Durch Fehler die Ruhe verloren

Das hatten sich die Großeltern und die Mutter von Andreas Seiferth, Centerspieler der TBB Trier, sicherlich anders vorgestellt. Die Familienangehörigen waren aus dem benachbarten Thüringen am Mittwochabend nach Sachsen-Anhalt gereist, um Seiferth im Auswärtsspiel gegen den Mitteldeutschen BC in Weißenfels zu unterstützen. Immerhin avancierte ihr Sprössling mit zwölf Punkten zum drittbesten Akteur der TBB. Doch es setzte mit 72:84 (33:31) die vierte Niederlage in Folge. Der MBC zog nach Punkten gleich und liegt nun vor Trier im engen Mittelfeld der Liga auf Rang elf.
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Ortsbeiräte auf dem Prüfstand

Hat Trier zu viele Stadtteile? Oder haben die Ortsbeiräte nur zu wenig zu melden? Viele der aktuell 267 Stadtteilpolitiker, schieben Frust. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Untersuchung des Fachs Politikwissenschaft an der Universität. Geht es nach den Studenten von Professor Wolfgang H. Lorig, gehören die Strukturen auf den Prüfstand. Gleich mehrere Optionen werden präsentiert: von einer Stärkung der Stellung des Ortsvorstehers über die Abwicklung sämtlicher Ortsbeiräte bis hin zur Einführung direkter Abstimmungen – oder eine Kombination von alledem. „Wir wollen nicht aus dem akademischen Turm heraus belehren, sondern Anstöße geben“, betont Lorig. Allerdings hoffen er und seine Studenten auf eine breite und ergebnisoffene Diskussion. Der Handlungsdruck für Stadt und politische Gruppierungen dürfte jedenfalls größer werden, fiel es doch schon 2009 schwer, ausreichend Kandidaten für die Kommunalwahl zu finden.
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From Trier to Highgate

Der Backes Herrmann und ich zäumen das Pferd von hinten auf und beschäftigen uns zunächst nicht mit dem Leben von Marx, sondern mit seinem Tod beziehungsweise mit dem „Danach“. Das war seine Idee. Ich hätte mich im Leben nicht freiwillig auf diese Wallfahrt gemacht (so nennt der Herrmann unsere Reise). Et Hildegard meinte, als sie von unserem Plan hörte: „Komm, verzähl nix, ihr fahrt doch net wegen dem Kommunischde dort hin!“ Aber da hat sie nur teilweise Recht. Natürlich hab ich uns sicherheitshalber einen Kneipenführer für die Zielgegend eingesteckt, das geb ich zu. Warum nicht das Wallfahren mit dem Angenehmen verbinden. Aber unser wichtigstes, unser eigentliches Ziel ist: Das Grab von Karl Marx.
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„Kunst ist hier das Wichtigste“

Die seit sieben Jahren bestehende „Nomaden-Hochschule“ des Cross-Border-Networks of History and Arts unter der Leitung der Trierer Hochschul-Professorin Anna Bulanda-Pantalacci macht in diesem Jahr vom 2. bis 13. April Station im luxemburgischen Differdange. Am Donnerstag gipfelt das von der Europäischen Union geförderte Projekt in einer abendlichen Ausstellung in der neu gegründeten Kreatiffabrik, die aus ehemaligen Produktionsräumen des Stahlkonzerns Arcelor-Mittal hervorgehen soll. Bis dahin arbeiten über 130 Studierende und 27 Pädagogen und Künstler aus ganz Europa und Nordamerika in acht Workshops an ihren Konzepten, die in diesem Jahr unter dem Titel „Migration“ stehen.
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Dritte Niederlage in Folge für die TBB

Die Trierer Basketballer haben im Kampf um die Playoff-Plätze einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen Phoenix Hagen setzte es am Samstagabend vor 4925 Zuschauern eine 86:93-Niederlage. Für Trier bedeutet dieses Spiel die dritte Niederlage in Folge und weiterhin den elften Tabellenplatz. Die Gäste aus Hagen kletterb durch ihren zweiten Auswärtssieg im dritten Auswärtsspiel auf Rang sieben in der Basketball-Bundesliga. „Jetzt müssen wir unsere Chance in Weißenfels nutzen“, gab sich Rödl kämpferisch. Am kommenden Mittwoch tritt sein Team beim Tabellennachbarn Mitteldeutscher BC an.


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Eintracht Trier wieder auf Kurs

Im ersten Heimspiel gegen Hessen Kassel seit gut 32 Jahren (7. Februar 1981, Endstand 1:1) siegte Eintracht Trier am Freitagabend aufgrund ihres Engagements verdient mit 1:0. Marco Quotschalla erzielte den entscheidenden Treffer. „Hut ab!“, sagte Roland Seitz zur Leistung seiner Mannschaft, die nun gegen drei Konkurrenten um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde sieben Punkte holte und für einen Tag punktgleich mit dem Tabellenzweiten ist. Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen auf dem Spielfeld. Kasseler Krawallfans stürmten auf den Platz und mussten von der Polizei von den Trierer Ultras getrennt werden.
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Starke Frauen

Seit 30. März bietet das Theater Trier zwei Meisterwerke des 20. Jahrhunderts an: „Die Kluge“ von Carl Orff und „L’heure espagnole (Die spanische Stunde)“ von Maurice Ravel. Die beiden Einakter sind pralles Musiktheater mit großem Unterhaltungswert, aber auch mit Anregungen zum Nachdenken. Obwohl Regisseur Sven Grützmacher im Interview (im Programmheft) keinen Zusammenhang der beiden Werke offenlegen will, gibt es eine inhaltliche Klammer: Starke und fantasiereiche Frauen wissen sich gegen gesellschaftliche Rahmenbedingungen durchzusetzen. Die „Kluge“ wehrt sich (zumal in der interessanten Neudeutung durch den Regisseur) gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit, die Spanierin Concepción gegen ihre sexuelle Verkümmerung. Es ergibt sich das klassische Diptychon aus ernstem Stück und heiterer Commedia dell’arte.
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Verschärfter Wettbewerb am Sonntag

Mit einem Gourmetmarkt und geöffneten Geschäften will die City Initiative Trier an diesem Sonntag wieder Tausende Shopping-Touristen in die Moselstadt locken. Auch aus Luxemburg soll die Kundschaft kommen, doch dürfte das Buhlen um die zahlungskräftige Klientel aus dem Großherzogtum dieses Mal schwerer fallen. Denn in der Hauptstadt des Nachbarlandes werden die Geschäfte am Sonntag ebenfalls geöffnet haben. Als Magnet soll zudem der „Vide Grenier“, ein Trödelmarkt mit rund 200 Ständen, fungieren, erklärt Yves Piron vom Einzelhandelsverband der Stadt Luxemburg gegenüber 16vor. Bei der CIT gibt man sich gelassen ob der Parallelveranstaltung, man setze auf den guten Branchenmix Triers. In Luxemburg soll es in diesem Jahr noch 13 verkaufsoffene Sonntage geben – mindestens.
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