Das virtuelle Skriptorium der Abtei St. Matthias

Matthias_webMittelalterliche Handschriften sind reichhaltige Quellen – nicht nur für Historiker und Geisteswissenschaftler, sondern auch für Forscher weiterer Disziplinen wie Theologen, Mediziner, Juristen oder Kunsthistoriker. Traditionell konnten die Jahrhunderte alten Quellen nur vor Ort in Bibliotheken im Original eingesehen werden. Um die lange vor dem Buchdruck entstandenen unersetzlichen Einzelstücke einem weiten Kreis zugänglich zu machen, ist die Digitalisierung ein ideales Mittel der Wahl. Die aus exquisiten Handschriften bestehende mittelalterliche Bibliothek der Trierer Abtei St. Matthias ist heute nicht mehr vor Ort zu finden. Die Digitalisierung sorgt jetzt dafür, dass nicht nur die ursprüngliche Zusammenstellung rekonstruiert wird – auch lassen sich zukünftig alle Schriften online einsehen und lesen. Ein Band von Michael Embach und Claudine Moulin führt nun in das Thema ein.
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„Riesige Anteilnahme der Trierer“

bobbycarrennen_AfAAngesichts der in manchen Städten geführten Auseinandersetzungen um Asylbewerberheime, in der auch meist die rechtsextreme NPD kräftig mitmischt, könnte man meinen, dass es auch die Bewohner der Trierer Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende nicht immer leicht haben mit ihrer Nachbarschaft. Doch das Gegenteil scheint der Fall: Die Spendenbereitschaft von Menschen aus der Stadt und der Region ist immens, von einer „Welle der Hilfsbereitschaft“ ist gar die Rede. Ob Privatleute oder Vereine, Schulen, Behörden oder auch Unternehmen – viele helfen mit, um die Lebensbedingungen der in der Moselstadt neu angekommenen Flüchtlinge ein wenig zu verbessern. Von der Unterstützung profitieren nicht zuletzt auch die vielen Kinder, die mit ihren Eltern in den ehemaligen Kasernen im Norden Triers untergebracht sind. 
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„Ich bin nicht absolut gegen Prostitution“

Mit einem Konzept, das sich am „Freiburger Modell“ orientieren soll, will die Stadt verhindern, dass im Trierer Rotlichtmilieu weitere Anbieter auf den Plan treten. Das kündigte Ordnungsdezernent Thomas Egger (parteilos) am Mittwoch in einem Pressegespräch an. Man wolle versuchen, den „Status quo“ zu halten oder das Angebot einzudämmen. Angebote wie die andernorts installierten „Verrichtungsboxen“ lehnt der Dezernent ab. Egger beklagte, dass die öffentliche Diskussion über das Thema „ein bisschen scheinheilig“ geführt werde. Käuflicher Sex werde als gesellschaftliches Phänomen zwar weitgehend akzeptiert oder zumindest geduldet, doch würden Überlegungen angestellt, wo etwa ein Straßenstrich zugelassen werden soll, liefen die Anlieger Sturm. Dabei habe sich über Jahrzehnte niemand am früheren Straßenstrich an der „Bitburger“ gestört. 
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Dempfle will CDU in die Wahl führen

Eigentlich wollte Ulrich Dempfle (rechts) 2014 mit der Kommunalpolitik aufhören, nun tritt er ein weiteres Mal an und will seine Partei erstmals als Spitzenkandidat in eine Kommunalwahl führen. Die Unterstützung von Parteichef Kaster (Mitte) dürfte dem Juristen gewiss sein. Archiv-Foto: Marcus Stölb Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Ulrich Dempfle, will seine Partei in die anstehende Kommunalwahl führen. Entgegen seiner ursprünglichen Lebensplanung stehe er für eine vierte Wahlperiode im Rat zur Verfügung, erklärte er am Dienstagabend gegenüber 16vor. Seinen Sinneswandel begründete er unter anderem mit der Kandidatur der parteilosen PR-Unternehmerin Hiltrud Zock für das Amt des Oberbürgermeisters. Auch wenn Dempfle im Gespräch mehrmals betonte, den Gremien seiner Partei nicht vorgreifen zu wollen, scheint kaum mehr vorstellbar, dass jemand anderes als er die Trierer Christdemokraten in die Wahl führen könnte. Auf mindestens zwei ihrer drei „Stimmenkönige“ von 2009 wird die Partei gleichwohl verzichten müssen. 
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Schon viel Spannkraft und Frische

Claassen, Emile: Schattenkrieger - Geschäft.Macht.Tod. 2013Emile Claassen, Pseudonym des in Trier lebenden Autors, hat nach „Schweigen – In Gottes Namen“ (2011) und „Gier – Die fünfte Macht“ (2012) jetzt seinen dritten Kriminalroman vorgelegt – infolge verlegerischer Meinungsverschiedenheiten zunächst in Eigenregie als E-Book. „Schattenkrieger – Geschäft.Macht.Tod.“ heißt das Werk, das sich in gedruckter Form, die geplant ist, von der jetzigen Version unterscheiden könnte, ja, sollte. 16vor-Rezensent Klauspeter Bungert sagt, warum. Und er beschreibt, was schon die vorliegende Fassung auszeichnet.
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„Wir können uns gerade so über Wasser halten“

Für Flüchtlinge, die nach Trier kommen, besteht der Aufenthalt in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in der Dasbachstraße vor allem aus Warten. Foto: Gianna NiewelEigentlich hatte sie im vergangenen Herbst bezugsfertig sein sollen, doch nun wird die geplante Außenstelle der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende nicht vor Februar zur Verfügung stehen. Das erklärte AfA-Leiter Wolfgang Bauer auf Anfrage gegenüber 16vor. Als Grund nannte er aufwändigere bauliche Maßnahmen im Bereich der Wärmeversorgung sowie der Wasserleitungen, zudem musste eine Brandmeldeanlage installiert werden. Mit der Stadt habe die Zusammenarbeit bestens funktioniert, betont Bauer, und auch mit der bundeseigenen BImA habe man zwischenzeitlich eine Vereinbarung getroffen. Das Ausweichquartier soll lediglich für ein Jahr genutzt werden, die Kosten für dessen Herrichtung dürften laut Bauer bislang rund eine halbe Million Euro betragen.
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Trier – deine Künstler: Horst Schmitt

Eines der vertrautesten Gesichter der Gesellschaft für Bildenden Kunst Trier: Horst Schmitt. Foto: privat„Neue Bilder“ lautet der schlichte, programmatische Titel der Ausstellung von Horst Schmitt, die am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr im zweiten Obergeschoss in der Tuchfabrik eröffnet wird. Der Maler und Grafiker, von 1998 bis 2009 Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier, zeigt hier nach 1999 und 2005 bereits zum dritten Mal Werke seines aktuellen Schaffens. Es sind farbig ausdrucksvolle, formal reduzierte abstrakte Malereien auf Papier und Leinwand. Ergänzt wird die Ausstellung durch keramische Objekte von Liane Deffert.
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Spektakuläres Viertel führt zum Sieg

Gruß und Dank an die Fans: Vielleicht eines der wortreichsten Banner der Basketball-Bundesliga-Geschichte. Foto: ThewaltSchwer war es, vor dem Spiel die Stärke des Gegners einzuschätzen. Mit Medi Bayreuth kam am Freitagabend zwar ein Abstiegskandidat in die mit knapp 5000 Besuchern gefüllte Arena, doch mit dabei war auch ein neuer Trainer. Erst ein grandioses drittes Viertel ließ die Trierer in einem umkämpften Spiel die Überhand gewinnen. Gäste-Coach Mike Koch sah in diesem Abschnitt den Knackpunkt zum 79:71-Sieg der Moselaner, von denen gleich fünf Spieler zweistellig punkteten.
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Keine Mehrheit für Juncker in „Trierer Runde“

Für Triers Ehrenbürger Jean-Claude Juncker war 2013 ein politisches „Annus horribilis“: Erst zerbrach seine Koalition, weshalb es in Luxemburg Neuwahlen gab. Dann sorgte das neu formierte Gambia-Bündnis dafür, dass Xavier Bettel den mehr als 18 Jahre regierenden Premier ablöste. 2014 könnte für Juncker wieder besser laufen, der Luxemburger wird erneut als Kandidat für höchste Brüsseler Ämter gehandelt, etwa das des EU-Kommissionschefs. Kanzlerin Angela Merkel will dies angeblich verhindern. Auch auf Triers Bundestagsabgeordnete kann Juncker kaum zählen. Allein Bernhard Kaster hält den Luxemburger für eine „absolute Idealbesetzung“, Katarina Barley und Katrin Werner haben andere Favoriten, Corinna Rüffer hält sich bedeckt.
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