Miezen mit zwei Endspielen

TRIER. Die Miezen haben am Mittwochabend mit 26:34 gegen den TSV Bayer Leverkusen verloren. Damit muss Trier aus den beiden verbleibenden Spielen mindestens drei Punkte holen, um die Klasse zu halten.

Die erste Halbzeit war vielversprechend: In der ersten halben Stunde erzielte Judith Derbach fünf Treffer, Carolin Schmele traf gut aus der zweiten Reihe und Anne Bocka im Tor hielt ihre Mannschaft mit einigen Paraden im Spiel. Doch bereits die 2:1-Führung für Leverkusen in der vierten Minute deutete an, was an diesem Abend den Unterschied ausmachen würde. Ein Wurf der Werks-Elfen endete vorerst an der Latte, der Ball war lange in der Luft, Marlene Zapf sprang rechts außen höher als ihre Gegenspielerin und traf aus spitzem Winkel ins Tor. An diesem Abend gab es zahlreiche ähnliche Situationen, bei denen die Gäste von einem Abpraller oder einer Parade im Nachwerfen profitieren konnten.

Nichtsdestoweniger ließen die Miezen immer wieder Drei-, Vier-Tore-Vorsprünge auf einen Zähler Differenz zusammenschrumpfen. Dazu trug vor allem Derbach bei, wie bei ihrem starken Solo über fast das ganze Feld zum 4:7 (12.). Drei Treffer in Folge von Derbach, Schmele und Natalie Adeberg brachten die DJK/MJC gegen Ende der ersten Hälfte innerhalb von zwei Minuten auf 13:14 heran, die Ex-Triererin Laura Steinbach sorgte jedoch für einen 13:16 Pausenstand. „Alles noch drin“, dürften sich die offiziell 1420 Zuschauer in der Arena gedacht haben.

Knapp vier Minuten nach Wiederanpfiff war das Spiel gelaufen. Die Miezen brachten in dieser Phase durch Ballverluste keinen Angriff mehr erfolgreich zu Ende, die Gäste zogen mit 19:13 davon. Dazwischen warf Miroslava Jelicic Triers ersten Siebenmeter einen Meter übers Tor. Obwohl die eingewechselte Torfrau Verena Flöck immer wieder gute Fußparaden zeigte, konnte dies den Tore-Abstand nicht mehr verkürzen. In den letzten Minuten gelang Leverkusen fast alles, Trier kaum noch etwas. „Wir haben das Niveau in der Deckung nicht halten können“, sagte MJC-Trainer Jörn Ilper nach dem Spiel und beklagte zudem die Vielzahl technischer Fehler.

26:34 verlieren die Miezen gegen den TSV, der mit Steinbach die beste Werferin auf dem Feld hatte. Elf Mal traf sie gegen ihren ehemaligen Verein, der zuletzt 2005 Bayer schlagen konnte. Trier muss nun gegen den Tabellenletzten Bad Wildungen (27. März) und gegen Blomberg-Lippe (30. März) mindestens drei Punkte holen und darauf hoffen, dass Metzingen nicht mehr punktet, um noch einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen.

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