Bürger sollen Ideen liefern

TRIER. Am kommenden Donnerstag startet die dritte Auflage des Trierer Bürgerhaushalts. Gefragt sind dieses Mal ausschließlich Ideen, wie sich der städtische Haushalt sanieren lässt. 

Drei Wochen lang können die Teilnehmer Vorschläge einbringen, die einen Spareffekt erzielen oder die städtischen Einnahmen erhöhen, zumindest aber kostenneutral sind, teilte das Rathaus mit.

Angesichts der bekannt schwierigen finanziellen Situation der Stadt Trier und vor dem Hintergrund des geplanten Beitritts zum Entschuldungsfonds der Landesregierung habe man den Schwerpunkt des Bürgerhaushalts auf das Thema Sparen gelegt, so die Verwaltung. Zu der Konsolidierungsdebatte im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen könne der Bürgerhaushalt wichtige Denkanstöße liefern, hofft man am Augustinerhof.

Während die Vorschlagsphase am 22. September endet, sind Bewertungen und Kommentare noch eine Woche länger, also bis zum 29. September, möglich. Damit ersichtlich ist, wie groß der jeweils zu erwartende Spar- oder Einnahmeeffekt in Euro ist, will die Verwaltung möglichst noch während der Onlinephase eine erste Schätzung abgeben und diese Informationen auf der Plattform bereitstellen. „Nach einer genaueren Prüfung und Bewertung der Vorschläge durch die Fachämter sollen dem Stadtrat mindestens 60 Vorschläge zur Entscheidung vorgelegt werden“, erläutert das Rathaus das weitere Prozedere. Voraussetzung sei, dass sie von den Teilnehmern des Bürgerhaushalts „im Schnitt positiv bewertet“ wurden. Stadtteilspezifische Ideen würden auch in den Ortsbeiräten behandelt.

Noch nicht endgültig entschieden ist, ob die Bürger in einer zweiten Beteiligungsphase Ende Oktober ein weiteres Mal zu Wort kommen. Bisher sei geplant, zu diesem Zeitpunkt Konsolidierungsvorschläge aus Rat und Verwaltung öffentlich zur Diskussion zu stellen und von den Teilnehmern des Bürgerhaushalts bewerten zu lassen. Ob es dazu kommt, hänge auch vom Fortschritt der Haushaltsberatungen ab, teilte das Rathaus mit.

Die Internetplattform ist zum Start des neuen Verfahrens weiterentwickelt worden. Neuankömmlinge finden gleich auf der Startseite ein Anmeldeformular. Wer schon ein Benutzerkonto hat – dies trifft derzeit auf 2020 Trierer zu – kann sofort mit der Eingabe eines Vorschlags loslegen. Die Teilnehmer können sich benachrichtigen lassen, wenn ihr Vorschlag kommentiert wurde, und sie können Vorschläge mit Lesezeichen versehen, um sie in einer individuellen Liste leichter verfolgen zu können. Während der Bewertungsphase können Vorschläge nach dem Stadtteil oder nach Themen gefiltert werden.

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