Marx-Altar als Wanderreliquie

TRIER. Seit Montag ist der Marx-Altar wieder aus dem Schaufenster in der Brückenstraße verschwunden. Er wird allerdings nicht eingemottet, sondern als Wanderreliquie an verschiedenen Schauplätzen in Deutschland gezeigt werden.

Den Anfang macht der „Dritte Weltkongress der Hedonistischen Internationale“. Er findet vom 31. Mai bis 4 Juni in Brandenburg statt und beschäftigt sich unter anderem mit subversiven Formen der Protestkultur und den Kreativfaktoren „Spaß“ und „Unsinn“. Helmut Schwickerath wird im Rahmen eines Workshops den Altar präsentieren und einen Vortrag zum Thema „Zur Theologie des Unsinns“ halten.

Die öffentliche Resonanz auf den Marx-Altar mit der heiligen Unterhose des Trierer Philosophen war laut Initiator Schwickerath überwältigend und so nicht erwartet worden. Von einigen Schmähungen und wütenden Drohbriefen abgesehen habe es überwiegend positive Stellungnahmen gegeben.

Sämtliche Kosten der Aktion sind aus dem Erlös von Inseraten, dem Verkauf von Postkarten und der Sonderausgabe der Katz beglichen worden.

Weitere Infos unter marx-altar.de und hedonist-international.org.

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