„Alles gleichmachen, führt in die Irre“

Seit mittlerweile 24 Jahren lehrt Professor Gerhard Robbers an der Universität Trier Öffentliches Recht. Über die Grenzen der Stadt hinaus genießt der Verfassungsrechtler einen ausgezeichneten Ruf. Robbers vertrat in mehreren Verfahren verschiedene Bundesregierungen in Karlsruhe und wurde selbst schon mal als Kandidat für das Bundesverfassungsgericht gehandelt. Nun trat er als Präsident des 34. Evangelischen Kirchentags Anfang Mai in Erscheinung. 16vor sprach mit dem 62-Jährigen über seine bleibenden Eindrücke von dem Hamburger Großereignis, Armut in Deutschland und den NSU-Prozess in München. Robbers plädiert für ein „religiös geprägtes Arbeitsrecht“ und verteidigt mit Verve den „Dritten Weg“. 
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Das nicht ganz so heiße Blechdach

Am bewegendsten zum Schluss ist „Big Daddys“ Läuterung, nicht das Schicksal von Margaret und Brick. Das kann vom Regisseur Werner Tritzschler so gewollt sein, überrascht aber auch nicht weiter, da die beiden Hauptfiguren schon in den zwei Stunden zuvor kaum zu berühren vermochten. Am vergangenen Samstag feierte das 1955 erstmals aufgeführte Stück „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ Premiere im fast ausverkauften Großen Haus des Theaters. Manche Themen dieses zeitlosen Klassikers von Tennessee Williams bleiben in Tritzschlers Inszenierung leider nur an der Oberfläche. Dafür nehmen Nebenhandlungen an Bedeutung zu.
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Trier – deine Künstler: Clas Steinmann

Nicht nur, weil Clas Steinmann 34 Jahre lang Professor für Zeichnen und Gestaltungsgrundlagen an der Hochschule Trier war, hat er Spuren in Trier hinterlassen. Zuletzt erst vor wenigen Monaten. Die Stelenreihe zum Gedenken an die von Nazis ermordeten Trierer Sinti, die im vergangenen September neben dem Dom eingeweiht wurde, stammt von Steinmann. Wie vielseitig der Künstler ist, wird auch daran deutlich, dass er 2009 maßgeblich an der vielbeachteten Ausstellung „Motorcycle – Beschleunigung und Rebellion“ in der Europäischen Kunstakademie beteiligt war. Clas Steinmann, der findet: „Ein jeder ist meines Glückes Schmied“, ist offenbar nicht nur ein Freund des Humors, sondern auch knapper Antworten.
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„Wie eine zweite Beziehung“

Mit einem klassischen Tanzkurs fing es für Lisa Marie Baasch und Florian Blaß an, bevor sie vor eineinhalb Jahren als Turniertanzpaar des TSC Treviris zusammenfanden. Binnen kürzester Zeit tanzten sich die beiden zu ihren ersten Turniererfolgen und werden mittlerweile sogar von einer TV-Prominenten trainiert. In der Serie „Auf dem Sprung nach oben – Talente aus Trier“ stellt 16vor-Mitarbeiter Jörn Pelzer regelmäßig vielversprechende Trierer Nachwuchssportler vor.
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„Der Fußball-Gott wollte nicht, dass wir gewinnen“

90 intensive Minuten, Spannung bis zur letzten Sekunde, und das alles mit einem Happy-End für den SSV Ulm. Mit seinem 2:1-Erfolg machte er die letzten Trierer Aufstiegshoffnungen zunichte. „Das ist ein ganz bitterer Spielausgang“, sagte Roland Seitz. Angesichts von nun wieder sechs Punkten Rückstand auf den zweitplatzierten SV Elversberg und dessen klar besseres Torverhältnis macht sich der Trierer Trainer keine Illusionen mehr. „Wir müssen drei Spieltage vor Saisonsschluss realistisch sein. Die höchste Konzentration gilt nun dem Pokalfinale gegen den FSV Salmrohr.“
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„Es gibt kein Vorkaufsrecht für ECE!“

Seit September verhandelte die Stadt mit ECE über eine Entwicklungsvereinbarung. Deren Entwurf liegt vor, doch ob er unterzeichnet wird, ist noch offen. Der OB will die Unterschrift vom Votum des Steuerungssausschusses abhängig machen. ECE wollte bereits vor zehn Jahren in Trier investieren. Seinerzeit hatte man Pläne für das ehemalige Paulinus-Gelände samt benachbartem Post-Areal. Doch die Hamburger konnten ihr Vorhaben nicht realisieren, und ob sie dieses Mal zum Zuge kommen werden, ist laut Jensen noch längst nicht ausgemacht. Im Gespräch mit 16vor nimmt der Stadtchef ausführlich Stellung und widerspricht Darstellungen, ECE habe sich ein Vorkaufsrecht für die Europahalle gesichert. Der Prozess sei ergebnisoffen, erneuert Jensen sein Versprechen und weist mit deutlichen Worten Spekulationen der Partei Die Piraten zurück, es könne einen Zusammenhang zwischen seiner Teilnahme an einem Berliner Kongress und dem Vorhaben der Hamburger bestehen: „Das ist schon ziemlich bösartig“.
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Freie Szene soll von neuem Kulturleitbild profitieren

Nach den Strategiepapieren für die Stadtentwicklung, die Bildung und den Verkehr will sich die Stadt Trier nun auch im Bereich des kommunalen Kulturangebots ein (neues) Profil verschaffen. Der Stadtrat hatte die Verwaltung im Juni 2011 beauftragt, dafür Leitlinien zu entwickeln, um daran die Kulturpolitik der kommenden Jahre auszurichten. Ab 2014 sollen nun so genannte Zielvereinbarungen die einzelnen Förderungen auf erwünschte Projekte konzentrieren und vor allem der Freien Szene zufließen. Daneben möchte Wirtschafts- und Kulturdezernent Thomas Egger neue Großveranstaltungen ins Leben rufen. Wie diese vor dem Hintergrund klammer Kassen finanziert werden sollen, weiß er noch nicht.
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Mein kleiner roter Kalle

Verdammter Mist, jetzt hab ich so einen Ein-Meter-Marx an der Backe, in Blutorangenrot! Der Backes Herrmann ist Schuld. Denn mir würde es mittlerweile eigentlich langen – die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Marx, meine ich. Also nicht, dass ich etwas dagegen gehabt hätte, dem Herrmann auf den Spuren des Trierers Karl Marx zu folgen. Ich hab viel dabei gelernt und Neues erfahren. Aber nun wär’s auch mal genug, sonst werde ich am Ende noch ein Experte. Deshalb dachte ich, wir gehen gleich zum Kesselstatt, zum Weinschorlen-Frühschoppen, als mich der Herrmann am Sonntag um 11 Uhr zum Domstein bestellte; aber nein, er wollte unbedingt erst mal schauen, ob er sich nicht doch so einen Ein-Meter-Marx kaufen soll.
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Design auf allen Kanälen

Ganz schön bunt ging es am Wochenende bei der Design- und Kreativmesse „Designers inc.“ zu. 29 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet lockten 1000 Besucher mit Mode, Schmuck, Möbeln und Accessoires in die Tufa. So rosig und süß, wie es viele der Ausstellungsstücke vermuten ließen, geht es im Designgewerbe leider nicht immer zu. Auch wenn die Anzahl der Vertriebsmöglichkeiten durch Onlineplattformen gestiegen ist, kann nicht jeder Kreativschaffende seinen Lebensunterhalt einzig und allein durch den Verkauf eigener Produkte finanzieren. Die Konkurrenz wächst stetig, weitere Hindernisse – auch von amtlicher Seite her – erschweren die Arbeit zusätzlich.
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