Steigen Düsseldorfer beim TV ein?
DÜSSELDORF/TRIER. Die Anzeichen mehren sich, dass die Saarbrücker Zeitungsgruppe schon bald von der Rheinischen Post übernommen werden könnte. Die Düsseldorfer hätten dann indirekt auch das Sagen beim Trierischen Volksfreund.
Nach Berichten mehrerer Medien und Branchendienste will die Zeitungsgruppe vom Rhein die Mehrheit an dem saarländischen Verlagshaus übernehmen. Zu diesem zählen neben der Saarbrücker Zeitung und dem TV auch noch die Lausitzer Rundschau, der Pfälzische Merkur sowie der Übersetzungsdienst Euroscript; der Volksfreund ist eine 100-prozentige Tochter der Saarländer. Ende Mai hatte die Verlagsgruppe Holtzbrinck mitgeteilt, sich schrittweise von den Saarbrückern trennen zu wollen (wir berichteten). 52 Prozent hielten die Stuttgarter an dem Unternehmen.
Die von den parteinahen Stiftungen von CDU, SPD und FDP im Saarland getragene „Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar“ (GSB), die bereits über einen Anteil von 26 Prozent verfügte, sollte diesen bis 2014 auf annähernd 80 Prozent aufstocken. Doch dazu wird es nun aller Voraussicht nach nicht mehr kommen, denn angeblich hat die Rheinische Post in Düsseldorf ihr Interesse an einer Übernahme der Saarbrücker signalisiert. Das Düsseldorfer Blatt genießt in der Branche einen guten Ruf und zählt mit einer verkauften Auflage von rund 340.000 Exemplaren zu den auflagenstärksten Regionalzeitungen Deutschlands.
von Marcus Stölb
