„Bekennen Sie sich zu diesem Theater!“

Intendant Gerhard Weber überreicht Kulturdezernent Thomas Egger über 42.000 Unterschriften für den Erhalt des Ensemble-Theaters. Foto: Christian JörickeDas Philharmonische Orchester der Stadt Trier spielte heute Morgen vor dem Rathaus. Es war kein Festkonzert, sondern die Ouvertüre zu einer weiteren Protestaktion des Trierer Theaters gegen mögliche Spartenstreichungen. Intendant Gerhard Weber übergab dem Kulturdezernenten Thomas Egger vier Pakete mit Unterschriftenlisten für den Erhalt des Ensemble-Theaters. Über 42.000 Menschen beteiligten sich in den vergangenen acht Wochen an der Aktion. „Ein klares Votum für den Fortbestand des Drei-Sparten-Hauses“, befand der Theaterchef. Egger versicherte, dies in die weiteren Diskussionen miteinzubringen.
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„Wir wollen nicht in Wohnghettos leben!“

BehindertenbeiratKleinDass bezahlbarer Wohnraum in Trier knapp ist, ist allgemein bekannt. Obgleich alle gesellschaftlichen Gruppen davon betroffen sind, wird es besonders schwierig für jene, die aufgrund ihrer Lebensumstände speziellere Ansprüche haben. So haben Menschen, die auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sind, in der Moselstadt einen besonders schweren Stand. Manche der Betroffenen leben deshalb unter unzumutbaren Bedingungen und können mitunter kaum ihre eigenen vier Wände verlassen, weil hierfür jemand sie die Treppe hinunter tragen müsste. Der Behindertenbeirat der Stadt stellte jetzt die ernüchternden Ergebnisse einer Umfrage unter Trierer Wohnungsgesellschaften vor. Das Fazit: Es fehlt an allen Ecken und Enden an bezahlbaren barrierefreien Bleiben. Der Beirat sieht Investoren und Politik nun gleichermaßen in der Pflicht und beklagt ein offenkundiges Interesse privater Wohnungsbaugesellschaften an dem Thema. 
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Der erste Schritt zu Kulturleitlinien

Noch steckt die Diskussion um Kulturleitlinien für Trier in den Anfängen - wie die Stichwortauswahl auf der Flipchart zeigt. Foto: Christian JörickeWirtschafts- und Kulturdezernent Thomas Egger lud am Dienstagabend Kulturschaffende und Bürger in die Volkshochschule ein, um über die Erstellung von Kulturleitlinien für die Stadt Trier zu diskutieren. Am Ende des Jahres soll aus diesem Beteiligungsverfahren ein Strukturpapier hervorgehen, das unter anderem die Förderpolitik für die nächste Dekade festlegt. „Bei der ersten Runde kommt es mir im Gespräch mit den Kulturakteuren und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor allem darauf an, wie wir den weiteren Diskussionsprozess gestalten und organisieren“, sagte Egger im Vorfeld. Viel weiter kam man auch nicht. In den kommenden Wochen sollen vor allem die unterschiedlichen Positionen zusammengefasst und die Vernetzung von Kulturschaffenden und -interessierten ausgebaut werden. 
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Strafbefehl nach tödlichem Baumunglück

Tragisches Unglück: ein Mensch wurde von einem umstürzenden Baum in der Trierer Altstadt erschlagen. Foto: Marcus StölbMehr als sieben Monate nach dem folgenschweren Baumunglück in der Rautenstrauchstraße, bei dem im November eine Passantin getötet und ein weiterer Fußgänger schwer verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehl gegen einen 53 Jahre alten Angestellten der Stadt beantragt. Der Mann sei „hinreichend verdächtig, für den Unfall strafrechtlich verantwortlich zu sein“, teilte die Behörde heute mit. Ausschlaggebend für diese Einschätzung war offenbar die Aussage eines Mitarbeiters des Grünflächenamtes, der bereits Monate vor dem Unglück auf den schlechten Zustand der Kastanie hingewiesen haben soll. Nach einer visuellen Kontrolle wäre eine „unverzügliche Kontrolle“ des Baumes notwendig gewesen, so die Staatsanwaltschaft, diese sei aber unterblieben. Damit widerspricht die Behörde der bisherigen Darstellung der Verwaltungsspitze: Die hatte erklärt, dass man bei einer routinemäßigen Untersuchung am 1. Oktober 2012 „keinen akuten Handlungsbedarf“ gesehen habe.  
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Studenten verklagen Trierer Uni

Wird an der Universität Trier ein neuer dualer Studiengang „Pflegewissenschaft – Klinische Pflege“ eingerichtet? Der Hochschulrat unterstützt das Vorhaben, und auch im Senat der Hochschule fand sich eine Mehrheit für das geplante Angebot, für das es nach Auffassung von Professor Michael Jäckel einen großen Bedarf gibt: „Die Berufspraxis wartet auf solche Qualifikationen“, ist der Universitätspräsident überzeugt. Die studentischen Vertreter im Senat warnen jedoch vor den Folgen des neuen Angebots für andere Fächer. Als kürzlich bekannt wurde, dass im nahen Bernkastel-Kues eine Hochschule gegründet werden soll, die ebenfalls das Fach Pflegewissenschaft anbieten will, sahen sie sich in ihrer Skepsis mehr denn je bestätigt – und legten ein „aufschiebendes Statusgruppenveto“ ein. Das lehnte Jäckel aber ab, weshalb die studentischen Senatsmitglieder nun Klage einreichten.
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Wer nicht hören kann, kann lesen

Zwei Schriftdolmetscherinnen dolmetschen einen Vortrag der Jubiläumsveranstaltung des Hörbiz. Während Annegret Bepler mit Blickkontakt zu dem Referenten dessen Worte mit Satzzeichen und Absätzen und weiteren Informationen in eine Mikrofonmaske spricht, korrigiert Birgit Nofftz den Text, der für alle sichtbar auf eine Leinwand übertragen wird. Foto: Bettina LeuchtenbergIn der Kommunikation kommt es darauf an, sein Gegenüber mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Ist der Gehörsinn eines Gesprächspartners jedoch beeinträchtigt oder gar nicht mehr vorhanden, gelten andere Regeln für den erfolgreichen Austausch. In Situationen, in denen es ganz genau auf das einzelne Wort ankommt – wie beispielsweise bei Arztbesuchen, vor Gericht, in der Ausbildung oder bei Prüfungen – helfen Schriftdolmetscher weiter.
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Glückwünsche von einem Weltstar

Konstantin Cucka hat seine Ziele klar vor Augen: Die Nummer eins der Welt zu werden und mindestens einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Foto: Jörn PelzerKonstantin Cucka hat Großes vor: Er will die Nummer eins der Welt werden. Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht. Im Mai setzte sich der Nachwuchstennisspieler des TC Kenn an die Spitze der deutschen Club-Rangliste – und das mit gerade einmal 10 Jahren. Zu seinem außergewöhnlichen Erfolg gratulierte sogar ein Tennisstar. In der Serie “Auf dem Sprung nach oben – Talente aus Trier” stellt 16vor-Mitarbeiter Jörn Pelzer regelmäßig vielversprechende Trierer Nachwuchssportler vor.
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„Immens wichtige Stellen“

Sie werden gebraucht, aber wer soll sie bezahlen? Diese Frage beschäftigte jetzt auch den Stadtrat. Es geht um Triers Schulsozialarbeiter, die teilweise vor einer ungewissen Zukunft stehen. Sie haben ein großes Aufgabenspektrum, das mit gezielten Beratungsangeboten von Lehrern, Schülern und Eltern beginnt und über Kriseninterventionen und Kooperation mit dem Jugendamt bis zur Vermittlung von weitergehender Fachberatung reicht. Häufig stehen die betroffenen Schüler und Eltern vor Problemen, die man sich aus einer finanziell relativ gesicherten Lebensposition heraus kaum vorstellen kann. Aus Sicht vieler Bildungspolitiker sind die Beratungsangebote mittlerweile unverzichtbar.
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