Theater in der Volkshochschule
TRIER. Am kommenden Freitag bringt die Theatergruppe „Kreuz & Quer“ in der Volkshochschule am Domfreihof Augusto Boals „Revolution auf Südamerikanisch“ auf die Bühne.
Am Tag darauf wird das Stück als Straßentheater ab 13 Uhr in der Brotstraße, Ecke Jesuitenstraße, zum Aktionstag „umFAIRteilen“ aufgeführt. Das Stück ist eine Auskoppelung des Gesamtprojektes „Flucht. Eine Reise, die nie zu Ende geht“, das Ende Januar 2013 im Priesterseminar Premiere feiert. Der Eintritt ist bei beiden Aufführungen frei.
José da Silva ist ein armer Arbeiter in den 60er Jahren in Brasilien, ganz unten auf der sozialen Leiter. Er will einfach nur nach der Arbeit etwas zu Essen haben. Hilfe vom Arbeitgeber, aus der Wirtschaft, der Politik oder der Justiz? – Pustekuchen! Und als sein gefräßiger Arbeitskollege eine Revolution anzetteln will, schließt er sich an, weil er endlich etwas zu Essen haben will. Aber es ist keine Revolution des vollen Magens, sondern eine Revolution der moralischen Werte.
„Revolution auf südamerikanisch“ ist die Geschichte des kleinen Mannes aus dem Volk, der sich von Hunger und Alltagstristesse gebeutelt unversehens in einer Revolution wiederfindet. Gemeinsam mit seinem Kollegen Zequinha tritt er einen aufreibenden Marsch durch die Institutionen an und wird zum Spielball von Politik, Wirtschaft und der Pflicht zur Wahl zu gehen. Augusto Boals 1960 erschienenes Drama „Revolution auf südamerikanisch“ zählt zu seinen bekannteren Werken. Der brasilianische Regisseur, Theatertheoretiker und -pädagoge zeichnet in diesem Stück eine Karikatur der Verhältnisse in seinem Heimatland.
Die Vorführung in der Volkshochschule beginnt um 21 Uhr.
von 16vor
