„Trier ist keine Insel“

TRIER. Die Junge Union Trier weist die Forderung der Grünen nach einer Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes von 390 auf 430 Prozentpunkte als „offensichtlich populistischen Vorstoß“ zurück.

Es werde hier „ganz gezielt Stimmung zulasten der Trierer Gewerbebetriebe gemacht, nur um der eigenen Klientel zu gefallen“. Der von den Grünen angeführte Vergleich der Gewerbesteuerhebesätze mit Städten wie Frankfurt und München sei „in hohem Maße unseriös“.

Der überwiegende Teil der Betriebe vor Ort seien kleine und mittelständische Unternehmen. Die Stadt stehe keineswegs im Wettbewerb mit den großen Metropolen um die Ansiedlung von Großkonzernen und „Global Playern“, sondern konkurriere mit dem direkten Umland. „Der Trierer Handwerksmeister, der sich für sein Unternehmen nach einer neuen Betriebsstätte umsieht, schaut nicht nach München sondern nach Schweich, Föhren, Wasserliesch, Saarburg oder Trierweiler“, gibt die JU zu bedenken. Der Gewerbsteuerhebesatz in Schweich, Föhren, Wasserliesch und Saarburg betrage 350 und in Trierweiler 330 Prozentpunkte .

„Trier ist keine Insel, daher darf eine Betrachtung im gesamtwirtschaftlichen Umfeld unter Berücksichtigung regionaler Eigenheiten nicht in Vergessenheit geraten“, mahnt der christdemokratische Nachwuchs die Grünen zur „Besonnenheit“ in der Diskussion.

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