Axel Reichertz macht weiter
TRIER-WEST/PALLIEN. Axel Reichertz macht weiter, das „Projekt X“ öffnet bald wieder und ab diesem Donnerstag steht der Film „Agenda 2012“ online – nicht nur Triers Skater wird das freuen.
Anfang Juni hatte Reichertz gegenüber 16vor angekündigt, sein Ehrenamt als Betreiber der Skatehalle in Trier-West niederzulegen. Damit reagierte er unter anderem auf einen offenen Brief der FDP, in der das „Projekt X“ als „Anlauf- und Rückzugsort für Extremisten“ bezeichnet worden war.
Nun hat Axel Reichertz offenbar neue Kraft geschöpft: „Ich hab einfach mal drei Wochen gebraucht, um mich von dem Vorwurf der FDP zu erholen. Es haben sich viele Leute hinter mich gestellt und das hat meine Postition gestärkt. Wäre der Betrieb weiter gelaufen, hätte sich an der Situation nicht viel geändert“, erklärte er am Dienstag auf Anfrage. Durch den Eklat vom ersten Juni-Wochenende hätten zudem das Team und die Helfer gemerkt, „dass es Zeit ist, mehr zu tun, als Spaß zu haben“. So habe man zwischenzeitlich für eine Dachreparatur das Angebot einer Firma eingeholt und die Stellen markiert, wo es undicht sei. „Ansonsten haben wir unsere Mängelliste abgearbeitet und auch zum Beispiel die Putzmaschine instand gesetzt. Das hat vorher acht Monate nicht funktioniert“.
Die Auszeit sei für ihn auch eine Art „Orientierungsphase“ gewesen, so Reichertz, und weiter: „Außerdem habe ich mit Sponsoren und der Stadt viele Termine abgearbeitet. Das kann mir niemand abnehmen. Dennoch bleiben viele Fragen für einen Umzug weiterhin offen. Nicht nur der Standort, auch die Frage, welche Kosten entstehen“. Wenn der neue Standort geklärt sei, werde man eine Agenda erstellen, was als nächstes zu tun sei. „Ich fahre nächste Woche nach Berlin, Braunschweig und Kassel, um mich mit Betreibern von Skatehallen zu treffen“, kündigte Reichertz an.
Auch der Film „Agenda 2012“ haben seinen Teil zur neu entfachten Motivation beigetragen. Ab Donnerstag, 11 Uhr, wird der 53 Minuten lange Streifen in voller Länge und kostenfrei online abrufbar sein – „zunächst mal auf unbestimmte Zeit“, kündigt Filmemacher Alex Schmitz an. Auch weitere Vorführungen im Broadway seien denkbar.
Weitere Informationen: FDP-Brief zur Skatehalle sorgt für Eklat sowie ein Interview mit Alex Schmitz über den Film „Agenda 2012“.
von Marcus Stölb
