„Vorschlag ist eine Frechheit“
TRIER/BERLIN. Mit deutlichen Worten hat der Bundestagsabgeordnete Manfred Nink den Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums kritisiert, die luxemburgische CFL anstelle der DB AG den Fernverkehr zwischen Luxemburg und Köln organisieren zu lassen.
16vor hatte am Donnerstag über das Schreiben des Ministeriums an Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) berichtet. In diesem findet sich auch die Anregung, dass auch die CFL Fernverkehrsverbindungen von Luxemburg über Trier nach Köln anbieten könne.
„Dieser Vorschlag ist eine Frechheit“, kommentierte Manfred Nink am Freitag den Inhalt des Schreibens. „Die Luxemburger sind nicht die Lückenbüßer für eine falsche deutsche Verkehrspolitik von CDU/CSU und FDP“, wettert der SPD-Abgeordnete. Der Bund könne sich „nicht einfach aus der Verantwortung ziehen“. Für ihn bleibe die „entscheidende Frage, welchen Beitrag die Bundesregierung leisten will, um die infrastrukturellen Bedingungen auf der Moselstrecke für den Fernverkehr der Bahn zu verbessern“. Nink hat dazu eine schriftliche Frage an das Bundesverkehrsministerium gerichtet. Die Antwort erwarte er für den kommenden Freitag.
Der Bund müsse die Voraussetzungen für Fahrzeitgewinne im Fernverkehr auf der Moselstrecke schaffen, verlangt Nink. Nur so werde die Strecke auch für das Fernverkehrsangebot der Deutschen Bahn AG wieder interessant, ist der Parlamentarier überzeugt. In einem Gespräch mit dem Chef der DB AG, Dr. Rüdiger Grube, werde er das Thema in der nächsten Woche erneut zur Sprache bringen, kündigte Nink an.
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von 16vor
