Kultur | 21. Januar 2014 | 6 Leserbriefe »
Es ist gut und wichtig, dass das Trierer Theater trotz Erfolgs-, also wirtschaftlichem Druck, Experimente wagt. Mit Howard Shores Oper „The Fly“, einer Adaptation des gleichnamigen Horrorfilms von David Cronenberg, hat es sich jedoch ein Stück ausgesucht, das bereits bei der Uraufführung 2008 in Paris und bei der US-Premiere wenige Monate später in Los Angeles keine Euphorie verursachte und auch keine weiteren Inszenierungen nach sich zog. Warum entschied man sich in Trier, das Werk trotzdem in den Spielplan aufzunehmen? Glaubte man, dass das Trierer Orchester mehr aus der Komposition herausholen könnte als das des Théâtre du Châtelet und der Los Angeles Opera? Oder dass der Regisseur Sebastian Welker einen besseren Ansatz finden würde als Cronenberg, der auch bei diesem Werk die Regie übernommen hatte? Oder war es zu verlockend, das Stück als Erster in Deutschland aufzuführen? Mit „The Fly“, das am vergangenen Samstag im gut gefüllten Großen Haus Premiere hatte, wird das Trierer Theater jedenfalls nicht in die deutsche Aufführungsgeschichte eingehen. Selbst die herausragende Kristina Stanek kann das Stück nicht retten.
mehr…
Politik | 20. Januar 2014 | 16 Leserbriefe »
19 Mitglieder zählt die CDU-Ratsfraktion, zwölf von ihnen treten bei der nächsten Kommunalwahl auf aussichtsreichen Plätzen an. Damit setzt die Union vor allem auf bewährte Kräfte, doch findet sich auf der Liste, die am vergangenen Samstag aufgestellt wurde, auch manch überraschender Name. Etwa der von Lydia Hepke, Grünen-Spitzenkandidatin von 2004; oder von Jürgen Backes, einst Persönlicher Referent unter OB Schröer und dann Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land. Noch mehr Überraschungen hielt die Rede von Dr. Ulrich Dempfle bereit. Der CDU-Spitzenkandidat forderte nicht nur eine spürbare Senkung der Preise für Busfahrscheine auf einen Euro, sondern ließ auch durchblicken, dass die Union die Amtszeit von Bürgermeisterin Angelika Birk gerne verkürzen würde. Zudem zeigte er sich grundsätzlich offen für ein weiteres Shoppingcenter in der Innenstadt. Dempfles erklärtes Ziel: „Nie wieder eine Mehrheit gegen die CDU!“
mehr…
Politik | 17. Januar 2014 | 14 Leserbriefe »
Mit Felix Brand wechselte zum zweiten Mal seit 2009 ein Ratsmitglied zu den Freien Wählern. Wahrscheinlich gäbe es die heutige FWG wohl nicht, hätten Anfang der 90er Jahre nicht gleich sechs Genossen ihrer Partei den Rücken gekehrt und die Unabhängige Bürgervertretung Maximini (UBM) gegründet. Dem ging ein beispielloses Zerwürfnis zwischen dem damaligen SPD-Fraktionschef Manfred Maximini und dem Parteivorsitzenden Christoph Grimm voraus. Markus Nöhl und Tamara Breitbach zeichnen im „Neuen Trierischen Jahrbuch 2013“ die Geschichte der Trierer Sozialdemokratie nach. Im Kapitel „Die Trierer SPD am Scheideweg“ widmen sich die Autoren, die beide der SPD angehören, den Auseinandersetzungen, die zum Entstehen der UBM führten und den Genossen eine Wahlniederlage nach der anderen bescherten. Von einem „Polit-Krimi um Macht und Anerkennung“ schreiben Nöhl und Breitbach. 16vor veröffentlicht Auszüge daraus.
mehr…
Kultur, Schule & Campus | 16. Januar 2014 | Leserbrief schreiben »
Harald Naegeli wurde Ende der 70er Jahre als „Sprayer von Zürich“ bekannt. Um gegen die Unwirtlichkeit der Städte zu protestieren, schuf er Bilder, die damals als Sachbeschädigung galten und heute unter Denkmalschutz stehen. Die Ausstellung „Zeichnen im Raum“ in der Europäischen Kunstakademie zeigt ab heute (Vernissage: 19.30 Uhr) bis zum 14. Februar einen Ausschnitt seines vielfältigen Oeuvres – und gibt einen konkreten Eindruck, wie der Künstler arbeitet. Die Werkschau ist Teil eines Projekts, das im November mit einem Vortrag Naegelis in Trier begann und von Studenten im Rahmen des Seminars „Street Art“ in Zusammenarbeit mit der Graphischen Sammlung der Universität Trier und der Kunstakademie umgesetzt wird.
mehr…
Stadt & Menschen | 15. Januar 2014 | 18 Leserbriefe »
Insgesamt elf Wochen wird die einzige Schienenverbindung zwischen Deutschland und dem benachbarten Großherzogtum gesperrt sein. Wenn im Mai und Juni diesen Jahres nichts mehr fährt zwischen Igel-West und Wasserbillig, wird dies vor allem Bahn reisende Grenzgänger treffen. Eine weitere mehrwöchige Vollsperrung steht im Spätherbst an und soll zum 13. Dezember wieder aufgehoben werden. Denn nur einen Tag später, zum nächsten Fahrplanwechsel von Europas Eisenbahnen, startet der Rheinland-Pfalz-Takt 2015. Und weil dieser deutliche Verbesserungen für den regionalen Schienenverkehr nach Luxemburg bringen soll, kann sich die Deutsche Bahn AG keinerlei Verspätung bei den Bauarbeiten leisten. Alles andere wäre eine Blamage gegenüber den Luxemburgern, ohne deren finanzielle Unterstützung der zweigleisige Ausbau auf deutscher Seite nie realisiert würde. Unterdessen läuft eine Online-Petition gegen die Einstellung des verbliebenen Fernverkehrs von und nach Trier.
mehr…
Politik | 14. Januar 2014 | 17 Leserbriefe »
Der Fraktionszwang habe ihm zu schaffen gemacht, mehrfach habe er gegen seine Überzeugung abstimmen müssen, erklärte Felix Brand zur Begründung, weshalb er wenige Monate vor der Kommunalwahl die Seiten wechselt. Ähnliche Gründe führte Peter Spang an, als er aus der SPD austrat, um – ebenfalls bei den Freien Wählern – sein neues kommunalpolitisches Glück zu suchen. War die FWG 2009 noch als die große Verliererin aus der Kommunalwahl hervorgegangen, ist sie nunmehr die einzige Fraktion im Rat, deren Mitglieder nicht nur allesamt an Bord blieben, sondern die während der laufenden Wahlperiode auch noch Zuwachs bekam. Unterdessen schlossen die Freidemokraten Brand am Montagabend aus der Fraktion aus und legten ihm nahe, sein Mandat niederzulegen. Das habe der Polizist schließlich „auf dem Ticket der FDP“ gewonnen. Brand will jedoch als Fraktionsloser weitermachen, weshalb es im Rat nun zu einer einigermaßen grotesken Situation kommt.
mehr…
Kultur, Stadt & Menschen | 13. Januar 2014 | 1 Leserbrief »
In einer Folge der „Simpsons“ bezeichnet Nelson Muntz Lisa Simpson im Schulbus als schwul. Daraufhin entgegnet sie: „Leute, die andere beschuldigen, schwul zu sein, versuchen damit oft, ihre eigene latente Homosexualität zu vertuschen.“ Verunsichert stürzt sich der Klassenschläger aus dem Bus, rollt die Straße herunter, rappelt sich auf und ruft ausweichend: „Rowdys sind die Größten“. Anhand der ersten 500 Folgen der Zeichentrickserie hat Erwin In het Panhuis analysiert, wie sich die „Simpsons“ zu schwulen und lesbischen Themen positionieren. Seine Ergebnisse hat er in dem Buch „Hinter den schwulen Lachern. Homosexualität bei den Simpsons“ (2013) festgehalten, das er am Donnerstag um 18 Uhr im Raum B17 der Universität im Rahmen von „Homosella“ vorstellt. Im 16vor-Interview erzählt der Bibliothekar und Autor, welche Stellen in der Serie er kritisch sieht, wo der Fernsehsender Fox Zensur ausübte und warum sich Länder wie Russland ein Beispiel an Springfield nehmen können.
mehr…
Sport & Spiel | 12. Januar 2014 | Leserbrief schreiben »
Das letzte Spiel der Hinrunde hatten sich die Trierer sicher anders vorgestellt. Vor 2840 Zuschauern unterlagen sie am Sonntagnachmittag auswärts den Eisbären Bremerhaven verdient mit 85:80. Nach den guten letzten Auftritten war sowohl das Ergebnis als auch die Leistung ein Rückschritt. Darüber täuschte auch nicht die Performance von Trevon Hughes hinweg, der mit 21 Punkten bester Werfer auf dem Parkett war. Zwei Wochen bleiben der TBB nun, um dann gegen denselben Gegner zu zeigen, ob aus der Niederlage die richtigen Schlüsse gezogen wurden.
mehr…