Kultur, Schule & Campus | 12. August 2013 | 2 Leserbriefe »
Brücken verbinden, helfen über Trennendes hinweg – sofern man sie passiert. Doch viele Menschen, die im Westen der Stadt leben, verschlägt es eher selten auf die andere Moselseite – und umgekehrt: Wer östlich der Uferstraße lebt, findet nur sporadisch den Weg in das Quartier links des Flusses. Der Musikerin Julia Reidenbach hingegen gelingt es, Trierer aus Ost und West näher zu bringen – mit ihrem vor zwei Jahren gegründeten „Chor über Brücken“. Kinder und Lehrer von Kurfürst-Balduin-Realschule plus und Egbert-Grundschule singen gemeinsam, Jungen und Mädchen mit sozialen Hintergründen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Schon auf der ersten Chorfreizeit seien viele der jungen Sänger wie selbstverständlich aufeinander zu- und ungezwungen miteinander umgegangen, berichtet die Initiatorin. Nur bei den Erwachsenen überwiege noch die Zurückhaltung, berichtet Julia Reidenbach, die gleichwohl schon eine Idee hat, wie sich auch hier mögliche Vorbehalte überbrücken lassen könnten.
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Sport & Spiel | 11. August 2013 | Leserbrief schreiben »
Nach der Auftaktniederlage gegen Hessen Kassel vor gut zwei Wochen und dem Ausscheiden im DFB-Pokal am vorvergangenen Samstag gegen den 1. FC Köln konnte Eintracht Trier heute Nachmittag das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison feiern: Mit 3:0 gewann die Mannschaft von Roland Seitz in Pirmasens gegen den SVN Zweibrücken. Der Aufsteiger hatte keine Chance gegen die in der ersten Halbzeit klar überlegene Eintracht. Nach der Pause wehrte sich der SVN gegen eine noch höhere Niederlage. Trier ließ es ruhiger angehen.
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Stadt & Menschen | 10. August 2013 | 2 Leserbriefe »
Die Sicht in die Clubräume in der Paulinstraße 123 wird mit schwarzen Vorhängen verwehrt. Die Mitglieder des „Chaos Computer Clubs Trier“, ein vor fast 15 Jahren gegründeter, regionaler Ableger der größten Hackervereinigung Europas, benutzen Pseudonyme und möchten in Bezug auf ihr Hobby inkognito bleiben – in der Öffentlichkeit und, auch um ungehindert arbeiten zu können, vor allem im Netz. „Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen“ lautet einer der Grundsätze ihrer „Hackerethik“. Über die gleichgültigen Reaktionen der breiten Masse auf den von Edward Snowden enthüllten Überwachungsskandal kann sich der Trierer Hacker-Verein nur wundern.
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Politik, Wirtschaft | 9. August 2013 | 14 Leserbriefe »
Nun ist es amtlich: Die Deutsche Bahn AG plant, ihre wenigen verbliebenen IC-Verbindungen von und nach Trier ab Dezember 2014 einzustellen. Damit bestätigte das Unternehmen auf Anfrage von 16vor jetzt auch offiziell, was vom Zweckverband SPNV Nord in Koblenz und dem Mainzer Infrastrukturministerium schon seit längerem erwartet wird. In der Landeshauptstadt dürfte man wenig amüsiert sein von der Begründung, die der Konzern für die geplanten IC-Streichungen anführt. Denn die DB AG macht Koblenz und Mainz für das Vorhaben verantwortlich: Schuld sei der verbesserte „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“, der eine Verdoppelung der Regionalexpress-Verbindungen auf der Moselstrecke vorsieht. Damit sei der „ohnehin geringe verkehrliche Nutzen eines parallelen Fernverkehrsangebots nicht mehr gegeben“, erklärte eine Unternehmenssprecherin.
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Kultur | 8. August 2013 | Leserbrief schreiben »
Wo gibt es in Trier Proberäume? Welche Auftrittsmöglichkeiten bietet die Stadt? Diese und ähnliche Fragen sollen in Zukunft über das „Musiknetzwerk Trier“ beantwortet werden. Ole Kernbach und Simon Baumeister gründeten das Projekt, das gestern bei „Pro Musik“ vorgestellt wurde und offiziell am 17. August startet. Dann geht die Homepage online und abends findet ein Konzert mit jungen und renommierten Trierer Bands auf der Sommerbühne im Exhaus statt. Mit dem Netzwerk, an dem auch noch das Kulturbüro und die Musiker Jimi Berlin, Michael Kernbach und Wolfgang Zähringer beteiligt sind, soll die lokale Musikszene unterstützt und gestärkt werden.
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Stadt & Menschen | 7. August 2013 | 9 Leserbriefe »
Auch wenn der Kalte Krieg mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegt, übertreffen die damaligen Szenarien noch heute die Vorstellungskraft. Bis Ende der 80er Jahre wurden Verteidigungsfall und Atomkrieg immer wieder im Rahmen von NATO-Planspielen simuliert. Die blieben – zum Glück – nur Theorie. Weniger theoretisch sind hingegen die architektonisch sichtbaren Spuren jener Zeit, und diese findet man auch in Trier – unter der Erde. In Tiefgaragen trifft man noch heute auf Suppenkellen, Notstromaggregate, Luftfilter und druckertüchtigte Türen. Unter dem Pflaster des Viehmarkts etwa hätten gleich mehrere tausend Menschen Schutz vor radioaktivem Regen finden sollen.
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Sport & Spiel | 6. August 2013 | Leserbrief schreiben »
Wenn an diesem Mittwoch in Trakai im Südosten Litauens die Ruderweltmeisterschaften der Junioren beginnen, geht mit der 17-jährigen Kathrin Morbe auch eine Triererin an den Start. Die Nachwuchsruderin des RV Treviris, die bereits zwei Mal die Deutschen Meisterschaften gewann, qualifizierte sich Anfang Juni für den deutschen Doppelvierer. „Bemerkenswerte Erfolge“, sagt Trainer Benedikt Schwarz, „denn rein körperlich ist Kathrin ihren Konkurrentinnen erst einmal unterlegen.“ In der Serie “Auf dem Sprung nach oben – Talente aus Trier” stellt 16vor-Mitarbeiter Jörn Pelzer regelmäßig vielversprechende Trierer Nachwuchssportler vor.
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Stadt & Menschen | 5. August 2013 | Leserbrief schreiben »
Obwohl Gauri Shankar Gupta seit einem halben Jahrhundert in Deutschland lebt, trägt er die Liebe zu Indien in seinem Herzen. Im Gespräch mit 16vor wirft er jedoch einen durchweg kritischen Blick auf sein einstiges Heimatland: Gupta spricht von Vergewaltigung, Korruption, Armut. Der in der Nähe von Kalkutta aufgewachsene Rentner befasst sich intensiv mit dem Land, neben seinen regelmäßigen Besuchen interessiert ihn vor allem die Berichterstattung über Indien. Er ist schockiert über die Verhältnisse zwischen Frauen und Männern, wie sie in der südasiatischen Republik in Folge tradierter patriarchalischer Strukturen nach wie vor bestehen. Deshalb möchte der 71-Jährige nun in Trier eine Gruppe gründen, die sich für Frauenrechte in Indien einsetzt. Es gehe ihm dabei nicht um Geld, versichert Gupta, sondern um geistige Unterstützung und die Zusammenarbeit mit NGOs vor Ort.
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