„Unpolitisches Sportprojekt“

TRIER. In der Auseinandersetzung um die Skatehalle in Trier-West haben sich die Trierer Jungsozialisten jetzt klar hinter das „Projekt X“ und Betreiber Axel Reichertz gestellt. 

Die Vorwürfe der Trierer FDP, die Skatehalle sei ein „Anlauf- und Rückzugsort für Extremisten“, seien „gleichermaßen absurd wie gefährlich“, heißt es in einer Mitteilung der Trierer Jusos.

„Wer sich ernsthaft mit dem ‚Projekt X‘ beschäftigt, kann zu keinem anderen Schluss kommen, als dass es sich hierbei um ein mit viel Leidenschaft betriebenes unpolitisches Sportprojekt handelt. Es geht um positive Freizeitgestaltung und nicht um politisch motivierte Indoktrination“, erklärte Juso-Sprecherin Sabrina Schneider. Bei den kritisierten Infoabenden handele es sich „keineswegs um politische Veranstaltungen von verfassungsfeindlichen Organisationen, sondern um offene Abende des ‚Projekt X‘, an denen über Chancen und Möglichkeiten für den Erhalt des in seiner Existenz akut bedrohten Skate-Projekts informiert und diskutiert wurde“.

Besonders übel stoße den Trierer Jusos die Art und Weise des FDP-Vorstoßes auf, der die Macher des Projektes „öffentlich an den Pranger“ stelle. „Wäre es der FDP wirklich um die Sache gegangen, hätte sich Karl-Josef Gilles mit den anderen Fraktionsvorsitzenden beraten und daraufhin das direkte Gespräch mit Axel Reichertz gesucht“, kritisiert Juso-Sprecher Andreas Schleimer. Der Betreiber der Skatehalle sei bei allen persönlichen Gesprächen „stets als vernünftiger und verständiger Mann hervorgetreten“, der „seine politische Neutralität ausdrücklich betont“ habe.

Man befürchte, dass dem „Projekt X“ nun „ohne Not ein empfindlicher Schaden entstanden“ sei. „Die Gefahr der Stigmatisierung ist groß. Auch wenn die Vorwürfe unhaltbar sind, wurde die Skatehalle in ein schlechtes Licht gerückt. Es wäre höchst bedauerlich, wenn Eltern künftig Bedenken haben könnten, ihre Kinder in die Halle zu schicken“. so Beisitzer Paul Richarz. Auch für die Akquise eventueller Sponsoren für die Halle seien die „Phantasie-Vorwürfe“ der FDP wenig hilfreich gewesen. Wichtig sei, dass die Skatehalle schnellstmöglich wieder öffnen könne. Die angekündigte Nutzung der Auszeit um bessere Strukturen für das „Projekt X“ zu schaffen, begrüßen die Jusos: „Bei unseren Gesprächen mit den Betreibern des ‚Projekt X‘ haben wir immer darauf hingewiesen, dass es für die Skaterinnen und Skater wichtig wäre, sich eine belastbare Struktur zu geben, zum Beispiel durch die Gründung eines Vereins. Dies sehen wir als eine Grundvoraussetzung für eine noch stärkere Verhandlungsposition gegenüber Stadtrat und Verwaltung und eine dauerhafte Etablierung der Skatehalle in Trier“, so Alexander Kellersch, Beisitzer im Vorstand der Trierer Jusos.

Weitere Informationen zum Thema: FDP-Brief zur Skatehalle sorgt für Eklat

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