„Vom Team her war es nicht genug“

Nach dem Auswärtssieg in Frankfurt wollte die TBB beim Tabellennachbarn EnBW Ludwigsburg nachlegen. Doch am Ende einer kampfbetonten Partie unterlag man den Schwaben mit 77:64. „Meine Mannschaft hat sehr gut gekämpft, war aber leider etwas glücklos“, sagte TBB-Trainer Henrik Rödl. „Ludwigsburg hat den Sieg verdient. Sie haben auch sehr gut getroffen.“ In den nächsten Spielen warten die drei großen B’s Berlin, Bayern und Bamberg, die alle im oberen Tabellendrittel stehen, auf die TBB.

LUDWIGSBURG. Henrik Rödl litt an der Seitenlinie sichtlich mit. Lange hatte man sehr gut mit Ludwigsburg mithalten können. Doch am Ende reichte es nicht, die seit vier Spielen sieglosen Schwaben zu bezwingen. Es war das dritte Viertel, das den Ausschlag gegeben hatte.

Trier startete furios aus der Halbzeit mit fünf Punkten in Folge von Spielmacher Dru Joyce. Doch Mark Dorris, Vertreter des verletzten Ludwigsburger Aufbauspielers Jerry Green, stoppte den Lauf der Gäste per Drei-Punkte-Wurf. Ludwigsburg legte nach und kam schnell zum Ausgleich. Die Schwaben nutzten die Schwächephase der TBB aus, um ihre Führung vor dem letzten Viertel auf 56:48 auszubauen. Es blieb zwar spannend bis zum Ende, doch Ludwigsburg hielt Trier soweit auf Abstand, dass auch der verwandelte Dreier von Joyce 30 Sekunden vor dem Spielende nicht mehr für Gefahr sorgen konnte. Ludwigsburg gewann 77:64.

„Wir haben von Anfang an sehr aggressiv und intensiv gespielt. Dadurch konnten wir dranbleiben“, sagte Ludwigsburgs Trainer Markus Jochum. „So konnten wir uns im dritten Viertel etwas absetzten.“ Einzig Philip Zwiener lieferte bei den Trierern über das gesamte Spiel hinweg eine gute Leistung ab. 22 Punkte standen am Ende auf seinem Konto. „Es gibt Spiele, wo Philip heiß ist“, so Rödl. „Insgesamt vom Team her war es nicht genug.“ Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen steht die TBB nun mit 8:14 Punkten auf Platz 15 der Tabelle.

Die Gäste kamen zu Beginn des ersten Viertels nur schwer ins Spiel. Die gute Verteidigung und der gut sortierte Angriff der Ludwigsburger machten es ihnen schwer. Die Anfangsschwierigkeiten spiegelten sich auch im Ergebnis wieder. Schnell stand es 13:2 zu Gunsten der Hausherren, woraufhin Rödl eine Auszeit nahm, um seine Mannschaft zurück in die Erfolgsspur zu führen. Trier kam wie ausgewechselt von der kurzen Besprechung zurück aufs Parkett. Vor allem der starke Centerspieler Maik Zirbes konnte dem Spiel nun seinen Stempel aufdrücken. Ein ums andere Mal kam er zu hart umkämpften Rebounds und Punkten. So konnten sich die Gäste wieder herankämpfen und sogar zum Ende des ersten Viertels mit einer 22:19-Führung in die Pause gehen.

Der Start ins zweite Viertel misslang der TBB vollkommen. Der defensiv starke Ludwigsburger Center Kurt Looby blockte gleich die ersten zwei Würfe spektakulär und krönte seine Leistung in einem Drei-Punkt-Spiel im Angriff. Trier geriet schnell unter Druck, doch konnte die Mannschaft durch eine starke Verteidigung die Schwaben zu Ballverlusten in Serie zwingen. Die daraus resultierenden Punkte ließen die Moselstädter bis auf 29:25 in Führung gehen.

Die jetzt starke Defensive beider Teams führte zunehmend zu einer zerfahrenen Partie, die den Hausherren besser lag. Triers Philip Zwiener konnte mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit die verloren gegangene Führung per Distanzwurf wieder zum 35:34 herstellen.

Doch dann kam das besagte dritte Viertel. Trier fand in dieser Phase kein Mittel gegen die aggressive Ludwigsburger Verteidigung. Am Ende wurde die TBB für ein kampfbetontes Spiel nicht belohnt. Die Ausgeglichenheit der Hausherren und die Einseitigkeit Triers waren ausschlaggebend für die Niederlage der Gäste. Bei Ludwigsburg punkteten gleich fünf Spieler zweistellig, bei Trier hingegen nur zwei.

Florian von Stackelberg

Ludwigsburg: Dorris (14), Harris (13), Bowler (12), Zavackas (12), Greer (11), Looby (8), Lischka (7)

Trier: Zwiener (22), Joyce (15), Bynum (9), Zirbes (9), Seiferth (4), Linhart (3)

Schiedsrichter: Lottermoser, Michael, Krüper

Zuschauer: 2747

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