„Trier glich einem Heerlager“

trier_angriff2In diversen Medien wird bereits seit geraumer Zeit der Begriff des „Supergedenkjahrs“ 2014 herumgereicht. Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer, vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg. Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus, den man im Nachbarland bis heute „la Grande Guerre“ nennt und den der us-amerikanische Diplomat und Historiker George F. Kennan einmal als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete. Die Kriegshandlungen zwischen 1914 und 1918 trafen auch die frontnahe Garnisonsstadt Trier. Von hier aus starteten deutsche Soldaten in Richtung Luxemburg, um das Land einen Tag vor der Kriegserklärung an Frankreich zu besetzen. Wie auch im Rest des Kaiserreichs waren viele Menschen anfangs begeistert – und zahlten schließlich einen hohen Preis.
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Die 16vor-Worte des Jahres 2013

Ein OB tritt nicht mehr an, eine parteilose Unternehmerin will ihm nachfolgen. Vor dem Amtsgericht wird das tödliche Baumunglück verhandelt, ein Mitarbeiter der Stadt in erster Instanz verurteilt. Ein Gastwirt verweigert der NPD den Zutritt, ein Dezernent und ehemaliger Kreisvorsitzender erklärt seinen Parteiaustritt. In den zurückliegenden zwölf Monaten war wieder viel los in Trier, was sich auch in mehreren Hundert Beiträgen spiegelt, die auf 16vor erschienen. Viel wurde wieder geredet und manches gesagt, weshalb wir das Jahr 2013 in Zitaten Revue passieren lassen. Zu Wort kommen ein Flüchtling und ein Busfahrer ebenso wie ein Manager und ein Monsignore. Und natürlich fehlt auch die lokale Politprominenz nicht.
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Karl im Comic

Maier, Corinne & Simon, Anne: Marx. München, Knesebeck. 2013. 19,95 Euro.Es scheint fast unmöglich, das ereignisreiche Leben und umfassende Wirken von Karl Marx auf 64 gedruckte Seiten zu packen – vor allem dann, wenn dies zeichnerisch geschehen soll. Die Französinnen Corinne Maier und Anne Simon wagen mit der Graphic Novel „Marx“ (Knesebeck, 2013) trotzdem den Versuch. Das Ergebnis: eine Biographie mit Literaturexkurs im Schnelldurchlauf. Die Geburtsstadt des Philosophen und Gesellschaftstheoretikers nimmt in dem Werk leider nur eine kleine Rolle ein. Auch für das Nachwirken seines gedanklichen Erbes bleibt nur wenig Platz.
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Dem Lama folgen

Ein neues Trendgetränk erschaffen? Jan Klein ist der Erfinder von "Mari". Foto: Gianna NiewelDas „Ma“ steht für Mate, importiert aus Brasilien, „ri“ für Riesling von der Mosel. Hinzu kommt ein Schuss Holunderblütensirup, fertig ist „Mari“. Der Fertigcocktail hat das Zeug zum Trendgetränk – und zu mehr. Jan Klein, Jungwinzer aus Kröv an der Mosel, hat zusammen mit Studenten den Wein-Mix in der Flasche erfunden. In Hamburg, Dortmund oder Leipzig ist „Mari“ noch ein Geheimtipp auf der Getränkekarte, in Trier läuft der Absatz bereits gut.
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Spielzeug als Designobjekt

Wolfgang Ohlig alias VISEone mit einem noch unbearbeiteten "Platform Toy", hier ein sogenannter Munny. Foto: Marcel PingerWenige Künstler schaffen es, über die Grenzen ihrer jeweiligen Szene hinaus bekannt zu werden. „VISEone“ alias Wolfgang Ohlig ist dies gelungen. Seine Skulpturen und Designer Toys sind dabei alles andere als das, was in klassischen Galerien zu finden ist. Dennoch stellte der Trierer schon in New York aus und versteigerte vor kurzem auf einer prominent besuchten Spendengala sechs Einzelanfertigungen für mehrere Tausend Euro. Zudem betreibt der Spielzeugdesigner eine Agentur für Urban Art Consulting und ist Mitinhaber der Agentur Adams.
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TBB Trier beschenkt sich in Bonn selbst

Nur vier Tage nach der Heimniederlage gegen Bayern München zeigte die TBB Trier die richtige Reaktion. Am Donnerstagabend lieferte die Mannschaft von Cheftrainer Henrik Rödl eine starke Leistung ab und triumphierte beim Weihnachtsderby in Bonn mit 66:86. „Heute Abend dürfen wir auch mal sagen: Das war gut“, gab sich Rödl nach dem Spiel rundum zufrieden. Herausragend war neben der gesamten Mannschaftsleistung Andreas Seiferth mit seinen 27 Punkten und 13 Rebounds.
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16 VOR wünscht schöne Weihnachten

Das konnte sich sehen lassen!

20130914illuminale2103004Journalisten sind von Natur aus skeptische Menschen, Missstände aufdecken ist ihr Metier. Deshalb neigen viele von ihnen auch zum Dramatisieren, finden sich in ihren Reihen nicht wenige Berufszyniker. In Trier läuft manches nicht rund und einiges schief, weshalb es auch 2013 wieder einiges zu kritisieren gab. Dabei gerät aber schon mal in den Hintergrund, dass in den zurückliegenden Monaten einiges nicht schlecht und manches richtig gut gelang. Selten zuvor erlebte der Radverkehr einen vergleichbaren Rückenwind; in Feyen und Trier-West entstehen neue Stadtquartiere, gemeinschaftliche Wohnanlagen nehmen Gestalt an; die „Illuminale“ machte Trier zumindest für einen Abend zur „Stadt am Fluss“, Hörls Marx-Männchen-Installation und die „Elephant Parade“ sorgten bundesweit für Aufsehen.
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Heimserie gegen Bayern München gerissen

Andreas Seiferth zeigte ein starkes Spiel gegen Bayern München. Foto: ThewaltTrotz intensiver Energieleistung der TBB Trier konnten die Gäste von Bayern München am Sonntagabend einen verdienten, aber bis zuletzt umkämpften 76:69-Saisonsieg feiern. Die Zuschauer in der ausverkauften Arena zeigten sich zufrieden während und nach dem Spiel. Dennoch trauerte TBB-Trainer Henrik Rödl einer verpassten Chance hinterher. Ein dritter Heimsieg gegen die Bayern war zum Greifen nahe. 
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Ein außergewöhnliches Team

Harmonisches Autorenduo: Moni und Simon Reinsch. Foto: privatDer Titel des vor wenigen Monaten im Emons Verlag erschienenen Kriminalromans „Tief im Hochwald“ entbehrt bereits nicht einer gewissen Originalität und hebt sich damit schon von vielen anderen Regionalkrimis ab. Beim Blick auf das Cover stellt man zudem überraschend fest, dass zwei Autoren an dem Werk beteiligt waren: Moni und Simon Reinsch. Die Namensgleichheit ist kein Zufall, hier schrieben gemeinsam Mutter und Sohn. Wohlüberlegte Arbeitsaufteilung, Disziplin und gegenseitige Rücksichtnahme verhalfen dem familieninternen Projekt zur erfolgreichen Fertigstellung.
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