Punktgewinn für die Miezen

TRIER. Nach einem wenig optimistisch stimmenden Halbzeitstand von 11:18 haben die Miezen am Samstagabend in letzter Sekunde noch den Ausgleich geschafft. Die spannende Partie gegen den Tabellennachbarn TuS Metzingen endete 32:32.

An der Tabellensituation hat sich durch das Unentschieden zwar nichts geändert, die DJK/MJC bleibt am auf dem vorletzten Rang, aber der Abstand auf Koblenz/Weibern konnte auf einen Punkt verkürzt werden.

Nach einer halben Stunde sah es nicht so aus, als gäbe es nach dem Spiel für die Miezen etwas zu feiern. 15 Minuten waren sie mit den Aufsteigerinnen aus Metzingen auf Augenhöhe. Die Gäste gingen zwar in Führung, konnten sich aber bis zur 23. Minute nie mehr als zwei Tore absetzen. Als beim Stande von 10:11 in der 19. Minute die verletzte Miroslava Jelicic für einen Siebenmeter eingewechselt wurde, diesen aber vergab, war bei den Miezen der Wurm drin. Anne Bocka konnte zwar durch drei Glanzparaden hintereinander den Abstand zwischen beiden Mannschaften noch ein paar Minuten klein halten, doch weil Triers Top-Scorerin Carolin Schmele in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit kein vernünftiger Wurf mehr gelang, sich die Abspielfehler häuften und die Schwäbinnen spritziger und effektiver spielten, lagen die Gastgeberinnen nach 30 Minuten mit 11:18 hinten. Vor allem die quirlige Ina Großmann auf der linken Seite und Annamària Ilyès bekamen die Miezen nicht in den Griff – beiden trafen in der ersten Hälfte jeweils fünf Mal.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff legte Schmele jedoch den Grundstein für den späteren Punktgewinn. Mégane Vallet und Natalie Adeberg, die kurz zuvor noch einen Strafwurf vergab, verkürzten auf 14:18. Die über 1400 Trierer Zuschauer machten nun wieder richtig Krach in der Halle. Mit der erfahrenen Silvia Solic kam nun eine Spielerin aufs Feld, die ebenfalls entscheidenden Anteil am Punktgewinn ihrer Mannschaft haben sollte. Sie verwandelte alle drei folgenden Trierer Siebenmeter und traf auch noch einmal aus dem Spiel heraus.

Der Optimismus der Fans begann zwar wieder zu schwinden, als Andrea Czanik in der 41. Minute mit Rot vom Platz musste, doch dann drehte Schmele auf: 20:24 (44.), 21:25 (45.), 22:25 (47.), 24:27 (48.), 26:30 (53.), 31:32 (60.) – sechs Treffer in einer guten Viertelstunde, jeder Wurf saß. Der wichtigste gelang ihr jedoch drei Sekunden vor Schluss. Mit ihrem zehnten Tor besorgte sie den Ausgleich. Nach dem Abpfiff begruben sie ihre Mitspielerinnen unter sich. In der Halle herrschte Stimmung, als wäre der Klassenerhalt schon geschafft. Allerdings hat es wohl auch kaum einer für möglich gehalten, dass die Miezen einen Sieben-Punkte-Rückstand noch einmal aufholen könnten. Bedanken konnten sich die Spielerinnen aber auch bei Torfrau Verena Flöck, die ihre Mannschaft in der zweiten Halbzeit mit einigen guten Paraden im Spiel gehalten hatte.

„Bis zur 15. Minute stand es 9:9, dann verlieren wir sieben Tore in einer Viertelstunde. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Jörn Ilper nach der Partie. „In der zweiten Halbzeit haben wir aber Herz, Wille und Leidenschaft gezeigt.“

Am kommenden Mittwoch geht es zum Meisterschaftsanwärter HC Leipzig.

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