Verfahren eingestellt
KÜRENZ. Im April sorgte ein Vorfall mit mutmaßlich fremdenfeindlichen Hintergrund in der Riverissiedlung für Aufsehen. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt. Aussage steht gegen Aussage.
Am Abend des 6. April waren fünf Personen laut hupend durch die Straße am Fuße des Grünebergs gefahren. Dabei sollen sie diskriminierende und fremdenfeindliche Parolen aus den Autofenstern gebrüllt haben. Zudem, so die Darstellung einiger Bewohner, hätten die jungen „Besucher “ mit Flaschen geworfen. Die Fahrzeuginsassen, fünf Menschen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren, behaupteten hingegen, sie seien grundlos von Bewohnern der Siedlung angegriffen worden.
Die Polizei leitete seinerzeit ein Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Seither war es ruhig geworden um den Vorfall. „Das Verfahren wurde eingestellt“, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer jetzt auf Anfrage gegenüber 16vor. Die Fahrzeuginsassen hätten bestritten, „sich einschlägig geäußert zu haben“, so Brauer, und weiter: „Die Bewohner waren auf der anderen Seite nicht in der Lage, einzelne Personen als Täter zu identifizieren. Die Anzeiger haben Einstellungsbescheide erhalten. Beschwerden hiergegen sind bisher nicht eingegangen“.
von Marcus Stölb
