Tagung mit Butterwegge
TRIER. Eine politikwissenschaftliche Tagung, die vom 25. bis 27. Oktober an der Universität Trier stattfinden wird, thematisiert das Wechselverhältnis von „Ungleichheit und politischer Repräsentation“.
Wird ökonomische Ungleichheit durch politische Repräsentation reproduziert? Wie wirken sich neue Formen sozialer Ungleichheit auf die politischen Beteiligungschancen von sozial Benachteiligten aus? Welche Rolle spielen Parteien, Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen? Wie können sozial Schwache und bedrohte Mittelschichten angemessen politisch repräsentiert werden? Gehören insbesondere Migranten zu den politisch ‚Abgehängten‘? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Teilnehmer der Tagung.
In Anbetracht steigender Armutsraten sowie neuer prekärer Arbeits- und Lebensbedingungen gewinne die Frage nach der angemessenen politischen Repräsentation von sozial Benachteiligten an Bedeutung, erläutern die Veranstalter. Im Rahmen der populären Debatte über den Begriff der „Postdemokratie“ wird dabei behauptet, die Politik habe heute immer weniger Interesse an der Durchsetzung der Belange von Unterschichten. Noch grundsätzlicher wird die Diskussion im Zuge der aktuellen Finanzmarkt- und Eurokrise geführt. Von einer fehlenden Repräsentation der Bevölkerungsmehrheit ist dabei oft die Rede. Rettet die Politik Banken auf Kosten der Bürger?
Zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen lädt das im Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“ geförderte Forschungsprojekt „Die politische Repräsentation von Fremden und Armen“ alle Interessierten ein. Eine Anmeldung zur Tagung ist nicht erforderlich. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.
Der Eröffnungsvortrag zum Thema „Die politische Repräsentation von Armen und Reichen – ein Problem für die Legitimation der Demokratie?“ des Kölner Armutsforschers Professor Christoph Butterwegge findet am Donnerstag, 25. Oktober um 18.15 Uhr statt. Tagungsort für alle Veranstaltungen ist die Universität Trier (Raum A 9/10).
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