Mängeliste und Drängelgitter

Es war das alles beherrschende kommunalpolitische Thema der ersten Monate, und auch in der letzten Sitzung des Stadtrats vor der Jahreswende holte die Ratsmitglieder das Schulentwicklungskonzept wieder ein – zumindest indirekt. Zwar fand ein Antrag von SPD und Grünen zum „Umgang mit Mängeln an Schulgebäuden“ eine deutliche Mehrheit, doch als der Rat dann über die Maßnahmen zur Verbesserung des Schulwegs im Bereich der Unterführung in der Avelsbacher Straße entscheiden sollte, entbrannte ein weiteres Mal der Konflikt über die Schließung der Kürenzer Grundschule. Ortsvorsteher Bernd Michels (CDU) warf der Stadtspitze „unehrliches“ Verhalten vor, die Verwaltung habe nahezu alle Anregungen des Ortsbeirats ignoriert, behauptete der Christdemokrat.
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Entscheidung über Budenzauber vertagt

Vier Wochen lang wird der Weihnachtsmarkt für eine mehr oder weniger besinnliche Stimmung in der Innenstadt sorgen. Foto: Arbeitsgemeinschaft Trierer WeihnachtsmarktDer Stadtrat tritt heute Abend zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Spannung versprach vor allem ein Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil der Beratungen: Die Ratsmitglieder sollten über eine Kündigung des Vertrags zwischen der Stadt und der Arbeitsgemeinschaft „Trierer Weihnachtsmarkt“ abstimmen. Offenbar rechnete sich Wirtschaftsdezernent Egger (parteilos) bis Mittwoch Chancen aus, für seine Vorlage eine Mehrheit zu finden. Doch 24 Stunden vor Beginn der Ratssitzung kündigte er überraschend an, den Tagesordnungspunkt vertagen zu wollen. Offizielle Begründung: Die Fraktionen hätten den Wunsch angemeldet, vor einer Abstimmung noch wichtige Fragen zu klären. Egger denkt offenbar über eine Übernahme des Geschäftsfelds Weihnachtsmarkt durch die Trier Tourismus und Marketing GmbH (TTM) nach.
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„Unser Leben ist nun einmal lebensgefährlich“

BaumAm 22. November vergangenen Jahres stürzte in der Trierer Altstadt eine Kastanie um. Hierbei wurden eine Frau tödlich und ein Mann schwer verletzt. Kürzlich verurteilte das Amtsgericht deshalb einen Baumprüfer der Stadt wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einer Geldstrafe. 2014 geht der Prozess in eine weitere Runde, der Verteidiger des Angeklagten hat Revision eingelegt. Manfred Weishaar, Vize-Chef des NABU in der Region Trier, warnt nun in einem Gastbeitrag für 16vor vor einer „gravierenden Verschlechterung des Stadtklimas“, sollten aus Unglück und Urteil die – seiner Meinung nach – falschen Lehren gezogen werden.
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War einmal ein Revoluzzer…

Zum Fürchten: Michael Ophelders als Robespierre. Foto: Marco Piecuch„Büchner-Hopping“ nennt man das wohl. Gerhard Weber inszeniert Georg Büchners „Dantons Tod“ und „Leonce und Lena“ im abendfüllenden Doppelpack. Das verlangt nicht nur Sitzfleisch und intakte Kniegelenke, sondern auch eine hohe geistige Flexibilität. Denn zwei so unterschiedliche Stücke in eines zu verpacken, garantiert einen spannenden Abend. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass der ständige Wechsel vom einen ins andere Stück zwar sehr anstrengend, aber auch äußerst abwechslungsreich ist. Möglich machen das eine Drehbühne und die grandiose Leistung der Protagonisten. Am vergangenen Samstag war Premiere.
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16vorfreude – Geschenktipps der Redaktion

Mit einem liebevoll verpackten Geschenk beginnt die Vorfreude. Foto: Rainer Sturm / pixelio.deDa wurden wie in den vergangenen Jahren die 16vor-Mitarbeiter gebeten, schöne Geschenktipps für Weihnachten abzugeben und was erhält man: Keine Empfehlungen für gute CDs, spannende oder lustige Bücher oder praktische Gutscheine. Nein, man bekommt Tipps für teure Taschen, Kommunistenkerzen, witzige Wandkalender und „Zeitgeschenke“ in verschiedenen Variationen. Das hat man davon, wenn man kreativen Menschen zu viel Freiraum lässt. Aber sehen Sie selbst.
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Der geniale Gagaist

Nach bereits zahlreichen Auftritten in der Europahalle, der Arena und dem Amphitheater sorgte Helge Schneider am Freitagabend erneut für beste Unterhaltung in Trier. Foto: Christian JörickeEs ist zwar wohl einer der anspruchsvollsten und anstrengendsten Jobs der Welt, aber bestimmt auch einer der lustigsten: Musiker bei Helge Schneider. Jemanden musikalisch zu begleiten, der oft selbst nicht weiß, was er als nächstes macht, ist eine Herausforderung, die enorme Konzentration, viel Können und eine große Improvisationsgabe verlangt. Die neue Band „Die Dorfschönheiten“, die aus Künstlern besteht, die Schneider schon lange kennt, meisterte diese Aufgabe am Freitagabend mit Bravour und trug so zu einem äußerst unterhaltsamen Konzert in der Arena bei.
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TBB kann schwachen Start nicht mehr wettmachen

Sowohl als Spieler als auch als Trainer konnte der Trainer der TBB Trier Henrik Rödl bei ALBA Berlin Erfolge feiern. Nach dem Gastspiel am Samstagabend waren er und sein Team jedoch weniger in Feierlaune. Einen schwachen Auftakt konnten die Trierer nicht mehr ausgleichen und unterlagen vor 8354 Zuschauern mit 72:87 recht deutlich. Dabei trafen fünf Spieler der Gäste zweistellig. „ALBA war die deutlich bessere Mannschaft heute und hat uns mit der richtigen Einstellung von Beginn an den Zahn gezogen“, bilanzierte Rödl. „Wir sind zu schnell einem Rückstand hinterhergelaufen, und wenn man in dieser Liga nicht von Anfang an bereit ist, wird es sehr schwer.“
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Trier – deine Künstler: Sebastian Unterrainer

Macht aus Tonkunst Gemälde: Sebastian Unterrainer. Foto: privatEin optischer Vorteil von Schallplatten ist die Größe. So kann man sich hübsche Plattencover auch zur Dekoration an die Wand hängen. Der Trierer Künstler Sebastian Unterrainer, bekannt für seine oft skurrilen und kafkaesken Szenarien in Zeichnungen und Malereien, geht mit seinem neusten Projekt einen Schritt weiter: Er macht aus Tonträgern Bildträger. Die Werkreihe „Voyage en vinyl“ zeigt Acrylzeichnungen auf alten, zerkratzten Vinyl-Schallplatten. Die Ausstellung ist noch bis Weihnachten in den Filialen des Ateliers Boesner in Trier und Perl zu sehen.
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„Der Punk in mir steuert mein ganzes Handeln“

Dirk Bernemann liest heute um 20 Uhr im "Kokolores" am Domfreihof. Foto: PromoDirk Bernemann ist sicher einer der interessantesten jungen Autoren in Deutschland. Seine Lust am Formulieren ist fast jedem seiner Sätze anzumerken. Seine fast schon schmerzhaft abgründigen Geschichtensammlungen „Ich hab die Unschuld kotzen sehen, 1 und 2“, die laut „Wikipedia“ verfilmt werden sollen, genießen Kultstatus. Heute um 20 Uhr liest der sympathische Dandy der deutschen Punk- und Pop-Literatur im „Kokolores“ am Domfreihof. Uwe Reinhard sprach mit dem 38-Jährigen über Missverständnisse in Trier, musikalische und literarische Nebenprojekte und dessen Verhältnis zur Sprache.
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