„Uni-Leitung sucht Schlupfwinkel“

TRIER. In der Auseinandersetzung um Studiengebühren für Zusatzzertifikate ist nun auch eine politische Debatte  entbrannt. Während die Partei Die Linke die Landesregierung attackiert, greift die liberale Hochschulgruppe ULI-LHG die Trierer Uni-Leitung an.

„Es ist ein Skandal, dass die rot-grüne Landesregierung verkündet, dass Bildung in Rheinland-Pfalz kostenlos sei, dann aber immer noch an versteckten Studiengebühren festhält“, so Linken-Kreischefin Katrin Werner, die auch eine „mangelnde Informationspolitik zwischen Hochschulen und Bildungsministerium“ beklagt. Studiengebühren auf Zusatzzertifikate seien „besonders unsozial“ und eine Bestrafung für Zusatzleistungen. bestraft. „Hier wird Bildung zur Ware gemacht“, kritisierte die Trierer Bundestagsabgeordnete. Gerade die Grünen verlören an Glaubwürdigkeit, hätten diese sich im Wahlkampf doch für die Abschaffung jeder Form von Studiengebühren eingesetzt.

Die liberale Hochschulgruppe nahm derweil vor allem die Hochschulverwaltung ins Visier: Diese suche offenbar nach „Schlupfwinkel, um an Gelder zu gelangen“, heißt es in einer Mitteilung. „Das Verhalten der Universitätsleitung irritiert und sorgt für Unverständnis wie Verzweiflung bei den betroffenen Studierenden – und das in einem Bundesland, dessen Landesregierung sich einer Bildung für alle verpflichtet hat“, so ULI-LHG-Chef Andreas Lehrfeld. Durch den von der rot-grünen Landesregierung beschlossenen Wegfall des Studienkontenmodells, welches Studiengebühren für Langzeitstudenten vorsah, muss die Universität mit Einnahmeverlusten rechnen. Viele Studierende könnten eine halbjährliche Zusatzbelastung von 650 Euro nicht aufbringen und würden dadurch daran gehindert, „für sie sinnvolle Qualifikationen zu erbringen“. Die Hochschulgruppe attestierte Landesregierung und Ministerium zudem „eine schlechte Kommunikationspolitik“ .

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