Aus zweiter Hand

Zweite Hand aus der ersten Welt: Die Trier-Tasche hat eine lange Reise hinter sich. Auf einem Markt auf Sansibar hat sie ihren zweiten großen Auftritt. Foto: Sarah WohlfeldNeonshirts, Glitzerdeko und Federschmuck? Weg damit! Deutschland mistet aus. Vor Einbruch des Winters werden Kleiderschrank und Wohnung auf den neuesten Stand gebracht. Die Altlasten können nicht nur online, sondern auch – wie beim „Free-Your-Stuff-Markt“ in Trier (zum Beispiel an diesem Freitag ab 18 Uhr im Schammatdorf) – vor Ort unters Volk gebracht werden. 16vor-Mitarbeiter Michael Juchmes beschäftigt sich in seiner aktuellen Kolumne „IN Trier – Trends auf der Spur“ mit dem Thema „Second Hand“ und kostenlosen Möbel- und Kleiderbörsen.
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Die Gefühle sind frei

Rigoletto (Jacek Strauch) hält seine Tochter Gilda (Jennifer Riedel) aus Sorge um sie gefangen. Foto: Marco Piecuch/Theater TrierAm vergangenen Samstag zeigte sich das Theater Trier mit der Premiere von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ – wie bereits in der vorigen Saison mit “ La Traviata“ – als musikalisch und regielich erstklassige Adresse für die Werke des italienischen Großmeisters. „Rigoletto“ enthält zwar mehrere populäre Nummern, die bis in Wunschkonzerte vorgedrungen sind, ist aber doch ein Stück mit Tiefgang, das menschlichen Zwiespalt sowohl als individuelles Katastrophenszenario als auch in der gesellschaftskritischen Dimension aufzeigen kann. Die Produktion löst beide Ansprüche voll ein.
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Zeitfahrkarten teurer, Nullrunde bei Einzeltickets

Viele Nutzer des Trierer Nahverkehrs müssen ab dem Januar wieder tiefer in die Tasche greifen. So werden die Preise für Wochen-, Monats- und Jahrestickets teurer. Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Verkehrsverbund Region Trier (VRT) beschloss nach Informationen von 16vor am Mittwochabend eine erneute spürbare Tarifsteigerung. Allerdings konnten die Trierer Vertreter in der Verbandsversammlung auch einen Teilerfolg verbuchen: So bleiben die Preise für Einzeltickets innerhalb der für die Stadtgrenzen maßgeblichen Preisstufen unverändert – wenn auch auf hohem Niveau. Auch die 4-Fahrten-Tickets werden nicht teurer. Dem Vernehmen nach unterstützten die vier Landkreise diesen Wunsch von Stadtwerken und Trierer Stadtrat.
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Wollen Sie enteignen, Frau Werner?

Nach 2009 möchte Katrin Werner von der Partei Die Linke ein weiteres Mal in den Bundestag gewählt werden. Am vergangenen Sonntag halbierte die Partei Die Linke ihren Stimmenanteil, mit gerade mal 2,1 Prozentpunkten verfehlte sie klar den Einzug in den Münchner Landtag. Dass die Linken auch am Sonntag an der 5-Prozent-Hürde scheitern könnten, ist nach Lage der Dinge nicht zu erwarten. Spannender scheint da schon die Frage, ob es der Trierer Direktkandidatin Katrin Werner ein zweites Mal gelingt, über die Landesliste ihrer Partei in den Bundestag zu kommen. In der Reihe „16vor-Wahl“ erklärt die 40-Jährige, wie sie Unternehmer von einem Mindestlohn von 10 Euro überzeugen will und ob die Linke die privaten Träger von Krankenhäusern enteignen möchte; und weshalb es den Parteien nicht gelingt, mehr Wähler an die Urnen zu bekommen.
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Wie stehen Sie zu „Hartz IV“, Frau Rüffer?

InterviewRüfferNach 2005 bewirbt sich Corinna Rüffer zum zweiten Mal um das Direktmandat der Grünen im Wahlkreis Trier. Dass die Aussichten der gebürtigen Niedersächsin, den Sprung in den Bundestag zu schaffen, dieses Mal deutlich besser sind als vor acht Jahren, ist auf ihren guten Platz auf der Landesliste ihrer Partei zurückzuführen. Allerdings garantiert auch dieser ihr nicht den Einzug ins Berliner Reichstagsgebäude, wie sie selbst betont. In unserer Reihe „16vor-Wahl“ wollten wir von Corinna Rüffer wissen, was sie an „Hartz IV“ für gelungen hält, wie sie die Verkehrssituation im Trierer Tal auch ohne Moselaufstieg und Nordumfahrung entlasten möchte, und weshalb ein fehlender Studien- und Ausbildungsabschluss für sie kein Hinderungsgrund ist, in den Bundestag gewählt zu werden.
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„Menschlichkeit geht allem voran!“

Der stadtbekannte Busfahrer Detlef Sibernik ist am Samstagabend mit einem "Move Award" ausgezeichnet worden. Foto: Marcus StölbIhre Stärke sind die kleinen Gesten, die bisweilen Großes bewirken können; und eine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die sie zu personifizierten Ausnahmeerscheinungen macht. Die Rede ist von den Trägern des „Move Award 2013“. Am Samstagabend wurden sechs Menschen aus der Stadt und der Region mit dieser neuartigen Auszeichnung geehrt: die Frau vom Post-Lädchen, der Busfahrer, die Verkäuferin, auch eine junge Schülerin war darunter, und die Gründer zweier Trierer Vereine. Zwei Stunden lang rückten die Initiatoren der Ehrung, der Trierer Palais e.V. und der Verein Nestwärme, die Geehrten in den Mittelpunkt. Die Preisverleihung bot eine gelungene Mischung aus gekonnter Moderation, perfektem Musikprogramm und angemessenen Lobreden. Allerdings stand der exklusive Rahmen des Gala-Abends auch in einem eigentümlichen Kontrast zu der Bescheidenheit der geehrten „Beweger“.
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Wie es leuchtet

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Von Bauwerken über Tiere bis zu Fahrzeugen reichte das Spektrum an Lampions, die für die „Illuminale“ gebastelt wurden. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung gestern Abend am Moselufer statt. Rund um die Römerbrücke bekamen die zahlreichen Besucher zudem Lichtinstallationen, Konzerte und Ausstellungen geboten. Eine Bilder-Show von Daniel Prediger.
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Ruhiger Nachmittag für Triers Torwart

Eintracht Trier setzt sich an der Spitze fest: Durch Tore von Alon Abelski, Lars Bender und Marco Quotschalla gewann die Mannschaft von Roland Seitz heute Nachmittag beim Tabellenletzten KSV Baunatal mit 3:0. Der SVE ist damit seit acht Ligaspielen ohne Niederlage – nur der Saisonauftakt gegen Hessen Kassel ging mit 2:3 verloren. Für mindestens einen Tag belegt er damit den zweiten Platz.
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Wo ist das einfachere Steuersystem, Herr Meine?

MeineInterviewBei der Bundestagswahl 2009 erzielten die Liberalen ein Rekordergebnis, während der Wahlperiode prognostizierten die Demoskopen der FDP dann über Jahre hinweg den Rauswurf aus dem Berliner Parlament. Mittlerweile verheißen die Umfragen der Partei wieder Werte jenseits der 5-Prozent-Hürde. Auch Henrick Meine kämpft dafür, dass die Freidemokraten nicht in der APO landen. In unserer Reihe „16vor-Wahl“ konfrontierten wir die Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien mit unterschiedlichen Themen, maximal 1 Minute und 16 Sekunden konnten sie auf jede Frage antworten. So sollte Meine erklären, was am deutschen Steuersystem heute leichter ist als vor vier Jahren, ob er für die Subventionierung von Dumpinglöhnen ist, und wie er sich für den Stimmenfang motiviert.
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Wie man das Brett vorm Kopf wegtanzt

"dorf int'l" ist eine Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 25. Geburtstages vom Tufa Tanz e.V. Fotos: Anne SchaafManch Außenstehender ist dazu geneigt, bei jedweder Aktivität, die von Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung ausgeübt wird, in allererster Linie einen therapeutischen Sinn zu suchen. Spielt eine Rollstuhlfahrerin ein Instrument, wird selten angenommen, dass sie schlichtweg eine große Leidenschaft für Musik hat. Ach Gott, und die Blinden erst! Die können doch wohl nicht von sich aus nur einfach so singen wollen? Dass man mit dem Mund und nicht mit den Augen singt, scheinen ironischerweise gerade die Sehenden zu übersehen. Und wenn es um Tanz geht, dann darf das wohl auch nicht anders sein. In den Köpfen mancher sitzen Gruppen wie „BewegGrund Trier“ wahrscheinlich erstmal im Kreis und sagen dann reihum: „Mein Name ist Manfred Mustermann und ich bin seit drei Jahren behindert.“ Aber verlassen wir mal die Köpfe und schauen, wie es in der Realität aussieht.
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Würden Sie in Syrien eingreifen, Frau Barley?

BarleyInterviewKleinNoch elf Tage bis zur Bundestagswahl. Die SPD hofft, mit Dr. Katarina Barley Unionsmann Kaster das Direktmandat streitig machen zu können. Dass die Juristin das Zeug dazu hat, Christdemokraten gefährlich zu werden, bewies sie im Juni 2005: Da holte sie als politische Newcomerin gegen den heutigen Landrat fast 45 Prozent der Stimmen. In unserer Reihe „16vor-Wahl“ konfrontierten wir die Kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien mit unterschiedlichen Themen, maximal 1 Minute und 16 Sekunden konnten sie auf jede Frage antworten. So sollte Katarina Barley unter anderem erklären, wie sie skeptische Unternehmer vom Mindestlohn überzeugen möchte und weshalb sie beim Thema Moselaufstieg eine Kehrtwende hinlegte; und warum sie im Wahlkampf auch mit ihrem Doktortitel wirbt.
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