„Wir wollen eine Bewegung anstoßen“

Petra Moske zeichnet Sandra Leidner von der "Genussgesellschaft" als erste "Moverin" aus. Foto: Malte Legenhausen„Wir leben in einer schnelllebigen Gesellschaft, in der niemand mehr richtig Zeit hat“, findet Petra Moske, Gründerin und Vorsitzende von Nestwärme e.V. Damit wir uns wieder Zeit nehmen, auf andere zu achten, hat sie sich unter anderem mit Reinhold Spitzley, Leiter von Palais e.V., ein Projekt überlegt: den „Move Award – für Menschen, die bewegen“ – „Move“ für Bewegung und bewegende Geschichten. Am 14. September sollen in der Europäischen Rechtsakademie Trier Menschen, die mit Respekt und Wertschätzung anderen gegenüber durchs Leben gehen, mit dem „Move Award“ geehrt werden. Dazu ist nun die Öffentlichkeit aufgerufen, Vorschläge abzugeben, wer einen solchen Preis verdient hätte. Am Montagmittag gaben die beiden Initiatoren im Café „Genussgesellschaft“ den Startschuss zu ihrem Projekt.


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„Ich befinde mich in einer Abwehrschlacht“

DamianoQuintoABBA, Bullerbü, IKEA – Schweden und die Schweden genießen hierzulande große Sympathien. Vom positiven Image des skandinavischen Königreichs profitierte lange Zeit auch Hennes & Mauritz. Als die Modekette 1999 ins runderneuerte Palais Walderdorff einzog, war bei vielen Moselstädtern die Freude groß. Nun sorgt H&M in Trier bundesweit für Schlagzeilen: Das Unternehmen will seinen Betriebsratschef vor die Tür setzen, inzwischen liegt das vierte Kündigungsbegehren vor. Mit diesem wird sich schon bald das Arbeitsgericht befassen. Ein Teil der Belegschaft geht auf die Straße und gewährt Einblicke in ein Unternehmen, in dem sich alle duzen, einige kuschen und manche mutig für Kollegen einstehen. Gegenüber 16vor verteidigt das H&M sein Vorgehen: „Wir müssen unsere Filialstandorte und deren Belegschaft vor wirtschaftlichem Schaden schützen, der durch solche oder ähnlich gelagerte Fälle ausgelöst wird“, erklärte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage.  
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Vom Opern-Schwank zur Reality-Oper

Hans (Carlos Aguirre) versteht seine Marie (Joana Caspar) nicht nur stimmlich zu betören. Foto: Marco Piecuch/Theater TrierMit der Komischen Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana feierte die letzte Musiktheaterproduktion vor der Sommerpause am vergangenen Samstag im Großen Haus des Theaters Trier Premiere. Gefeiert wurde auch der lokal allgegenwärtige Gerstensaftproduzent und Theatersponsor aus dem nahen Bitburg, doch dieses Mal nicht mit dem obligatorischen Stand im Foyer, sondern gleich mit einem Ausschankwagen auf der Bühne. Doch damit noch nicht genug, auch Smetana huldigt musikalisch in einer Dorffestszene seiner Oper dem holden Gebräu – dezenter hat man Sponsorenwerbung selten erlebt!
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„Da bin ich unglaublich stolz auf diese Stadt“

AufmacherInternationalesFestFast 8.200 Ausländer leben in Trier. Das seien mehr, als bislang angenommen, so die Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration, Maria Duran Kremer, mit Blick auf die Ergebnisse des „Zensus 2011“. Am Sonntag feierten Tausende Ausländer und Deutsche auf dem Viehmarkt gemeinsam das „Internationale Fest“. Ministerpräsidentin Malu Dreyer kündigte an, die Landesregierung werde sich weiter für die Einführung der doppelten Staatsangehörigkeit einsetzen. OB Klaus Jensen nannte es „einen Skandal“, dass Menschen aus Nicht-EU-Ländern das kommunale Wahlrecht vorenthalten wird. Die politischen Botschaften kamen an, doch mehr noch waren die weitaus meisten Besucher wegen des kulinarischen und kulturellen Angebots gekommen.
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CDU startet Straßen-Kampagne

CDUMoselaufstiegKampagneGeht es nach der Landesregierung, werden Moselaufstieg und Nordumfahrung nicht zum Bundesverkehrswegeplan 2015-2025 angemeldet. So vereinbarten es die Koalitionsfraktionen. Allen voran die in Berlin regierende und in Mainz opponierende CDU will diese Entscheidung nicht hinnehmen. Deshalb geht die Partei nun auf die Straße und sammelt Unterschriften. Bei der Präsentation der Kampagne „Die Region braucht Anschluss“ sparten die lokalen Größen der Union am Freitag nicht mit markigen Worten, sprachen von „Skandal“ und „Hinterzimmer-Politik“. Triers CDU-Chef Bernhard Kaster ist überzeugt: „Die SPD weiß es besser“, lasse sich aber von der „Volksbelehrungspartei“ B90/Die Grünen vorführen. Landrat Günther Schartz brachte die Möglichkeit ins Spiel, Berlin könne notfalls Bundeszwang anwenden, um den Moselaufstieg zu realisieren. Ein solches Vorgehen wäre allerdings ein Novum, weshalb ohne einen neuerlichen Kurswechsel auf Landesebene beide Projekte auf der Strecke bleiben dürften.
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Trier größer als gedacht

Blick auf die viertgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz, die laut den Ergebnissen des "Zensus 2011" nicht um ihren Großstadtstatus fürchten muss. Archiv-Foto: Marcus StölbTrier hat seinen Status als Großstadt gefestigt – zumindest wenn man der amtlichen Statistik folgt. Am Freitag wurden bundesweit die Ergebnisse des „Zensus 2011“ präsentiert, und die ergaben unter anderem: Während in Deutschland zum Stichtag 9. Mai 2011 insgesamt deutlich weniger Menschen als erwartet lebten, zählte die Moselstadt fast 1.000 Einwohner mehr, als es laut Melderegister hätten sein dürfen. Trier hat sich damit hinter Mainz, Ludwigshafen und Koblenz als viertgrößte kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz behaupten können, derweil Kaiserslautern inzwischen weit unter der 100.000er-Marke liegt. Rund 18 Prozent der in Trier lebenden Menschen waren 65 Jahre und älter, jeder zweite ist ledig. Ein weiteres Ergebnis: Mehr als 2.000 Wohnungen im Stadtgebiet stehen derzeit leer. 
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„Dann gehen die Eltern auf die Barrikaden“

Vor allem der Tunnel Richtung Wasserweg bereitet vielen Eltern Kürenzer Grundschulkinder Bauchschmerzen. Die Stadt sagt, der Weg ist zumutbar und mitnichten gefährlich. Foto: Marcus StölbVor 185 Jahren gegründet, sind die Tage der Grundschule Kürenz gezählt. Im Rahmen des Schulentwicklungskonzepts soll die Schule  aufgegeben werden, und um ein „Sterben auf Raten“ zu vermeiden, boten Eltern und Lehrer an, schon zum kommenden Schuljahr komplett nach Ambrosius umzuziehen. Zur Bedingung machten sie, dass im Gegenzug allmorgendlich ein Schulbus die Kinder nach Trier-Nord bringt. Das Anliegen wird vom Ortsbeirat und vier Ratsfraktionen unterstützt, doch die Stadtspitze weist die Forderung zurück; der Schulweg nach Ambrosius sei zumutbar mitnichten gefährlich. Zudem drohten Konflikte, weil Kürenzer Kinder, die zum Schuljahr 2014/15 in Ambrosius angemeldet würden, den Bus dann nicht nutzen dürften. Eltern und Schulleitung sind verärgert, auch weil Bürgermeisterin Birk vor dem Stadtrat den Eindruck erweckte, sie könnten auch mit einem Kompromiss zufrieden sein.
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Gut für die Stimmung, gut für die Kasse

Feiern mit den Fans: Eintracht Trier hat zum zwölften Mal den Rheinland-Pokal gewonnen. Foto: Christian JörickeTorge Hollmann hat sich wohl ein Kreuzband gerissen, Geburtstagskind Alon Abelski erzielte zwei Treffer, wofür ihn die anwesenden Journalisten zum „Mann des Spiels“ wählten, und Andreas Lengsfeld zog sich beim Feiern eine tiefe Schnittverletzung am Arm zu und musste ins Krankenhaus – es war ein ereignisreicher Abend. Mit 4:0 besiegte Eintracht Trier gestern den klassentieferen FSV Salmrohr und gewann damit zum zwölften Mal den Rheinland-Pokal. Damit ist der SVE für die erste Runde im DFB-Pokal qualifiziert. Als Gegner wünschen sich Trainer Roland Seitz und Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi den FC Bayern München. „Pep Guardiola in Trier – das wäre doch mal was!“
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