Bewährungsstrafe für Doerfert
TRIER. Hans-Joachim Doerfert wurde heute vom Amtsgericht Trier wegen Insolvenzverschleppung und Veruntreuung zu einer 11-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.
Als „faktischer Vorstand“ einer Trierer Firma, deren Metier die Errichtung, Übernahme und der Betrieb von Einrichtungen der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege war, soll er erst im Mai 2007 einen Insolvenzantrag gestellt haben, obwohl die Aktiengesellschaft schon Ende 2005 überschuldet und seit Mai 2006 zahlungsunfähig gewesen sei. Zudem soll der 67-Jährige einen Barscheck über 30.000 Euro, der eigentlich für seinen damaligen Arbeitgeber bestimmt gewesen sei, auf seinem Privatkonto eingelöst haben. Doerfert weist die Vorwürfe zurück.
2001 war der Ex-Chef der bistumseigenen Caritas-Träger-Gesellschaft Trier (ctt) und ehemalige Präsident von Eintracht Trier bereits wegen Untreue und Bestechlichkeit von zwei Gerichten zur eine Haftstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt worden. 2005 wurde Doerfert vorzeitig aus der Haft entlassen, seither steht er unter laufender Bewährung.
Sowohl die Staatsanwaltschaft, die 1 Jahr und 9 Monate ohne Bewährung forderte, als auch der Angeklagte haben angekündigt, in Berufung zu gehen.
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