„Ich bin nicht im falschen Körper geboren!“

Perfekter Lidstrich, rote Lippen, ebenmäßige Haut. Gut kaschierte männliche Gesichtszüge werden umschmeichelt von einer schulterlangen kupferroten Perücke. Die glitzernden High Heels lassen Wanimas Beine endlos wirken und verschaffen ihr eine Größe von über zwei Metern. Ein gepflegtes Riesenmädchen in schwarzem Kleid und einem silbernen Gürtel, der sich figurbetont um die Taille schmiegt. Der darauf abgestimmte Schmuck wurde mit Liebe zum Detail ausgewählt. Mit Bewegungen von nuancierter Eleganz erreicht sie nahezu den Charme eines stolzen Mannequins. „Endlich ich!“, seufzt Wanima zufrieden. Die männliche Stimme irritiert.
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Mit Mut gegen Mobbing

Schüler des Max-Planck-Gymnasiums bei einer Aufführung des Antimobbing-Stücks "It gets better? – Ätt gitt besser". Foto: Gianna NiewelMit dem Anti-Mobbing-Theater „It gets better? – Ätt gitt besser“ macht der Trierer Verein „mut’s“ („Motivation unites talents for society“ – „Motivation vereint Talente für die Gesellschaft“) noch bis Mitte Juni Halt an verschiedenen Schulen. Doch die Schüler lassen sich nicht etwa berieseln: Sie sind selbst Teil des Stückes, können sich mit eigenen Ideen einbringen und auf die Gefahren von Mobbing aufmerksam machen. Jede Schule hat ihre eigene Aufführung. Die Botschaft aber bleibt gleich: Habt den Mut, Hilfe zu suchen, wenn ihr ausgegrenzt werdet. Im Rahmen der Gewaltpräventionswochen ist das Stück an diesem Mittwoch um 17 Uhr in der Tufa zu sehen.
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Entdecken und dokumentieren

Das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk in Trier bietet viele Motive für Urban Explorer. Foto: pixelworxTrier ist berühmt für seine Bauwerke aus längt vergangenen Tagen. Für Urban Explorer (Stadterkunder) üben diese Objekte keine Anziehungskraft aus. Sie interessieren sich für Industrieruinen, leerstehende Wohnhäuser oder verlassene Militäranlagen – „verlorene Orte“, wo einst reges Leben herrschte. Die Eindrücke bei den oft unerlaubten Erkundungstouren werden im Bild festgehalten. Worin der Reiz von Urban Exploration liegt, erzählten zwei Trierer Urbexer im Gespräch mit 16vor.
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Plädoyer für die Aufklärung

Greis, Hans: Tillmanns Reise. Ein historischer Roman. Wissenschaftlichen Verlag Trier (WVT). 2012Hans Greis hat vor mittlerweile einem Jahr einen umfangreichen historischen Roman vorgelegt: „Tillmanns Reise“. Das Buch spielt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Schauplätze sind Wawern – wo Greis herstammt und noch heute wohnt -, Trier, Bernkastel, einige Städte in Süddeutschland, Innsbruck, Südtirol und Florenz. Das 712 Seiten starke Werk ist platzsparend gedruckt, doch handlich und nach etwas Gewöhnung angenehm lesbar und glänzend redigiert. Vermutlich konnten nur so die Produktionskosten im Rahmen und der Preis niedriggehalten werden. Herausgekommen ist das Buch im Wissenschaftlichen Verlag Trier (WVT).
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Eintracht Trier bleibt auf Platz vier

Zwar blieb Eintracht Trier auch im siebten Heimspiel in Folge ungeschlagen. Doch verpasste die Mannschaft durch das 1:1 gegen den 1. FC Eschborn die ohnehin kaum mehr als nur theoretische Chance, sich noch für die Relegation zur 3. Liga zu qualifizieren, zumal auch der Konkurrent Elversberg nichts anbrennen ließ und zu Hause gegen die zweite Mannschaft des FSV Frankfurt mit 2:0 siegte. In einer von der Eintracht über weite Strecken kontrollierten Partie reichte es nach dem Ausgleich von Steven Kröner (17.) nicht mehr zum Sieg. Zuvor waren die Gäste durch einen Foulelfmeter von Rouven-Pierre Leopold in Führung gegangen (12.).
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Vom Turmspringer zum Triathleten

Der 20-Jährige ist auf dem Rad besonders stark, fuhr bei der Duathlon-DM sogar schneller als Olympia-Teilnehmer Maik Petzold. Foto: privatAußergewöhnlichere Sportarten haben Andreas Theobald schon immer gereizt. Sechs Jahre lang machte der Nachwuchssportler Turmspringen, bevor er im Alter von 15 Jahren mit Triathlon beim Post-Sportverein Trier begann. Mittlerweile ist der 20-Jährige nicht nur deutscher Vize-Meister im Crossduathlon, sondern peilt auch den Sprung in die erste Triathlon-Bundesliga an. Dafür trainiert er bis zu 15 Mal in der Woche. In der Serie “Auf dem Sprung nach oben – Talente aus Trier” stellt 16vor-Mitarbeiter Jörn Pelzer regelmäßig vielversprechende Trierer Nachwuchssportler vor.
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„Unser Marx war Demokrat“

Mit der Eröffnungsrede Gregor Gysis zur Installation von Ottmar Hörl Anfang Mai haben die Diskussionen über Erbe und Vermächtnis von Karl Marx einen spürbaren Höchststand in Trier erreicht. Längst geht es dabei nicht mehr nur um die Berechtigung eines Kunstwerks, sondern tief in die inhaltliche Materie. Was sich in Trier seit einigen Wochen in konzentrierter Form abspielt, schwelt in Wissenschaft, Kultur und Medien schon seit mehreren Jahren: Spätestens mit der Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Jahr 2008 haben auch bürgerlich-konservative Akteure das Feld der Kapitalismuskritik für sich entdeckt. Vor diesem Hintergrund lud die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung am Mittwochabend zu einer öffentlichen Diskussion in die Viehmarkttherme. Unter dem Titel „Karl Marx, die Sozialdemokratie und die Gesellschaft heute“ diskutierten Gerald Hubmann, Thomas Meyer, Christian Z. Schmitz und Alexander Schweitzer über die Implikationen von Karl Marx für die Gegenwart.
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Die Natur als Speisekammer

Mit Bärlauch hat es angefangen. Das aromatische Kraut hat es in den vergangenen Jahren aus den feucht-dunklen Wäldern bis in alle Supermärkte geschafft, um Käse, Quark, Pesto oder Brot und sogar Hunde- und Katzenfutter zu aromatisieren. Neben den jeweils aktuellen Modekräutern gibt es aber auch unscheinbare Pflanzen, die nicht nur das Essen schmackhaft machen, sondern unsere Kenntnisse um Pflanzen, deren Würze und Heilkraft erweitern. Ein Spaziergang durch die Wiesen rund um Trier.
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Eintracht Trier sammelt zuhause weiter Punkte

Eintracht Trier bleibt auch im sechsten Heimspiel in Folge ungeschlagen. Durch Treffer von Marco Quotschalla (23.+53.) und Alon Abelski (54.) siegte der SVE am Mittwochabend in einer an Torchancen nicht armen Partie mit 3:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim II. Gleichzeitig gewann aber auch der SV Elversberg mit 2:1 bei Eintracht Frankfurt II, sodass der Abstand zum Tabellenzweiten bei sechs Punkten bleibt. Bei zwei ausstehenden Spielen hat Trier also nur noch eine theoretische Chance, den zweiten Aufstiegsrundenplatz zu erreichen.
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Auf den Spuren von Heinrich Tessenow in Trier

Die in Hamburg ansässige Heinrich-Tessenow-Gesellschaft besuchte am vergangenen, langen Wochenende Trier, um hier ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten. Das diesjährige Ziel wurde ausgewählt, weil in Euren ein Wohnhaus aus dem Jahr 1909 steht, welches seine Herkunft aus dem Geiste Tessenows nicht leugnen kann. Durch das Haus und das Gelände führte der Urgroßenkel des Bauherrn Hans Proppe.
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