„Ungeteilt gut geht es mir nicht!“

OB Klaus Jensen am Nachmittag vor dem Hauptbahnhof. Egal wohin die Reise ab dem April 2015 hingeht, für ihn wird sie nicht ins Rathaus führen. Foto: Marcus StölbEr habe mit sich „gerungen“, doch nun sei er in der Entscheidung klar: Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) hat am Montag erklärt, im kommenden Jahr nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren. Jensens Entschluss kommt einigermaßen überraschend, doch innerhalb seiner Partei war man nicht völlig unvorbereitet auf diesen Moment: Noch während sich der OB den Medienvertretern erklärte, lud die SPD für Dienstag zu einer Pressekonferenz ein. Offenbar wollen die Sozialdemokraten mit Wolfram Leibe, dem früheren Chef der Bundesagentur für Arbeit in Trier antreten. Jensen steht seit dem April 2007 an der Spitze der Stadt, seine reguläre Amtszeit endet am 31. März 2015. Bis dahin wolle er seine Aufgabe „weiterhin mit ganzer Kraft ausfüllen“.
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Beim Barte des Philosophen

Sein Bart war mehr als nur ein Markenzeichen: Die Gesichtsbehaarung von Karl Marx lässt so manchen Mann vor Neid erblassen. Quelle: Emil Dreyer: Porträt Karl Marx, um 1900-1920, Stadtmuseum Simeonstift.Wenn 16vor-Mitarbeiter Michael Juchmes in den Spiegel blickt, sieht er vor allem eines: Haare. Zumindest in der unteren Gesichtshälfte. Er trägt seit Jahren Vollbart und liegt damit unbewusst voll im Trend – einem Trend, der im Grunde längst überholt ist. Eine hervorragende Voraussetzung also, um sich in der Kolumne „In Trier“ einmal genauer mit verschiedenen Bartträgertypen und berühmten Trierer Bartträgern zu beschäftigen.
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Wieder Leben im Casino

Sie bringen wieder Leben ins Casino: Stefan Stanisavac und Oliver Möller von Schneider Promotion. Foto: Christian JörickeDie schönste Bühne Triers wird wieder bespielt werden – wenn auch voraussichtlich nur für kurze Zeit. Die Schneider Promotion und Transport GmbH, die acht Jahre lang den Messepark betrieben hat, mietet das ehemalige Militärkasino am Kornmarkt für ein paar Monate an. Lokale und überregional bekannte Künstler sollen dort auftreten. Die ersten Veranstaltungen stehen schon fest.
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18 Punkte Vorsprung reichen der TBB nicht

Jermaine Anderson war mit 23 Punkten bester Werfer der TBB Trier. Foto: ThewaltTrotz drei dominanter Viertel stand am Ende die sechste Niederlage der Saison für Trier fest. Mit bis zu 18 Punkten lag die TBB am Samstagabend in der Arena gegen Phoenix Hagen in Front und verlor trotzdem mit 82:88. Bester Werfer auf Seiten der Trierer war der 30-jährige Jermaine Anderson mit 23 Punkten. „Das ist eine bittere Niederlage für uns“, bilanzierte Cheftrainer Henrik Rödl nach dem Spiel. 
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Vom Sperrmüll ins Museum

Max Lazarus: Blick auf Trier, 1928, Tempera auf Karton. Ankauf 2008Zu den vorrangigen Aufgaben eines Museums gehören: Sammeln, Bewahren und Ausstellen. Tatsächlich bekommt der Besucher aber nur einen Bruchteil der Kunstwerke zu sehen. Die meisten liegen verborgen im Depot, wo sie unter optimalen Luft- und Temperaturbedingen für die Nachwelt konserviert werden. Das Stadtmuseum öffnete jetzt seine Schatzkammer und zeigt seit Donnerstag in „Gesammelt und gesichtet. Ausgewählte Neuzugänge im Museum“ siebzig Werke, die der Öffentlichkeit sonst vorenthalten sind. Dazu gehören Gemälde, Grafiken, Textilien und Kunsthandwerk, die als Schenkungen und Ankäufe in den vergangenen fünfzehn Jahren Teil der Sammlung wurden. Darauf liegt auch der Fokus der Ausstellung: Neben jedem Exponat gibt eine Infotafel Auskunft über dessen Weg ins Museum.
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Von Rocky lernen

Franziska Wollscheid auf der Bühne... Foto: privatEr ist erst die Dampflok Rusty in „Starlight Express“, dann wird er „Im Schuh des Manitu“ am Marterpfahl gefesselt. Sie fordert als Prostituierte vollmundig „Schafft die Männer ran“, um wenig später im Nonnenkostüm zu singen: David Steines und Franziska Wollscheid sind gemeinsam mit elf weiteren Jugendlichen „Musical Project“. Für ihren bisher größten Auftritt haben die Nachwuchssänger aus der Region wochenlang Texte gelernt, Kostüme ausgesucht und Requisiten gebastelt. Am 23. November treten sie in der Europahalle auf.
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„Wir brauchen qualifizierte Kräfte“

In den Fünfzigern, so heißt es, habe der Automobilhersteller Ford in Trier ein Werk errichten wollen. Tatsächlich oder vermeintlich Eingeweihte erzählen, das Vorhaben sei an der damaligen Stadtspitze gescheitert. Fakt ist: Ford produziert heute in Saarlouis, und Trier wird vor allem als Behörden- und Handelsstadt wahrgenommen, weil größere Industriebetriebe rar gesät sind. Unterschätzen dürfe man diesen Sektor dennoch nicht, warnten am Mittwoch Vertreter der Industrie- und Handelskammer. Schließlich arbeiten innerhalb der Stadtgrenzen in fast 60 Industriebetrieben mehr als 6.500 Menschen. Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin mahnte die IHK-Spitze SPD und Union, die Interessen der Unternehmer nicht aus dem Blick zu verlieren. Die fürchten sich laut einer Umfrage der Kammer vor allem vor weiter steigenden Energiekosten und einer Verschärfung des Fachkräftemangels. 
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„Endlich Nägel mit Köpfen“

In einem gemeinsamen Antrag fast aller Fraktionen wird der Stadtrat aufgefordert, unter anderem den Erhalt des Drei-Sparten-Hauses zu beschließen. Foto: Christian JörickeSo viel Einigkeit bei einem wichtigen Thema herrscht selten unter den Trierer Stadtratsfraktionen. CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FWG und Die Linke verfassten einen gemeinsamen Antrag, den sie gestern Abend im Kulturausschuss vorstellten und der nächste Woche im Rat beschlossen werden soll. Dazu gehört als erster Punkt der Erhalt des Ensembletheaters. Die Mehrheit der Fraktionen will unter allen Bedingungen an einem Drei-Sparten-Haus festhalten. Auch die FDP wäre für dessen Fortbestand, sieht aber „aktuell kein seriöses Finanzierungskonzept“. Das Fraktionsbündnis setzt auf effizientere Strukturen sowie die Unterstützung des Landes und der Landkreise.
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Elefanten brachten Trier zum Strahlen

Die kleinen Elefantenrohlinge zum Selbstbemalen erfreuten sich großer Beliebtheit. Der sechsjährige Yoad aus Tarforst verpasste seinem Modell einen grünen Anstrich, dessen Schwester Rosi ließ sich von der Buchreihe "Gregs Tagebuch" inspirieren. Foto: Marcus StölbÜber eine Million Menschen haben während der dreimonatigen, deutsch-luxemburgischen „Elephant Parade“ vom 19. Juli bis 18. Oktober Trier besucht. Nicht wenige davon sind mit Schnappschüssen von den Elefanten wieder nach Hause gefahren. Und mit einem positiven Eindruck davon. Auch unter Trierern ist es schwierig, jemanden zu finden, der etwas an der Freiluft-Ausstellung auszusetzen hat. Bürger, Besucher, Händler, Politiker und Veranstalter – alle sind glücklich mit der Aktion, die eine gute Werbung für die Stadt war und von der auch Elefanten in Asien profitieren.
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