Bei Pflaume im Finale

TRIER. Der Trierer Marionettenspieler Hartwig Johannsen steht am kommenden Samstag im Finale der ARD-Quizshow „Der klügste Deutsche“. Aus rund 3.000 Bewerbern schaffte es der 37-Jährige in die Runde der letzten Acht.

Johannsen kam 1995 zum Studium nach Trier. „Ich halte mich nicht für den klügsten Deutschen“, stellte Johannsen am Dienstag gegenüber 16vor klar, „mein Abi war auch nicht gerade berühmt“. Dass er sich dennoch für die gleichnamige Sendung bewarb, liege denn auch einzig und allein daran, „dass ich mich eigentlich für jede Quizshow bewerbe“.

Dabei verfügt Johannsen nicht einmal über einen eigenen Fernseher, und dass er auf die Show mit Kai Pflaume stieß, war wohl eher Zufall. Bei der Lektüre der Hörzu, die seine Eltern gekauft hatten, erfuhr er von dem Bus, der auf der Suche nach potenziellen Kandidaten durch Deutschland tourte. Im nahe gelegenen Koblenz hatten die Caster da schon Station gemacht, doch von seinen Eltern sei es nicht weit bis Hannover, wo der Bus noch Halt machen sollte. Insgesamt rund 3.000 Menschen bewarben sich für die Show, 150 durften sich schließlich einem Jury-Casting stellen. Gemeinsam mit elf weiteren Kandidaten schaffte Johannsen es bis ins Halbfinale, dessen Aufzeichnung am vergangenen Samstag im Ersten zu sehen war. Acht Kandidaten stehen nun am kommenden Samstag ab 20.15 Uhr im Finale, darunter auch der Trierer.

Der ist sich der verschärften Bedingungen bewusst. Schon bei der Aufzeichnung vor rund 600 Menschen im Studio sei er ziemlich aufgeregt gewesen, berichtet er im Gespräch mit 16vor, diese Aufregung werde bei der Live-Sendung vor Millionenpublikum nicht geringer sein. Was ihn erwartet, weiß er noch nicht. Allerdings werde er sich auch nicht mehr groß vorbereiten, sagt Johannsen: „Was ich jetzt nicht weiß, lerne ich auch bis Samstag nicht mehr“. Außerdem habe er mit der Organisation einer Typisierungsaktion an der Trierer Uni, die am morgigen Mittwoch stattfinden wird, ohnehin genug zu tun.

„Ich war immer optimistisch, dass ich es ins Finale schaffen könnte“, sagt Johannsen, doch nun sei wirklich alles offen. Allein mit Optimismus wird es am Samstag auch nicht getan sein, denn der Trierer ist auch auf die Unterstützung des Fernsehpublikums angewiesen. Denn das darf mitentscheiden, wer am Ende die Nase vorn hat, und Johannsen hofft, dass auch viele Trierer vor dem Bildschirm sitzen und ihn unterstützen werden.

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