Chagall in China
TRIER/XIAMEN. Das Trierer Theater steht vor dem größten Gastspiel in seiner Geschichte: Am 16. und 17. Mai wird das Tanztheaterstück „Marc Chagall – La Vie“ in der Oper im chinesischen Xiamen aufgeführt.
Seit einem Jahr steht das Gastspiel fest, am Sonntag geht es nun in den Flieger: 23 Theatermitarbeiter reisen für sechs Tage nach Xiamen.“Das wird ein anstrengendes Unternehmen“, sagt der Intendant Gerhard Weber, der mit in Triers chinesische Partnerstadt fliegt. „Der touristische Mehrwert ist relativ gering.“
Das Bühnenbild, das teilweise neu angefertigt werden musste, ist bereits dort. Allerdings nicht in der Oper, sondern in einer Lagerhalle. Es gibt Schwierigkeiten bei der Abholung. „Wir hoffen, dass wir rechtzeitig ein Bühnenbild haben“, so Weber.
Wenn am 16. und 17. Mai in der Oper in Xiamen „Marc Chagall – La Vie“ gezeigt wird, werden beide Vorstellungen ausverkauft sein. Und das, obwohl Chagall in China einen geringeren Bekanntheitsgrad hat als in Europa. Im Gegensatz zur Kommunikation zwischen den beiden Häusern dürfte es bei der Rezeption des Stückes durch das chinesische Publikum weniger Probleme geben. „Ballett oder Tanztheater ist international verständlich“, sagt der Intendant.
Finanziert wird das Gastspiel durch einen Landeszuschuss und zwei Sponsoren. Bereits am 15. und 16. September wird es einen Gegenbesuch aus Xiamen geben. Dann wird im Trierer Theater eine traditionelle chinesische Oper zu sehen sein.
