Trierer AIDS-Hilfe startet Sprechstunde für Freier

Freier und Prostituierte - wie hier auf dem Straßenstrich in der Ruwerer Straße - setzen immer häufiger durch ungeschützten Sex ihre Gesundheit aufs Spiel. Foto: Christian JörickeDie andauernden Diskussionen über Straßenstriche und „Flatrate-Bordelle“ machen deutlich, dass die sichtbare Prostitution in Trier in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Dagegen wird meist nicht beachtet, dass gerade Angebote von ungeschütztem Geschlechtsverkehr ebenso zunehmen– und damit die Infektionsgefahr für Prostituierte und Freier drastisch steigt. Zu diesem Schluss kommt Diplom-Psychologe Bernd Geller vom Beraterteam der Trierer AIDS-Hilfe. So sei die Nachfrage nach Beratungsangeboten für Freier seit letztem Jahr deutlich gestiegen. Am Montag stellte er ein neues Konzept vor, um vor allem die „Kunden“ des vermeintlich ältesten Gewerbes der Welt stärker anzusprechen und aufzuklären. Diese trügen durch ihr Verhalten erheblich zur erhöhten Ansteckungsgefahr bei, warnt Geller.
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„Der Bahnhof Trier ist ebenso wichtig wie andere“

HauptbahnhofFrontEnde 2014 wird die DB AG die Stadt Trier vom Fernverkehr abkoppeln. OB Klaus Jensen bezeichnete den Umgang des bundeseigenen Konzerns mit der Moselstadt jetzt gegenüber 16vor als ein „fortwährendes Ärgernis“ und kündigt weiteren Widerstand an. Doch wie wenig man sich in der DB-Führungsetage von Protesten aus Trier beeindrucken lässt, zeigt ein kleiner Rundgang über den Hauptbahnhof. Der präsentiert sich nach wie vor in bescheidenem Zustand, trotz anderslautender Ankündigungen wurde seit Jahren nicht mehr viel investiert. Behinderte Bahnreisende sollen die sanitären Anlagen im benachbarten Alleencenter aufsuchen, der Bahnsteig 12/13 Süd ist seit Wochen eingezäunt. Immerhin: Im kommenden Jahr sollen Teile des Hausbahnsteigs neu überdacht werden. Weitere Entscheidungen lassen derweil auf sich warten.
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Brighache will flanken – und trifft zum Sieg

Eintracht Trier feierte am Samstagnachmittag in der Pfullendorer Geberit-Arena seinen zweiten Saisonsieg. Die Gäste kamen zu einem 3:2-Auswärtserfolg, den Abwehrspieler Fouad Brighache in der 76. Minute mit einer „abgerutschten“ Flanke sicherte. „Ich wollte flanken, denn ich hatte in der Mitte zwei freie Leute gesehen. Der Ball wurde immer länger und fiel schließlich hinten rein“, beschreibt der Außenverteidiger sein Tor. „Wir wussten, dass Pfullendorf zu Hause nicht zu unterschätzen ist und dass wir trotz der zwei Führungstreffer noch nicht durch waren. Und so war es dann auch echt ein schweres Stück Arbeit.“
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„Ich bin ein Macher, der den Dialog sucht!“

Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen lässt noch offen, ob er wieder antritt. Foto: Marcus StölbMit dem Ende der Sommerferien startet die Trierer Kommunalpolitik in das letzte Jahr der laufenden Wahlperiode. 2014 steht zudem die nächste OB-Wahl an. Im Gespräch mit 16vor-Redaktionsleiter Marcus Stölb äußert sich Amtsinhaber Klaus Jensen (SPD) zur ECE-Debatte und wehrt sich gegen Vorwürfe aus den Reihen der Grünen, er betreibe Politik „in bester Schröer-Manier“. Jensen verteidigt seine bisherige Bilanz, übt scharfe Kritik an Bundesverkehrsminister Ramsauer und der Deutschen Bahn und kündigt an, sich in den kommenden Monaten vor allem um die Wohnungspolitik kümmern zu wollen. 2014 werde mit dem Ausbau der Loebstraße begonnen, auch sei man weiterhin entschlossen, das Projekt Fahrradstation umzusetzen. Er wisse, dass man ihm das Image des Moderators anhängen wolle, so Jensen, doch sehe er sich als Macher, der vor seinen Entscheidungen einen intensiven Dialog führe.
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„So, wie es sich bereits abgezeichnet hatte“

Neß, Carsten: Kein Tod wie der andere. Emons, Köln. 2013Der Autor Carsten Neß, der im Jahr 2011 mit seinem Erstlingswerk „Tod im Moseltal“ den Krimiwettbewerb des Trierischen Volksfreunds und des Emons Verlages gewann, verlegt in seinem zweitem Roman „Kein Tod wie der andere“ den Tatort der Todesfälle in die abgeschiedene Südeifel und stellt Verbindungen zwischen Luxemburg zum Bitburger Flughafenprojekt sowie zu Biowaffenforschungen her. Was als mysteriöser Plot um die Familie Altmüller beginnt, verliert sich zunehmend in langatmiger Ermittlungsarbeit, die durch Zufälle zu einem wenig überraschenden Abschluss kommt. Dafür spiegelt der Krimi treffend das Lokalkolorit der Region wider.
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„Unfug“, „Augenwischerei“, „Unsozial“

PkwMautEr werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem nicht auch die Einführung einer Pkw-Maut stehe, kündigte der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kürzlich an. Bei der Bundestagswahl am 22. September steht die CSU im Wahlkreis Trier bekanntlich nicht zur Wahl, doch sollte es eine Neuauflage von Schwarz-Gelb, einer Großen Koalition oder gar Schwarz-Grün kommen, stünden die Chancen für Seehofers Forderung schlecht. Die Trierer Direktkandidaten von CDU und FDP jedenfalls erteilen einer Pkw-Maut eine Abfuhr, die SPD-Bewerberin hält Seehofers Vorstoß für „Augenwischerei“, und auch bei den Kandidatinnen von Grünen („xenophober Vorstoß“) und Linke („unsozial“) hält sich die Begeisterung für dieses Instrument in Grenzen, wie die Statements in unserer „16vor-Wahl“-Reihe zeigen.
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„Wir haben auch Ikea-Messer in der Küche“

Simon Christoffel bei der Arbeit in seiner Goldschmiede in der Karl-Marx-Straße. Foto: Malte LegenhausenIn der ältesten Stadt Deutschlands kommen in der Karl-Marx-Straße zwei der ältesten Berufe zusammen. Da sind Frauen, die ihren Körper für Geld anbieten, und dort arbeitet ein Mann, der Frauen glücklich macht. Simon Christoffel ist Goldschmied. In seiner Werkstatt fertigt er aber auch andere Schmuckstücke, die überwiegend Männerherzen höherschlagen lassen. Christoffel besitzt noch die Gabe, ein aus der Zeit gefallenes Handwerk auszuüben: Er stellt Messer her.
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