Staatlich legitimierter Raub
TRIER. Die „Arisierung“ der Lederfabrik Schneider in der Karthäuserstraße ist Thema eines Vortrages von Jutta Albrecht an diesem Sonntag um 11.30 Uhr im Stadtmuseum.
Im Süden der Stadt, in Verlängerung der Gerberstraße, waren einst mehrere Lederfabriken, die der Straße ihren Namen geben. Dort hatte auch die Lederfabrik Schneider ihren Standort.
1941 wurde die jüdische Fabrikantenfamilie mit dem ersten Zug aus Trier deportiert und fand ihren Tod in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern. Am Schicksal dieser Familie schildert Jutta Albrecht am Sonntag um 11.30 Uhr anschaulich und quellenreich die Enteignungs- und Arisierungspolitik der nationalsozialistischen Diktatur.
Der Vortrag dauert circa eine Stunde, im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt beträgt sechs Euro.
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