„Verkehrswende überfällig“
TRIER. In der Diskussion um Straßenbauprojekte in und um Trier fordern die Grünen eine regionale Verkehrswende. Diese sei „längst überfällig“, ebenso der Abschied von Vorhaben wie dem Moselaufstieg und der Nordumfahrung.
Das in der rot-grünen Koalitionsvereinbarung formulierte Ziel, ein Konzept zu erstellen, mit dem die beiden Großprojekte überflüssig werden, sei „endlich der entscheidende Schritt“ in Richtung einer neuen Verkehrspolitik, erklärte Hans-Peter Simon, Sprecher des AK Verkehr der Grünen in Stadt und Kreis. Es komme nun darauf an, „die von uns schon in der Vergangenheit oftmals vorgebrachten Elemente dieser Verkehrswende in die Entwicklung des Konzepts einzubringen“. Simon nannte beispielhaft die Realisierung der Trierer Weststrecke mit attraktiven Haltepunkten und Park&Ride-Angeboten sowie den Ausbau flächendeckender, auch grenzüberschreitender Taktverkehre im ÖPNV“. Weiter verlangen die Grünen Maßnahmen zur „Neuordnung des straßengebundenen Güterverkehrs und zum Ausbau einer intelligenten Warenlogistik“ und die „Beschränkung des Straßenbaus auf die Sanierung und Ertüchtigung des bestehenden Netzes“.
Scharfe Kritik wurde seitens einzelner Teilnehmer des Arbeitskreises an Verlauf und Inhalten der jüngsten Verkehrskonferenz in der Trierer IHK laut. „Die dort geäußerten Forderungen nach Lückenschlüssen im Autobahnnetz und seinen Zubringern werden schon seit 40 Jahren erhoben. Dabei wurde nie überprüft, ob nicht mit dem Einsatz gleich hoher finanzieller Mittel ein wesentlich effektiverer Mobilitätsgewinn unter Schonung von Umweltressourcen und Vermeidung langfristiger Kosten erzielt werden kann“, so Kreisvorstandssprecherin Corinna Rüffer.
Weitere Informationen zum Thema: „Es geht um unsere Zukunft“
von 16vor
