VRT: Grüne machen Front
TRIER/DAUN. Mit mehreren Änderungsanträgen möchten die Grünen in der Stadt Trier sowie in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Kreis Bitburg-Prüm in die am Mittwoch anstehende VRT-Verbandsversammlung gehen.
Hintergrund sind die geplanten weiteren Erhöhungen bei den Fahrpreisen. In ihrer Mitteilung bestätigen die Grünen, was 16vor bereits am 5. September vermeldete: Auf dem Tisch liegt derzeit ein Antrag, die VRT-Tarife um 6,2 Prozent zu erhöhen.
„Die Bahn hat bereits deutlich ausgesprochen, was dann folgt: Kunden, die nicht zwingend auf den ÖPNV angewiesen sind, springen ab. Die Erhöhung wird zu einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen im VRT führen. Dies kann nicht das Ziel einer nachhaltigen Verkehrspolitik sein!“, so Anja Reinermann-Matatko, Trierer Mitglied in der Verbandsversammlung. Anstatt immer nur Kosten und Erlöse gegenüber zu stellen, sollten endlich die Weichen für strukturelle Veränderungen im VRT gestellt werden. „Wir Grüne beantragen daher, dass für defizitäre Strecken untersucht wird, wie dort neue Kunden gewonnen werden können, sei es z.B. durch andere Streckenführungen, Fahrplangestaltung oder Steigerung des Komforts in den Bussen. Einer Tariferhöhung zum 1.1.2013 stimmen wir ebenso wenig zu wie angedeuteten unterjährigen Tarifsteigerungen“, so Sabina Quijano, Vertreterin aus dem Landkreis Trier-Saarburg.
Nach wie vor bestehe zudem große Unzufriedenheit mit der Transparenz im VRT-Preisgefüge: „Solange wir keinen Einblick in relevante Zahlen zur Kosten- und Erlösstruktur defizitärer Verkehrsunternehmen erhalten, müssen wir der VRT GmbH blind vertrauen. Die uns vorgelegten Tariffortschreibungen auf Indexbasis sind für uns nicht überprüfbar“, heißt es in der Mitteilung der Grünen. „Mit ihren Tarifforderungen schaufeln sich die Verkehrsunternehmen ihr eigenes Grab – ohne Rücksicht darauf, wie sehr dieses Verhalten dem ÖPNV in der Region schadet“, warnt Reinermann-Matatko.
von 16vor
