Kultur statt Kürbisse

Alexandra Orth referiert im Stadtmuseum zum Thema "Der Teufel als Gegenkonzept". Foto: Luise GlauertHalloween erfreut sich seit längerer Zeit in Deutschland wachsender Beliebtheit. Als „All Hallows Eve“ (Aller Heiligen Abend) schwappte die Welle aus Kürbisköpfen und Horrorfilmen in den 90er Jahren aus den USA zu uns. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung traten die Ursprünge des Feiertags Allerheiligen jedoch in den Hintergrund. Die „Nacht der Heiligen“ versuchte auf abwechslungsreiche Weise, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und über Bräuche und historische Ursprünge aufzuklären. Wer am Donnerstagabend auf Kürbisse und Kunstblut verzichtete und sich stattdessen auf die Premiere dieser Veranstaltung einließ, wurde nicht enttäuscht. Die drei großen Trierer Museen boten mit Führungen, Vorträgen und Unterhaltungsangeboten für Kinder und Erwachsene ein vielfältiges Programm.
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Drama in mehreren Akten

Matthias Cuntz wurde nach einer guten Stunde vom Platz gestellt. Zuvor sah bereits Marco Quotschalla die Rote Karte. Foto: Jörn PelzerWas für ein Abend für Eintracht Trier: Die Mannschaft von Trainer Roland Seitz kämpfte sich vor über 6000 Zuschauern bei Kickers Offenbach zu einem 1:1 – und das nach zwei Roten Karten und einem Rückstand. Sie bleibt damit im 14. Regionalligaspiel in Folge ungeschlagen und mindestens für eine Nacht weiter an der Tabellenspitze. Die Platzverweise werden Seitz jedoch Personalprobleme bereiten.
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„Was ist mit meiner Erfahrung?“

VerwaltungsgerichtSollten Menschen ohne Abitur studieren dürfen? Durchaus, entschied der Gesetzgeber und schuf mit einer speziellen Verordnung  die entsprechenden Grundlagen. So zählt die Universität Trier aktuell immerhin rund 50 Studenten, die ohne „Hochschulreife“ ein Studium aufnehmen durften. Auch Christoph M. hätte gerne in Trier studiert, einen Bachelor in Erziehungswissenschaften wollte er machen. Hierfür qualifizierten ihn vor allem seine vierjährige Elternzeit und die Erfahrungen, die er mit seinen beiden Kindern sammeln konnte, argumentiert er. Doch die Universität verweigerte dem 39-Jährigen den von ihm begehrten Studienplatz, woraufhin M. das Verwaltungsgericht anrief. Das muss den Fall nun juristisch klären, doch für den Kläger geht es jenseits von Gesetzestexten und deren Auslegung auch um die Frage, welchen Wert praktische Erfahrungen und Lernwillen bei der Zulassung zu einer Hochschule haben.
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Wieder Kirmes um Trierer Kirmes

AllerheiligenmesseDie Trierer Allerheiligenmesse hat ihren Namen vom Festtag Allerheiligen. Der zählt laut Landesgesetz zu den sogenannten stillen Feiertagen. Weil dem so ist, soll an diesem Freitag zwischen 13 und 20 Uhr auch auf dem Viehmarktplatz Ruhe einkehren. So verlangt es die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, die im vergangenen Jahr erstmals die Stadt Trier anwies, das Feiertagsgesetz rigide auszulegen und den Trubel temporär zu unterbinden. Dass diese Regelung auch jetzt wieder greifen soll, empört die Beschicker der Stände und Buden. Die Arbeitsgemeinschaft Weeber-Diederichs aus Bad Kreuznach, welche die Messe federführend organisiert, wandte sich in einem Schreiben direkt an die Präsidentin der ADD. Auch im Rathaus bedauert man die Anweisung vonseiten der Kommunalaufsicht. Man teile deren Rechtsauffassung nicht, erklärte ein Sprecher der Verwaltung auf Anfrage gegenüber 16vor.  
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„Weil so viele Gerüchte in der Stadt herum wabern…“

EgbertschuleBaudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) und Bürgermeisterin Angelika Birk (Die Grünen) haben am Dienstag gemeinsam über die Ergebnisse der Raumluftmessungen in der Egbert-Grundschule informiert. Demnach fanden sich in den drei Pavillons, in denen ein Arbeiter auf Feuchtigkeitsschäden gestoßen war, keine Schimmelsporen in der Luft. In zahlreichen Räumen des Hauptgebäudes wie der Mensa oder dem Lehrerzimmer wurde hingegen eine Schimmelbelastung gemessen, die mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ auf eine „Innenraumquelle“ zurückzuführen sei. Auch wenn keine akute Gesundheitsgefährdung bestehe, ließen die Mängel einen Schulbetrieb in dem Gebäude nicht zu. Entschieden widerspricht die Verwaltung Darstellungen vonseiten des Elternbeirats, wonach die Egbert-Schule nicht ausreichend gereinigt worden sei. Sowohl in den Weihnachts- als auch in den Sommerferien habe eine umfassende Reinigung stattgefunden.
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Triers Jugend hat 2013 keine Wahl

JuPaWahlausschussDie für Ende kommenden Monats geplante Wahl des Trierer Jugendparlaments ist abgesagt. Weil nach Ablauf der Vorschlagsfrist lediglich 22 Bewerber die formalen Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllten, das JuPa aber exakt so viele Sitze hat, wurden die Bedingungen für den Urnengang nicht erfüllt. Das stellte am Montag auch der äußerst spärlich besetzte Wahlausschuss fest. 22 junge Trierer, die ihren Hut in den Ring geworfen haben, werden somit nun automatisch dem neuen Jugendparlament angehören. Angelika Birk (Die Grünen) warnte davor, das Projekt JuPa jetzt schon für gescheitert zu erklären. Die Bürgermeisterin mutmaßt, dass ein Grund für den Kandidatenmangel die formalen Hürden gewesen sein könnten. Hier müsse die Ursachenforschung beginnen, und diese hätten die Erwachsenen zu leisten, so Birk. Jörg Drekopf von der Mobilen Spielaktion appellierte derweil an die künftigen JuPas, stärker auf sich und ihre Arbeit aufmerksam zu machen.


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Zwei Dutzend Elefanten finden neue Besitzer

Auktionator Robert van den Valentyn brachte 24 Elefanten aus Trier an den Mann. Foto: Cordula FischerAls der Hammer fällt, ist Lydia Engel überglücklich: Sie ist die neue Besitzerin von „Lovely Elepunk“. Ihr Limit, das sie sich gesetzt hatte, hat sie zwar überschritten, sie ist aber überzeugt, ihre 15.000 Euro gut angelegt zu haben: Der von Jette Joop gestaltete Kunstelefant kam bei der Auktion der „Elephant Parade“ in Trier zugunsten des Vereins Nestwärme unter den Hammer. Insgesamt erbrachte die Versteigerung von 24 Exponaten – die restlichen 16 wurden bereits von ihren Paten gekauft – 212.500 Euro, die Bieter der Auktion in Luxemburg einige Tage zuvor gaben zusammen 303.500 Euro aus. Mit insgesamt 516.000 Euro ist dies nach London das beste Ergebnis einer Dickhäuter-Auktion, dessen Erlös an die Stiftung „The Asian Elephant Foundation“ geht.
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Aufbruch zu neuen Ufern

Hochschule1„Die ewige Unruhe der Kunstschule. Sie ist nicht ein Zeichen von Schwäche, sondern sie ist ein Zeichen der Aktivität des Wirklichen.“ Diesen Satz Gustav Hassenpflugs aus dem Jahr 1956 haben Studenten und Kollegium in der Abschlussfeier zum 100-jährigen Bestehen der Hochschule für Gestaltung Trier mit Leben erfüllt. Unter dem Titel „Ewige Unruhe“ zeigten sie Beispiele auf dem Weg zur kreativen Stadt, in der die Studenten nicht im Elfenbeinturm Hochschule sitzen, sondern ihre Ideen, ihre Kreativität einbringen und umsetzen – über Fächer- und Landesgrenzen hinweg. „Wir wollen Trier als älteste Stadt Deutschlands und das Neue zusammenbringen“, erklärte Dekan Professor Franz Kluge.
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TBB mit Überraschungssieg in Ulm

Die Spieler der TBB Trier haben es sich immer zugetraut. Trotzdem wirkt der Auswärtssieg beim hoch gehandelten Gegner Ratiopharm Ulm fast wie eine Sensation. Durch eine starke erste Halbzeit und einem nervenstarken Schlussspurt siegten die Trierer Riesen am Samstagabend mit 84:79 und zogen damit in der Tabelle am Gegner vorbei. Mit 24 Punkten war Warren Ward genauso erfolgreich wie auf Ulmer Seite der deutsche Nationalspieler Per Günther.
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Kontrastprogramm zum Kürbiskommerz

Markus Groß-Morgen, Leiter des Museums am Dom, hofft auf viele Besucher, die mehr über Heilige wie Katharina (rechts) mit dem zerbrochenen Rad oder Barbara mit dem Turm erfahren wollen. Foto: Cordula FischerDie Möglichkeit, am späten Abend hiesige Museen zu besichtigen, besteht schon länger: Seit Jahren erfreut sich die „Museumsnacht“ großer Beliebtheit. Sich aber in die drei großen Trierer Ausstellungshäuser zu begeben, während kostümierte Kinder von Haustür zu Haustür ziehend um Süßes bitten und bei Nichterfüllung Saures androhen, ist neu. Die Idee sei zwar aus Mainz entliehen, gesteht Markus Groß-Morgen, Chef vom Museum am Dom, allerdings sei auch die Museumsstadt Trier reif für eine solche Veranstaltung: Die erste Trierer „Nacht der Heiligen“ soll am kommenden Donnerstag einen neuen Blick auf die Geschichte von Heiligen und den ihnen gewidmeten Feiertag öffnen, der Wurzeln bis ins 4. Jahrhundert hat. Dazu lädt das Landesmuseum, das Stadtmuseum Simeonstift und das Museum am Dom von 19 bis 23 Uhr ein.
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Chris Keilmann hält Sieg fest

Torgefährlicher Abwehrspieler: Christoph Buchner erzielt gerade seinen dritten Treffer. Foto: Christian JörickeVor 2765 Zuschauern – bisheriger Saisonrekord – zeigte Eintracht Trier gestern Abend nicht ihr bestes Spiel. Trotzdem konnten sich die Spieler von Roland Seitz drei Punkte gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt sichern und damit die Tabellenführung behaupten. „Wir müssen uns bei Chris Keilmann bedanken. Er hat einen tollen Job gemacht“, lobte der Trainer seinen Schlussmann, der in den zahlreichen Eins-gegen-Eins-Situationen stets die Oberhand behielt. Den 1:0-Siegtreffer besorgte Christoph Buchner per Kopf nach einem Eckball.
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„Wir sind durchaus in der Lage, zu helfen“

FotoSchon in wenigen Wochen sollen in der General-von-Seidel-Kaserne im Stadtteil Euren Schlafplätze für 150 Asylsuchende bereitstehen. Das teilten Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) und der Leiter der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA), Wolfgang Bauer, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit. Nötig sind die zusätzlichen Kapazitäten, weil die bestehende AfA in der Dasbachstraße seit Wochen überbelegt ist und ein Erweiterungsbau in Ingelheim nach derzeitigem Stand der Dinge erst gegen Ende des kommenden Jahres fertiggestellt sein wird. Länger als bis Ende 2014 werde das Ausweichquartier in der Seidel-Kaserne nicht benötigt, versicherte AfA-Leiter Bauer. Und Kaes-Torchiani betonte, die Stadt sei „durchaus in der Lage und auch bereit, diesen Menschen Hilfestellung zu geben“.
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