Sport & Spiel | 4. August 2013 | 1 Leserbrief »
Zuerst Böcke geschossen, dann schossen die Böcke – eine Fehlerkette, die zu einem Elfmeter führte, und ein Freistoßkracher von Maximilian Thiel sorgten am Samstagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals für eine 0:2-Niederlage der Trierer Eintracht gegen den 1. FC Köln. Die Gäste vom Rhein bissen sich eine Halbzeit lang am SVE die Zähne aus, und die Heimmannschaft nutzte ihre wenigen Chancen nicht. „Du kriegst nicht viel, und was du kriegst, musst du machen“, sagte Roland Seitz nach der Partie. „Oft sind es Kleinigkeiten, die solch ein Spiel entscheiden.“ Obwohl die Geißböcke die zweite Runde erreicht haben, wird sie die Begegnung in Trier einige tausend Euro kosten. Die auswärtigen Fans ließen ihre Kurve immer wieder mit verbotenen „Bengalos“ rot erleuchten und sich selbst durch die Bitte von FC-Sportdirektor Jörg Schmadtke davon nicht abhalten. Erst eine dadurch hervorgerufene Spielunterbrechung unterband die illegale Illumination.
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Kultur | 3. August 2013 | 4 Leserbriefe »
In einem Trierer Online-Stadtführer heißt es: „Die Geschichte hat Trier auch heute noch fest im Griff.“ Man fragt sich nur, welche. Die spätantike Blüte der Metropolis Trier ist längst vorbei, die Kultur frisst ihre eigenen Kinder und heutzutage braucht’s nicht mal mehr einen karthagischen Feldherrn, damit ein Angriff mit Elefanten misslingt. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob neue Vergnügungsstätten und vor allem monumentale Namensgebungen der Stadt zu neuem Glanze verhelfen können. Vergangene Woche eröffnete im ehemaligen „Forum“ der Club „Metropolis“. Ein Dissen-Diss von Anne Schaaf.
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Stadt & Menschen, Wirtschaft | 2. August 2013 | 1 Leserbrief »
Nach Frankfurt am Main und Köln jetzt auch Freiburg: Mit „DeinBus.de“ hat ein dritter Anbieter eine Fernbuslinie von Trier aus gestartet. Wöchentlich zehn Verbindungen von der Mosel in den Breisgau soll es vorerst geben, mit Kampfpreisen von neun Euro ist der „Fernbus-Pionier“ (O-Ton Eigenwerbung) unterwegs. „Trier war schon seit langem ein Wunschziel von uns“, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag gegenüber 16vor. Der Grund: Die älteste Stadt Deutschlands gilt im Bundesvergleich als eine der am schlechtesten erreichbaren überhaupt, wie im Dezember 2011 auch eine Studie der Technischen Universität Dresden ergab. Über die Aussagekraft der Untersuchung gingen die Meinungen seinerzeit auseinander, doch ist man bei „DeinBus.de“ optimistisch, dass das Angebot angenommen wird – und plant nach eigenen Angaben bereits weitere Linien von und nach Trier.
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Kennen Sie Trier? | 1. August 2013 | Leserbrief schreiben »
Sieben monumentale Säulen bilden die Fassade der ehemaligen Reichsbank in der Christophstraße. Einst als pompöse Nebenstelle der Berliner Zentrale errichtet, machte sie die Bedeutung des Geldinstituts auch in der westlichen Provinz deutlich. Während die Reichsbanken bis etwa zur Jahrhundertwende oft gleichförmig gestaltet waren, wurden die Gebäude in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts immer individueller.
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Stadt & Menschen | 31. Juli 2013 | Leserbrief schreiben »
„Warum nicht einmal ausprobieren? Bis zum Termin sind es noch 30 Minuten“, dachte sich Thomas Patzelt (43), bevor ihn der Bann der Automaten aufsaugte. Er warf ein Fünfmarkstück in den Schlitz, die Rädchen drehten sich, eine Musik erklang. Er hatte gewonnen. „Heute ist ein guter Tag, das spüre ich!“, sagte Patzelt sich immer häufiger und steckte längst mittendrin in der Glücksspielsucht. Der Mensch als Homo ludens. An kreativen Ausreden fehlte es nie, seine teure Sucht zu finanzieren und geheim zu halten. Sei es, um als erster am Briefkasten zu sein, um mögliche Rechnungen und Mahnungen abzufangen. Der Schuldenberg wuchs stetig. Hinzu kamen Lügen, jahrelang. Auch sich selbst gegenüber.
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Stadt & Menschen | 30. Juli 2013 | 4 Leserbriefe »
Jeder kennt sie: verwilderte, vergessene und zugewucherte Ecken Triers, an denen man auf dem Weg zur Arbeit vorbei läuft. Man nimmt sie erst dann wahr, sobald sich darauf etwas fundamental verändert. So ergeht es vermutlich manchen Anwohnern von Domänen- und Avelsbacher Straße im Stadtteil Kürenz, die diese Veränderungen vor ihren Haustüren beobachten können. Denn ein Teil eines verwilderten Grundstücks am Ausgang des Aveler Tals wurde gerodet, der Wildwuchs hinter der gewohnten Garagenlandschaft ist Geschichte. Beete wurden aufgestellt und Pflanzen eingepflanzt. Ab und zu sieht man dann auf diesem Gelände Menschen arbeiten – keine Bauarbeiter oder Angestellten der Stadt, denn sie kommen am Wochenende, teils mit dem Fahrrad.
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16vor-Wahl, Politik | 28. Juli 2013 | 16 Leserbriefe »
Am 22. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Schenkt man den Wahlsonntags-Apologeten und ihren Umfragen Glauben, dann deutet derzeit alles auf einen erneuten Wahlsieg von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hin. Im Gespräch mit 16vor sucht der Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Trier, Professor Winfried Thaa, nach möglichen Erklärungen, weshalb die linke Seite des Parteienspektrums bislang weder von der Bankenkrise noch von der Kapitalismuskritik profitieren konnte. „Der Wähler kann eigentlich nicht erkennen, was eine rot-grüne Regierung grundsätzlich anders machen würde“, so Thaas Befund. Der Politikwissenschaftler hat derweil eine „Repolitisierung auf gesellschaftlicher Ebene“ ausgemacht, dies zeige sich in Trier unter anderem an den Protesten für den Erhalt des Theaters und gegen den Bau eines ECE-Einkaufscenters.
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