Die ausführliche Touristin

Ein Jahr lang reist die Autorin Meike Winnemuth durch Deutschland, um je einen Monat in einer Stadt oder auf einer Insel zu leben. Den Anfang machte sie in Trier. Foto: Gianna NiewelEinen Monat war die Journalistin Meike Winnemuth nun in Trier, sie hat mit Guildo Horns Mutter telefoniert, ist am „Policeburger“ in der Kantine des Polizeipräsidiums gescheitert und stundenlang durch die Wälder um Trier flaniert. Am Ende ihrer Zeit stehen viele Eindrücke, neue Bekanntschaften, ein erweitertes Vokabular. Der Januar an der Mosel war die erste Etappe auf ihrer Deutschlandtour, in den nächsten elf Monaten will die 53-Jährige elf weitere deutsche Städte bereisen, um über die Erfahrungen ein Buch zu schreiben. Von Trier hat sie für ihre weitere Reise gelernt, an der Umsetzung hapert es noch. Am Ende ihrer Tour kommt sie für zwei Wochen wieder.
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Mit „Carmen“ in Webers letzte Spielzeit

Im Trierer Theater steht die letzte Spielzeit von Gerhard Weber bevor. Foto: Christian JörickeMit einer modernen Fassung einer großen Shakespeare-Tragödie wird sich Gerhard Weber als Intendant des Trierer Theaters verabschieden: „Othello – Reloaded“ wird im Sommer 2015 das letzte Stück sein, dass Weber als Chef des Hauses inszeniert. Regie führen wird er in seiner Abschiedssaison außerdem in einem neuen Musical über Soraya, für das gerade das künstlerische Team zusammengestellt wird, und in „Der kleine Horrorladen“ – ebenfalls ein Musical. Ansonsten dürfen in der Spielzeit 2014/15 vor allem junge Regisseure ihr Können unter Beweis stellen. Am Donnerstagnachmittag wurde im Theater das neue Programm vorgestellt.
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„Jetzt ist das richtige Alter“

Die Trierer Studentin Pauline möchte "Germany's Next Topmodel" werden. Foto: © ProSieben/ Nela KoenigIn den nächsten Monaten wird die Frauenquote donnerstagabends in Kneipen und Clubs drastisch einbrechen. Denn ab heute läuft jede Woche um 20.15 Uhr auf ProSieben die neue Staffel von „Germany’s Next Topmodel“. In der ersten Folge stellen sich die Mädchen bei einem Casting in Berlin der Jury vor. Wer dort besteht und Heidi Klum, Wolfgang Joop und Thomas Hayo von seinen Modelqualitäten überzeugen kann, wird auch noch am kommenden Donnerstag zu sehen sein. Mit dabei ist Pauline (der Nachname darf nicht genannt werden). Die 18-jährige Deutsch-Französin studiert seit einem Semester International Business an der Hochschule Trier. 16vor sprach mit ihr über ihren größten Wunsch, wie sie sich auf die Sendung vorbereitete und wofür sie deutsche Drogeriemärkte schätzt.
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„Trier spielt in einer Liga mit Hannover“

ForumMittelrhein2klein„Trier zieht an“, steht als Slogan auf einer der Power-Point-Folien des „Einzelhandelskonzeptes Trier 2025+“. Das darf man doppelt wörtlich nehmen, sind es doch vor allem Bekleidungsgeschäfte, die Heerscharen von Shopping-Touristen aus dem Umland in die Moselstadt locken. 2011 wurden von den 190 hier ansässigen und in diesem Segment tätigen Betrieben rund 240 Millionen Euro umgesetzt. Ein Großteil der Kundschaft kommt bekanntlich aus dem Großherzogtum. Etwa 28 Prozent der fast 550 Millionen Euro, die jährlich von Menschen aus der Region in Trierer Geschäften ausgegeben werden, stammen aus dem Nachbarland. Doch dort rüstet man seit Jahren auf, weshalb der Kölner CIMA-Experte Michael Karutz warnt: „Ein Liebesentzug der Luxemburger in Richtung Trier hätte radikale Folgen“. Der Geograph wie auch Dr. Johannes Weinand vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik halten zusätzliche Einzelhandelsflächen grundsätzlich für notwendig, doch auch an einer städtebaulichen Aufwertung der City führe kein Weg vorbei. Wann diese kommen und wie die Aufwertung konkret aussehen wird, scheint aber weiterhin unklar.
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„Es gibt kein Recht auf Exklusion!“

Iulia_Patrut2Nach zwölfjähriger Forschungstätigkeit legt der Sonderforschungsbereich (SFB) 600 an der Universität Trier Fächer übergreifende Ergebnisse seiner Arbeit über Fremdheit und Armut, Inklusion und Exklusion vor. Ein passender Zeitpunkt, denn der öffentliche Umgang mit Themen wie der Einwanderung aus Südosteuropa oder der Flüchtlingspolitik beweist einmal mehr die Salonfähigkeit bestimmter Exklusionsreflexe. 16vor-Mitarbeiter Johann Zajaczkowski unterhielt sich mit der Herausgeberin, Literaturwissenschaftlerin und Privatdozentin Dr. Iulia-Karin Patrut, über die gesellschaftsstrukturierende Funktion von Exklusion, mögliche Überwindungsstrategien und die Kollektivangst der Deutschen vor Osteuropa.


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Wenn die Hand zum Hammer wird

Die "Meister des Shaolin Kung Fu" zeigten eine beeindruckende Show mit und ohne Waffen. Fotos: Christian JörickeZu was alles der menschliche Körper bei hartem Training in der Lage ist, zeigten am vergangenen Samstag „Die Meister des Shaolin Kung Fu“ in der Europahalle. Die Akteure zerstörten mit unterschiedlichen Körperteilen Bretter, Kokosnüsse und Marmorplatten. Sie ließen sich auf Speerspitzen tragen und auf einem Nagelbrett liegend Steinplatten mit einem Hammer auf dem Bauch zerschlagen. Aber nicht nur die effektvollen Krafteinlagen, sondern auch die Präzision und die Schnelligkeit der Techniken beeindruckten bei der Jubiläumstour „Die Rückkehr der Meister“.
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TBB nur einmal vorn

Die TBB im Niemandsland: Durch eine 57:73-Niederlage bei Phoenix Hagen hat Trier nun jeweils sechs Punkte Abstand zu einem Playoff- und zu einem Abstiegsplatz. Im Duell zweier Tabellennachbarn der Basketball-Bundesliga hatten die Gastgeber am Sonntagabend immer die Kontrolle. Vor allem Henry Dugat, der 26 Punkte erzielte, bekamen die Trierer nicht in den Griff. „Wir haben alles versucht und gekämpft“, sagt TBB-Coach Henrik Rödl. „Sicherlich hat uns der Ausfall von Bucknor getroffen, aber Hagen hat auch ein Spieler gefehlt.“
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Afrika ist noch mehr

Halbnackte Trommler - auch das ist Afrika. Der Kontinent hat aber noch viel mehr Gesichter. Foto: Malte LegenhausenSeit vergangenem Donnerstag gastiert „Afrika! Afrika!“ vier Tage lang in der Arena. Die Werbung dafür war nicht zu übersehen. Der Mannheimer Veranstalter plakatierte die ganze Innenstadt zu. An hunderten Laternenpfählen und Zäunen wurden illegal Banner und Plakate angebracht, die die Stadt auf Kosten des Veranstalters von einem Trierer Unternehmen abhängen ließ. An Bauzäunen und Privatgrundstücken sind immer noch viele zu sehen. Mehrere Tausend Besucher wurden so oder auf anderem Wege auf die Show aufmerksam, die Premiere am Donnerstag sahen 1500 Zuschauer. Neben beeindruckender Akrobatik und mitreißenden Musikeinlagen zeigt die Veranstaltung aber auch Stereotype. Die Show soll jedoch nach Angaben des Pressesprechers ganz bewusst nicht belehrend sein, sondern Emotionen übertragen.
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„Das Wort ‚Kunst‘ wird sehr oft missbraucht“

"Das Wort 'Kunst' wird sehr oft missbraucht." Trotz zahlreicher Auszeichnungen nennt sich Achim Wendel deshalb "Regisseur und Kameramann" und nicht "Filmkünstler". Foto: privatAchim Wendel kommt aus Morbach, wohnt aber mittlerweile im schnieken Trier-Süd. Der sympathische Filmemacher hat bei einer Tasse Kaffee im „Simplizissimus“ viel zu erzählen. Kein Wunder: Sein Kurzfilm „London liegt am Nordpol“ wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung als „besonders wertvoll“ eingestuft und gehört zum festen Bestand des Goethe-Instituts. Mit einem weiteren Kurzfilm, „Pizza Amore“, gewann er schon während seiner Stuttgarter Studienzeit zwölf Auszeichnungen auf in- und ausländischen Filmfestivals. Seine Komödie „Der Männerclub“ wurde von Stefan Raab in der Sendung „TV Total“ vorgestellt. Da könnte man schon mal vor lauter „Huch“ und „Hach“ im Pelzmantel aus dem Mercedes steigen. Macht Achim Wendel aber nicht, denn er ist erstens keiner, der es nötig hätte und zweitens angenehm bescheiden.
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Die Brückenbauer

Mitorganisator Bernd Bleffert präsentiert beim "Opening"-Festival sein "musikalisches Planspiel" "Ludus Globuli". Foto: privatDas „Opening“-Festival gehört bundesweit (noch) nicht zu den größten seiner Art. Bernd Bleffert und Thomas Rath, die 2010 die Organisation von Katharina Bihler und Stefan Scheib übernommen und die Veranstaltung neu ausgerichtet haben, sind jedoch auf einem guten Weg, es überregional bekannt zu machen. Die höchst abwechslungsreiche Programmgestaltung und die unterschiedlichen Darstellungsformen ziehen längst nicht mehr nur Besucher aus Trier und dem Umland an. Durch die Zusammenarbeit mit der Mainzer Hochschule für Musik bei der Klangkunstausstellung „Open-Expo“, mit der das 14. „Opening“ am Freitag, 7. Februar, um 18 Uhr in der Tufa eröffnet wird, schlagen die Veranstalter erstmals eine Brücke nach Mainz. Gewiss auch deshalb, aber vor allem wegen steigender Zuschauerzahlen und den zunehmenden Angeboten für Kinder und Jugendliche hat die Landesregierung ihren Zuschuss in diesem Jahr erhöht. Dies kann man auch als Anerkennung der Qualität des Festivals verstehen.
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