunde dadurch zum Ausdruck, dass er im Januar zweimal Stinkbomben auf dem Flur des Bordells zündete. Der Betreiber erstattete beim ersten Mal Anzeige, doch das Verfahren wurde eingestellt, weil der Täter nicht ermittelt werden konnte. Als dieser knapp zwei Wochen später erneut erschien, erwischte ihn eine der dort arbeitenden Frauen und trieb ihn in die Flucht. Wieder wurde die Polizei informiert, doch weil sie nach Ansicht des Hausherrn zu wenig für dessen Ergreifung unternahm, wurde er selbst tätig und suchte auf Facebook mit Fotos der Überwachungskamera nach dem Täter – mit Erfolg. Er machte ihn ausfindig und versuchte, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Doch jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Bordellbesitzer wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz.
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Stadt & Menschen | 11. Februar 2013 | 3 Leserbriefe »
Am Montag kommender Woche treffen sich in Trier die annähernd 70 deutschen Weih- und Diözesanbischöfe zu ihrer Frühjahrsvollversammlung. Im Mittelpunkt der Beratungen soll die Rolle der Frau in der katholischen Kirche stehen, zudem wurde kurzfristig das Thema „Pille danach“ auf die Tagesordnung gesetzt. Nach der überraschenden Rücktrittsankündigung von Benedikt XVI., dürfte nun aber eine andere Frage die Diskussionen beherrschen – zumindest die am Rande: Wer wird der neue Pontifex? Niemand weiß es, doch unter den Teilnehmern des Trierer Treffens werden gleich mehrere Kardinäle sein, die in dem im März startenden Konklave passives und aktives Wahlrecht genießen, darunter Reinhard Marx. Dessen Nachfolger Stephan Ackermann sprach von einem „mutigen Schritt“ des Papstes.
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Schule & Campus | 11. Februar 2013 | 2 Leserbriefe »
Droht der Kunstgeschichte an der Universität Trier über kurz oder lang das Ende? Soweit wird es wohl nicht kommen, doch offenbar stehen dem Fach drastische Kürzungen ins Haus. Laut der Mitteilung eines eigens gegründeten „Arbeitskreises zur Rettung der Kunstgeschichte“ könnten bis 2019 bis zu einem Drittel der aktuellen Lehrkapazitäten wegfallen. Dann, so die Kritiker, wäre das Betreuungsverhältnis in diesem Fach vergleichbar bescheiden wie das der Politikwissenschaft. An diesem Donnerstag soll der Senat der Universität über die geplanten Struktur- und Sparmaßnahmen abstimmen.
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Kultur | 10. Februar 2013 | 2 Leserbriefe »
Mit der 1924 im Theater an der Wien uraufgeführten „Gräfin Mariza“ konnte der ungarische Komponist Emmerich Kálmán an den Welterfolg seiner „Csárdásfürstin“ anknüpfen. Das zwischen turbulenter Komödie und gefühlvollem Melodrama pendelnde Stück, das viermal verfilmt wurde, erhält seine besondere Wirkung aus der folkloristischen Färbung der Musik – ungarische Rhythmen und Zigeunerklänge machen den Charme dieses Klassikers aus. Noch bis zum 21. April ist „Grafin Mariza“ in der Inszenierung von Klaus-Dieter Köhler im Trierer Theater zu sehen.
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Trier - deine Künstler | 9. Februar 2013 | Leserbrief schreiben »
Lydia Oermanns Interesse für Technik fließt deutlich in ihre Kunst mit ein, wie man beispielsweise seit vergangenem Jahr an ihrer effektvollen Lichtinstallation (Bild unten) in der Berufsbildenden Schule sehen kann. Technik spielt aber auch bei ihrer materialübergreifenden Arbeitsweise eine entscheidende Rolle. Viele Werke der gebürtigen Bitburgerin entstehen durch Siebdruck, in den sie die Medien Zeichnung und Fotografie einbindet. Rhythmus und Struktur sowie Serielles und Immer-Wiederkehrendes bestimmen als visuelle Ordnungsprinzipien ihre künstlerische Arbeit.
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Stadt & Menschen | 8. Februar 2013 | 31 Leserbriefe »
Mit einem massiven Polizeiaufgebot und flächendeckendem Alkoholverbot ist am Donnerstag in der Trierer Innenstadt die Weiberfastnacht über die Bühne gegangen. Die weitreichenden Maßnahmen verhinderten, dass es zu Exzessen wie 2012 kommen konnte, als Rettungskräfte mehr als 60 junge Menschen in Krankenhäuser einliefern mussten und Dutzende Straftaten verzeichnet worden. Aus Sicht der Verwaltung ist das Konzept aufgegangen, bei der Polizei spricht man von einer „entspannten Atmosphäre“. Doch die Diskussion im Vorfeld und die geballte Polizeipräsenz hatten auch zur Folge, dass viele Narren dem Treiben fernblieben. So kamen kaum mehr als 300 Karnevalisten auf den Hauptmarkt, wo das Geschehen bisweilen unfreiwillig komische Züge annahm. Ordnungsdezernent Thomas Egger (FDP) verteidigte die Maßnahmen und kritisierte eine Protestaktion der Jungen Liberalen.
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Stadt & Menschen | 7. Februar 2013 | Leserbrief schreiben »
Ein herrenloser Reisekoffer hat am frühen Donnerstagabend zu einer rund dreistündigen Sperrung des Trierer Hauptbahnhofs geführt. Rund ein Dutzend Geschäfte und Kneipen im Bahnhofsviertel mussten zeitweilig geräumt werden, ebenso die Ankunftshalle der Station. Weil ein Sprengstoffspürhund angeschlagen hatte, musste die Bundespolizei ein Entschärfungskommando anfordern. Die Experten konnten schließlich Entwarnung geben: Im Koffer fand sich zwar eine Schreckschusspistole, jedoch weder Sprengstoff noch eine Sprengvorrichtung. Wem das Gepäckstück gehört, konnte bislang nicht ermittelt werden.
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Politik | 7. Februar 2013 | 9 Leserbriefe »
Mit klarer Mehrheit hat sich der Stadtrat grundsätzlich für eine Umbenennung der Hindenburgstraße ausgesprochen. Ob diese auch kommen wird, scheint allerdings noch nicht ausgemacht. Denn nachdem die Ratsmitglieder auf Antrag der Grünen das Signal gaben, dass sie den früheren Reichspräsidenten nicht mehr als Namensgeber wünschen, sollen nun zunächst noch die Bürger angehört werden. Am Ende wird dann erneut der Stadtrat entscheiden müssen. Der Abstimmung vom vergangenen Dienstagabend war eine kontroverse aber insgesamt sachliche Debatte vorausgegangen. Neben der SPD unterstützten auch FWG und Linke den Grünen-Vorstoß.
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