Noch kein Plan für Prostitution

ProstitutionIm September öffnete im Norden der Stadt ein sogenanntes Flatrate-Bordell seine Pforten. Offenbar stößt das umstrittene Angebot auf ausreichend Nachfrage, wirbt doch Triers selbst ernannter „Sündenpfuhl Nummer Eins“ weiterhin mit Dumping-Tarifen; wie auch der Straßenstrich in der Ruwerer Straße sowie in Zewen weiter Kreise zieht. Vor elf Monaten beschloss der Stadtrat zudem, eine Sexsteuer einzuführen. Die wird mittlerweile erhoben, derweil das von der Verwaltung angekündigte Gesamtkonzept „Prostitution, Bordelle und bordellähnliche Betriebe“ weiter auf sich warten lässt. Bis dieses vorliegen wird, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen, wie Dezernent Thomas Egger (parteilos) am Dienstagabend vor dem Stadtrat erklärte. Bereits im Juli will er dem Rat aber vorschlagen, wie die städtische Sperrgebietsverordnung geändert werden könnte.
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Auf in ein anderes Land

Wer wird denn gleich den Kopf in den Sand, äh, den Eimer stecken? Die Theatergruppe "Bühne 1" zeigt im Studio des Theaters das Stück "Der Mann in der Badewanne oder wie man ein Held wird". Foto: Bühne 1Die Theatergruppe „Bühne 1“ der Universität Trier nimmt sich in ihrer fünften Produktion einem Schweizer Nachwuchsdramatiker an, der in seinem 2012 uraufgeführten Stück „Der Mann in der Badewanne oder wie man ein Held wird“ die Perversion des antiken Heldenmythos durch moderne Politik- und Medienstrategien aufzeigt. Dabei setzt Regisseur Michael Gubenko bei seiner Inszenierung auf das epische Theater Brechts – wodurch das Bühnenwerk stilistisch an Reiz verliert. Noch bis Ende Juni ist das Stück im Studio des Theaters zu sehen.
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„Parteipolitik spielt bei uns keine Rolle“

Das Jugendparlament steuert auf seine zweite Wahlperiode zu, der Stadtrat gab grünes Licht für eine Fortsetzung des Projekts. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten findet das Gremium zunehmend Gehör, im November stehen wieder Wahlen an. Einer wird dann nicht mehr kandidieren: Louis-Philipp Lang, Gründungsvorsitzender des Jugendparlaments und christdemokratischer Nachwuchspolitiker. Im Gespräch mit 16vor zieht er eine Bilanz der ersten eineinhalb Jahre und gibt einen Ausblick auf die Agenda der verbleibenden Monate. Mit Stellungnahmen zu Skaterhalle und Schulentwicklungskonzept schaltete man sich in wichtige Diskussionen ein und lancierte Kampagnen wie „Zeig Helm!“. Lang verhehlt nicht, dass die Resonanz auf das Jugendparlament noch ausbaufähig ist, es zu Beginn einige Unstimmigkeiten mit der Geschäftsstelle gab und er gegenüber Altersgenossen häufiger erklären muss, weshalb er sich politisch engagiert: „Ich bin einfach davon überzeugt, dass ich etwas verändern kann“.
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Eintracht Trier beendet Saison als Fünfter

Eintracht Trier hat am Samstagnachmittag sein letztes Saisonspiel in der Fußball-Regionalliga Südwest beim SC Pfullendorf mit 0:3 (0:2) verloren. Der SVE, der mit einer B-Mannschaft und nur 13 Feldspielern nach Süddeutschland gereist war, um die Stammkräfte für das Pokalfinale gegen den FSV Salmrohr am kommenden Mittwoch zu schonen, beendet damit die Runde auf dem fünften Tabellenplatz. „Ich bin mit dem Saisonverlauf zufrieden. Die Mannschaft hat einen guten Job gemacht“, sagte Trainer Roland Seitz. Nun gilt es, eine starke Truppe für das Spiel am Mittwoch (Anpfiff 19 Uhr im Salmtalstadion), das über die Teilnahme am DFB-Pokal entscheidet, zusammenzukriegen.
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Ein Versprechen an den Großvater

Mit einer "Neun" bringt sich Nico Klink endgültig auf die Siegerstraße bei den deutschen U18-Meisterschaften 2012. Foto: privatDer amtierende deutsche U18-Meister Nico Klink gilt als eines der größten Talente im deutschen Kegelsport. Nach zwei Jahren beim KSV Riol kehrte der 17-Jährige im vergangenen Jahr zurück zu seinem Heimatverein SKV Trier nach Heiligkreuz. Der gebürtige Trierer wollte ein vor Jahren abgegebenes Versprechen einlösen. In der Serie “Auf dem Sprung nach oben – Talente aus Trier” stellt 16vor-Mitarbeiter Jörn Pelzer regelmäßig vielversprechende Trierer Nachwuchssportler vor.
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Zirkus zieht mit Zombies

"Crazy White Sean" sorgte mit einer Freak-Show für ungewöhnliche Zirkus-Unterhaltung. Fotos: Christian JörickeMit dem 2011 von ihr gegründeten „Horror Circus“ hat Dana Fischer das („Todes“-)Rad nicht neu erfunden. Die Darbietungen gleichen – bis auf eine Freak-Show – gewöhnlichen Zirkussen, nur die Aufmachung und die Musik sind anders. Mit diesem einfachen Imagewechsel wird jedoch eine völlig neue Zielgruppe angesprochen, die nie einen Fuß in einen normalen Zirkus setzen würde. Im „Horror Circus“, der seit Mittwochabend für fünf Tage im Messepark gastiert, sorgen nicht Kinder und deren Eltern für ein Durchschnittsalter von Anfang 20, sondern junge Erwachsene, die ihrem Alter entsprechend und zeitgemäß unterhalten werden wollen.
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Stadtrat entscheidet später über ECE-Vertrag

Eigentlich hatte der Stadtrat am kommenden Dienstag über die geplante Entwicklungsvereinbarung mit dem Hamburger Projektentwickler ECE entscheiden sollen. Doch am Donnerstagabend entschied der Steuerungsausschuss in nicht öffentlicher Sitzung, die Entscheidung auf Juli zu vertagen. Zu groß erschien den meisten Fraktionen der Zeitdruck, ein derart wichtiges Votum lasse sich nicht binnen weniger Wochen fällen. Mit dem Steuerungsausschuss befasste sich erstmals seit Bekanntwerden der ECE-Pläne ein politisches Gremium mit dem Vorhaben, gegen das es massiven Widerstand gibt. Dass die Stadtspitze eine exklusive Vereinbarung mit den Hamburgern treffen möchte, stößt auf erhebliche Bedenken. Der Einzelhandelsverband warnt vor einer zu engen Bindung an ECE und hält die im Vertragsentwurf enthaltene Ausstiegsklausel für unzureichend.
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„Immer ein großes Kind geblieben“

Roland Grundheber berichtet am Sonntag in der Europahalle, was er als Clown Frolando auf seiner 1800 Kilometer langen Wanderung von Trier nach Rom erlebte. Foto: Malte LegenhausenRoland Grundheber alias Clown Frolando hat im Leben das gefunden, wonach andere angestrengt suchen: sich selbst. Dazu brauchte er seine Wanderschuhe, Landkarten – und seine rote Clownsnase natürlich. Der 55-Jährige wanderte vergangenen Mai in dreieinhalb Monaten vom Trierer Dom – wo er den Pilgersegen erhielt – bis nach Rom. Seine lebensbejahende Einstellung, sein Frohsinn und seine rote Nase haben ihn dabei ständig begleitet. Diese Erlebnisse und Gefühle möchte er am Sonntag teilen und lädt um 20 Uhr zu einer Multimedia-Show mit Sänger Thomas Kiessling in der Europahalle ein.
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