Universität verlangt Kompensation

TRIER. Durch den von der neuen rot-grünen Landesregierung beschlossenen Wegfall der Langzeitstudiengebühren entgehen der Universität Trier jährlich Einnahmen von rund 600.000 Euro.

Das teilte ein Sprecher der Hochschule jetzt auf Anfrage gegenüber 16vor mit.

Die Einnahmen der Uni Trier aus der Erhebung der Langzeitstudiengebühren, die fällig werden, wenn der Hochschüler das 1,75-fache der Regelstudienzeit überschritten hat, sind von 432.000 Euro im Jahr 2007 auf 623.000 Euro (2010) gestiegen. Die Personal- und Sachkosten für die Durchführung der Verordnung betrugen in der aufwändigeren Anfangsphase (2007/2008) rund 100.000 Euro jährlich, für 2011 sind laut Uni 60.000 Euro kalkuliert. „Die Einnahmen wurden nach Abzug der Verwaltungskosten ausschließlich für die Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt“, betont die Hochschulverwaltung.

Auf die Frage, wie man die programmierten Einnahmenausfälle auszugleichen gedenkt, teilte die Uni mit: „Derzeit liegen keine konkreten Details für die künftige Regelung vor. Wenn klar ist, welche Einnahmen tatsächlich wegfallen, wird sich die Universität Trier – wie es andere Hochschulen im Land auch bekunden – beim Ministerium um eine Kompensation bemühen“.

Ob es nach der Abschaffung der Gebühren mehr Langzeitstudenten geben wird, darüber lasse sich „nur spekulieren“. Es sei „schwierig, konkrete und belastbare Angaben über einen Rückgang der Zahl von Langzeitstudenten zu machen, da die Einführung der Studienkonten in mehreren Etappen erfolgte und zunächst nur für neu eingeschriebene Studierende galt“. Das Studienkonto wurde erst 2004/2005 eingeführt und 2007 neu organisiert.

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