Keine Chance gegen den Favoriten

TRIER. Einfach eine Nummer zu groß für die Miezen: Mit 24:40 unterlagen die Trierer Bundesliga-Handballerinnen am Mittwochabend in der Arena dem Rekordmeister HC Leipzig.

Obwohl die DJK/MJC Trier durch einen verwandelten Strafwurf von Nathalie Adeberg den ersten Treffer des Spiels erzielte, blieb nach dem Auftaktsieg bei der TuS Metzingen am vergangenen Samstag die Überraschung gegen den HC Leipzig aus. Durch schlechte Anspiele in den eigenen Reihen und schnelle Konter des Gegners stand es nach fünf Minuten bereits 1:5. Beim 2:7 nahm MJC-Trainer Jörn Ilper die erste Auszeit.

Es half nichts. Zuerst vergab Adeberg ihren zweiten Strafstoß, dann scheiterte Caroline Schmele an der Siebermeterlinie. Schmele erlebte insgesamt einen rabenschwarzen Abend. Hatte sie gegen Metzingen noch einen entscheidenden Anteil am Sieg, gelang ihr am Mittwochabend nur wenig.

Die Miezen hatten dem HC Leipzig defensiv nicht viel entgegenzusetzen. Gleichzeitig gab es gegen die Abwehr der Gäste kaum ein Durchkommen. Besonders schwer taten sich die Triererinnen gegen die aggressiv verteidigende, körperlich überlegene Luisa Schulze, gegen deren Angriffe ebenfalls kein Kraut gewachsen war. Früh zeichnete sich ab, dass das Team von Ilper nicht nur „zu großen Respekt“ hatte, wie der Trainer später feststellte, sondern auch nicht über die spielerischen Fähigkeiten des Gegners verfügt, der zahlreiche perfekt einstudierte Angriffszüge zeigte.

Und dann ist es natürlich auch noch so, dass Pech und zumindest fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen hinzukommen, wenn es nicht so gut läuft. So jubelten zunächst die Trierer Fans, als mit der Halbzeitsirene das Netz der Gäste wackelte, doch der Treffer wurde nicht gegeben. Die Zeit war jedoch nicht überschritten – angeblich ging der Ball außen vorbei. 8:18 stand es zur Pause.

Zwar erzielten auch im zweiten Abschnitt die Miezen das erste Tor, doch eine Wende leitete dies nicht ein. Eine Zeitlang konnten sie den Abstand halten, auch weil mit Silvia Solic endlich wieder eine Triererin Strafstöße verwandelte, doch ab der 49. Minute baute Leipzig seinen Vorsprung sukzessive aus (18:29). 18:31 stand eine Minute später auf der Anzeigetafel, 22:36 fünf Minuten vor Schluss. Symptomatisch für dieses Spiel war, dass am Ende ein Treffer für Leipzig gegeben wurde, der durchs Netz aus dem Tor herausgerollt sein soll. Nichtsdestoweniger unterlag die DJK/MJC dem Titelanwärter verdient mit 24:40.

Am 22. September wartet auf die Miezen beim Thüringer HC wieder ein schweres Spiel. „Wir müssen es schaffen, vor solchen Mannschaften den Respekt abzulegen“, sagte Ilper nach der Partie.

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