Eintracht Trier beim Spitzenreiter
TRIER. Es ist das Spitzenspiel des 31. Spieltages in der Regionalliga Südwest: Eintracht Trier reist an diesem Samstag zum Tabellenersten SV Elversberg. Roland Seitz sieht nach eigenen Angaben dem entspannt entgegen.
Zwischen Eintracht Trier und Elversberg liegen fünf Plätze und vier Punkte. Allerdings haben die Saarländer zwei Spiele weniger, da in diesem Jahr witterungsbedingt viele Partien in Elversberg abgesagt werden mussten. Trier ist gut im Rennen um einen der beiden Plätze, die die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Dritten Liga bedeuten. Angesichts eines etwas holprigen Starts nach der Winterpause und den darauf folgenden kritischen Reaktionen von Fans und Medien ist für Roland Seitz dieses Thema zumindest nach außen hin tabu.
Der SVE-Trainer ist genervt von den schnellen Stimmungswechseln im Umfeld, wie er schon nach der Partie gegen Hessen Kassel am vergangenen Freitag deutlich machte. „Die Erwartungshaltung in Trier ist zu hoch“, klagt Seitz. „Hier wird permanent nur von Platz eins oder zwei gesprochen.“ Natürlich habe er dies auch stets als Ziel, aber man müsse auch die Möglichkeiten des Vereins sehen, dies zu erreichen. „Elversberg und Kassel haben einen doppelt so hohen Etat wie wir.“ Und natürlich dürfe man zuhause nicht 0:3 gegen Idar-Oberstein verlieren. Aber es sei auch nicht selbstverständlich, gegen einen Abstiegskandidaten zu gewinnen. „Was ist denn hier erst los, wenn man mal um den Abstieg spielt?“, sagt Seitz, dessen Team von den letzten 17 Partien nur drei verloren hat – eine allerdings auch mit 1:6 im ersten Spiel nach der Winterpause gegen das Schlusslicht Eintracht Frankfurt II.
Mit sieben Punkten aus drei Spielen gegen Tabellennachbarn fährt die Trierer Eintracht an diesem Samstag nach Elversberg (Anpfiff 14 Uhr). Wegen einer Mandelentzündung fehlt Stephan Loboué. Vertreten wird der Torhüter erneut von Andreas Lengsfeld, der diese Aufgabe in den vergangenen Spielen gut erfüllte. Zurück in den Kader kehrt Torge Hollmann, dessen Gelbsperre abgelaufen ist. Ob er in der Startelf stehen wird, ließ der Trainer offen. „Eine erfolgreiche Elf muss man vielleicht nicht verändern.“
„Wir haben ein schönes, angenehmes Spiel vor der Brust“, so Seitz. „Es hat eine andere Konstellation als noch vor drei Wochen.“ Daher empfinde er auch keinen Druck. „Wir schauen von Spiel zu Spiel.“
