Uni-Präsident stellt Ziele vor
TRIER. Neue Studiengänge, verstärkte Kooperation mit der Stadt und ein eigener Weinberg für die Universität – das sind drei von zehn Punkten, die sich Professor Michael Jäckel für seine Amtszeit als Präsident vorgenommen hat.
Nach 100 Tagen im Amt stellte er gestern beim „Dies academicus“ im Audimax seine Perspektiven für den Campus in Tarforst vor. Dazu gehören die verbesserte Kommunikation nach innen und außen, die Stärkung der internationalen Attraktivität für Studierende und Stipendiaten, mehr Integration von Studierenden, die Etablierung eines Qualitätssicherungssystems und Modernisierung des Prozessmanagements, verschiedene Baumaßnahmen und Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Mit dem „Dies academicus“ feierte die Universität die offizielle Eröffnung des Wintersemesters. Begonnen hatte der höchste Festtag auf dem Campus mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Augustinus unter dem Motto „Du sollst wieder Weinberge pflanzen“.
Im Anschluss an die Vorstellung des 10-Punkte-Programmes durch den Präsidenten sprach der Bielefelder Historiker Prof. Dr. Joachim Radkau in seinem Festvortrag über „Geschichte und Ökologie – eine Wahlverwandtschaft“.
Im Rahmen des „Dies academicus“ werden traditionell herausragende Arbeiten von Studierenden und jungen Wissenschaftlern ausgezeichnet. Mit Ibrahim Maiga erhielt erstmals ein Student aus Mali den Preis des Deutschen Akademi-schen Austauschdienstes (DAAD) für ausländische Studierende. Er wurde für seine besonderen Leistungen im Magisterstudium der Soziologie sowie für seinen ehrenamtlichen Einsatz bei zahlreichen Hochschulgruppen, unter anderem als Vorsitzender des Vereins Afrika Fokus, geehrt. Damit habe er einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung zwischen den Kulturen geleistet.
Den Universitätspreis für ausländische Studierende erhielt Ani Ohanyan. Die junge Frau aus Armenien hat die Auszeichnung in besonderer Weise durch ihren bemerkenswerten Einsatz im Rahmen der Strukturen der studentischen Selbstverwaltung verdient. Durch ihr Engagement in verschiedenen multikulturellen Projekten hat sie zu einer besseren Kommunikation zwischen den Studierenden beigetragen.
Schließlich ehrte der Freundeskreis Trierer Universität zwölf Doktorandinnen und Doktoranden mit einem Förderpreis, gestiftet von verschiedenen Trierer Institutionen, darunter die Stadt Trier, die Handwerkskammer und die Nikolaus-Koch-Stiftung.
Nach einem Empfang im Foyer der Mensa setzte das Philharmonische Orchester der Stadt Trier mit Werken von Richard Wagner und Franz Liszt den Schlussakkord unter das Hochfest der Universität.
von 16vor
