Slam-Meister verbreitet Euphorie

TRIER. Patrick Salmen, deutschsprachiger Meister im Poetry Slam 2010 und Vizemeister 2011, präsentiert am Freitag im Café Lübke sein Programm „Euphorie! Euphorie!“.

Ursprünglich sollte Salmens neues Soloprogramm, das um 20 Uhr beginnt, einen passenderen Titel tragen: „Die Trägheit der Tontauben“, „Phantasien eines Phlegmatikers“ oder „Die Lethargie litauischer Lastwagenfahrer beim Ladeakt“. Aber das wäre ihm zu einfach gewesen.

Mit staubtrockenem Humor und jeder Menge Selbstironie spricht Salmen in seiner Lese-Show über die Analogie zwischen Holzfällen und Empfindsamkeit, über die Perversion von digitalem Kaminfeuer, über den Nasendieb und allerlei Absurditäten des Lebens.

Bei Erzählungen wie „Traktat eines Traktorfahrers“, „‚Witzig‘, sprach der Clown und sprang vom Hochhaus“ oder „Hedonismus und Firlefanzerei“ soll es vorgekommen sein, dass Zuschauer sich vor lauter Bauchmuskelkrämpfen über den Boden gerollt haben.

Zwischendurch liest er Geschichten aus seinem Buch „Distanzen“ vor, ruhig, einfach zum Zuhören. Hier stößt man auf die Faszination des Strommastensurrens, auf alte Damen, die mit ihren Regenhauben als Heißluftballons in den Himmel aufsteigen, auf leisen Zweifel und Lautmaler, auf den Zauber des Geschichtenerzählens, auf Zwischenrealitäten und Zugvogelforscher.

Aufgelockert wird der Abend mit Literatur- und Geographierätseln. Laut Aussage des Autors „bescheuert, aber liebenswert“.

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