Auftakt einer neuen Krimireihe

Eine Studentin wird vermisst. Auf ihrem Weg durch die Innenstadt verschwindet sie in einer lauen Sommernacht plötzlich spurlos. Misshandelt, vergewaltigt und verscharrt wird die Leiche der jungen Frau wenige Tage später in einem Wald in der Nähe von Trier entdeckt. Ein harter Fall für Kommissar Johannes Lichthaus und seine Kollegen. Während die Ermittlungen zunächst nur schleppend voranschreiten, häufen sich die Belästigungen und Morde an jungen Frauen in der Region. Ein seltsamer handgemachter Knopf führt die Ermittler schließlich auf das Manderscheider Burgenfest. Lichthaus ist sich sicher, dass sich dort alles aufklären wird. Doch er gerät selbst in die Fänge des Täters… Paul Walz hat vor wenigen Monaten mit „Lichthaus kaltgestellt“ seinen ersten Krimi veröffentlicht.
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Trier trotz Minus Top-Ziel

Seit Jahren ging es mit der Zahl der Übernachtungen aufwärts, verzeichnete Triers Hotelgewerbe  stetig Zuwächse. Doch ausgerechnet 2012, als mit der Heilig-Rock-Wallfahrt Hunderttausende in die alte Bischofsstadt strömten, gingen die Zahlen zurück. Immerhin stand Trier mit einem Rückgang bei den Übernachtungen um 1,2 Prozent aber besser da, als der Landesdurchschnitt; und mit mehr als 757.000 Übernachtungen liegt die Stadt nach dem deutlich größeren Mainz nach wie vor auf Platz 2 in Rheinland-Pfalz. Was für das selbsterklärte „Rom des Nordens“ und die fast 60 Beherbergungsbetriebe indes zunehmend zum Problem werden dürfte: Nach dem Ende von „Brot und Spiele“ und dem Rückzug auf Raten der ADAC-Rallye, gehen Trier langsam aber sicher die Angebote aus, um überregional neue Zielgruppen zu erreichen.
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„Es gab keine echte Strukturdebatte“


Kürzlich beschloss der Senat der Universität, künftig 1,5 Millionen Euro beim Personal einzusparen. Daneben sind weitere mittelfristige Maßnahmen angedacht, um bevorstehende Haushaltsengpässe auszugleichen. Diese stoßen allerdings auf verbreitete und teils heftige Ablehnung bei Mitarbeitern und Studenten. Die Kritik entzündet sich unter anderem an einem neuen Studiengang, der entgegen aller Sparmaßnahmen den Fächerkanon der Hochschule erweitern soll. Wie mit dem verabschiedeten Strukturpapier in der Praxis umgegangen werden soll, scheint derweil niemand wirklich zu wissen. Außerdem beklagen manche der Beteiligten, dass eine ernsthafte Debatte über die langfristige Ausrichtung der Trierer Universität bislang ausgeblieben sei.
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The Opera ain’t over…

Zwischen Trier und Berlin liegen Welten, hin und wieder Galaxien, zumindest aber eine ganze Republik. In völlig unerwarteten Momenten rücken das Ende und das Zentrum des Landes ganz eng zusammen. So eine Situation gab es bei der 63. Berlinale vor wenigen Wochen. In der Sparte „Panorama“ wurde der luxemburgische Dokumentarfilm „Naked Opera“ gezeigt. Protagonist ist Marc Rollinger, der in Trier studierte, wo eine seiner Lieblingskirchen steht, die auch als Set diente. Der Film läuft derzeit in Luxemburg im Kino.
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Trier – deine Künstler: Andrea van der Straeten

Zurück in der Heimat. Naja, zumindest nah dran. Andrea van der Straeten, die in Trier geboren wurde und seit 25 Jahren in Wien lebt, zeigt noch bis zum 28. April im Casino Luxembourg die Ausstellung „[as if]“, die neben älteren Werken auch neue Arbeiten vereint. Es ist die bislang umfangreichste Schau ihres künstlerischen Schaffens, das seit den 80er Jahren an verschiedenen medialen Schnittstellen angesiedelt ist. „How to do things with words“ – immer noch ein Standardwerk in der Sprachwissenschaft von John L. Austin – könnte als Motto für die künstlerische Praxis von Andrea van der Straeten stehen, die darauf fokussiert, wie wir miteinander kommunizieren und welcher Werkzeuge wir uns dabei bedienen. Neben „Information“ lautet ein zweiter Schlüsselbegriff für viele ihrer Projekte „Referenz“. Wiederholt bezieht sie sich bei der Konzeption ihrer Arbeiten auf eine Geschichte, die von Gender-Themen über biografische Momente bis zu politischen Ereignissen reichen kann.
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Der Wille zur Perfektion

Die Triererin Sophia Graf ist gerade einmal 15 Jahre alt, als sie 2011 zum ersten Mal in ihrer Karriere an einer Karate-Weltmeisterschaft teilnimmt. Als WM-Neuling gewinnt die Schülerin überraschend Bronze, ein Jahr später folgt EM-Silber im Team. Anfang März wird sie wieder Landesmeisterin – zum siebten Mal in Folge. Das „WM-Küken“ von 2011, wie sie sich selbst nennt, ist schon Vereinstrainerin und für viele junge Nachwuchs-Karatekas ein großes Vorbild. In der Serie “Auf dem Sprung nach oben – Talente aus Trier” stellt 16vor-Mitarbeiter Jörn Pelzer wöchentlich vielversprechende Trierer Nachwuchssportler vor.
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„Hatte Zeit, mich mental darauf vorzubereiten“

Der Jazzclub „Eurocore“ steht wie kaum ein anderer Trierer Verein für die Kooperation mit Künstlern aus der Großregion. Dies wird spätestens im vollständigen Namen deutlich: Jazzclub EuroCore im Saar-Lor-Lux-Trier Musik e.V. 1999 wurde der Verein gegründet, der sich durch seine europäische Ausrichtung und seine mit Spitzenmusikern besetzten Workshops schnell profilierte und etablierte. Allerdings war dessen 1. Vorsitzender Thomas Schmitt – wie seine Mitstreiter Günter Freber und Ehefrau Brigitte Flügel-Schmitt – auch schon bekannt in der Trierer Jazzszene. Seit bereits über drei Jahrzehnten organisiert er Konzerte. Damit wird jedoch Ende des Jahres Schluss sein. Die Mitglieder des Jazzclubs haben in der Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag die Auflösung des Vereins beschlossen. Es fand sich niemand für die Nachfolge des Vorstands, der nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stand. 16vor sprach mit Thomas Schmitt über diese einschneidende Veränderung in der hiesigen Kulturlandschaft.
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City-Initiative kontra Center-Pläne

Im Mai vergangenen Jahres berichtete 16vor erstmals über Überlegungen der ECE Projektmanagement GmbH, in Trier Fuß zu fassen. Der Shoppingcenter-Riese, der unter anderem in Saarbrücken, Kaiserslautern und Koblenz präsent ist, sondiert seit längerem den hiesigen Markt. Auch wenn sich ECE-Chef bedeckt hält – grundsätzliches Interesse an einem Engagement in Trier hat das Unternehmen. So kam das Thema am Mittwoch auch in einer Sitzung des Lenkungsgremiums der City-Initiative zur Sprache, dort erteilte man dem Vorhaben eine Abfuhr: Es gebe keinen Bedarf für eine weitere Passage, Trier müsse „von diesem Einheitsbrei verschont“ bleiben. Keine Notwendigkeit sieht die CIT auch für die von OB Klaus Jensen (SPD) und Wirtschaftsdezernent Thomas Egger (FDP) als Ersatz für den „Kultur-Euro“ favorisierte Fremdenverkehrsabgabe.
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„Klare Watsche für Trier“

Dass die Mainzer Landesregierung den Moselaufstieg und die Meulenwaldautobahn ablehnt, ist keine Neuigkeit. Schon in ihrem Koalitionsvertrag vereinbarten Sozialdemokraten und Grüne, auf beide Verkehrsprojekte verzichten zu wollen. Nun gaben sie den umstrittenen Vorhaben wohl endgültig den Rest: Weder die West- noch die Nordumfahrung Triers werden zum Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet, teilten die Regierungspartner nach einer Sitzung des Koalitionsausschusses mit. „Ein schwarzer Tag für Trier und Umgebung“ sei das, kommentierte der Landrat, die IHK spricht von einer „Watsche“ für die Moselstadt. Mit ihrem Beschluss kassiert Rot-Grün auch einen Beschluss des Trierer Stadtrats – und schafft Fakten, bevor das von Rot-Grün versprochene Verkehrskonzept für die Region vorliegt. Dabei hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im Dezember vergangenen Jahres gegenüber 16vor erklärt, das dessen Aussagen für die Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans berücksichtigt würden.
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Der imaginäre Zeitgeist

Als der heranwachsende Frank Jöricke im Jahr 1986 das neu erschienene Zeitgeistmagazin TEMPO in die Hand bekam, hatte sein Leben mit einem Mal einen Sinn. Fortan widmete er sich dem Aufspüren des Zeitgeistes, obschon selbst TEMPO-Gründer Markus Peichl bereits gewusst hatte, dass der Begriff eine Worthülse ist, in die alles und nichts hineinpasst. Jörickes gerade veröffentlichtes Büchlein „Jäger des verlorenen Zeitgeists“, in dem laut Untertitel der Autor nicht weniger als die Welt erklärt, zeigt, dass man in diese Hülse wie in eine Fleischwurst wirklich alles reinstecken kann – notfalls hilft der Cutter.
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