Schneider gewählt, Reinert geht

TRIER. Tobias Schneider ist neuer Chef der Trierer Liberalen – und bald auch Mitglied des Stadtrats. Überraschend kündigte die bisherige Parteivize Silke Reinert am Freitagabend an, Trier zu verlassen und ihr Ratsmandat niederzulegen.

Schneider, der bislang stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands war, wurde mit großer Mehrheit zum Nachfolger Thomas Eggers gewählt. Der Wirtschafts- und Kulturdezernent war nach drei Jahren an der Spitze der Partei nicht wieder angetreten. Als Grund für seinen Amtsverzicht gab er die Doppelbelastung seit seiner Wahl in den Stadtvorstand an (wir berichteten). Mit Schneider übernimmt erstmals ein Student das Ruder bei den Freidemokraten. Der 26-Jährige erhielt 24 von 29 gültigen Stimmen.

Zu einem Komplettaustausch des geschäftsführenden Vorstands kam es, weil auch die weiteren Mitglieder auf eine erneute Kandidatur verzichteten. Darunter auch Ratsmitglied Silke Reinert, bisherige Parteivize und im März Direktkandidatin der Trierer FDP bei der Landtagswahl. Sie werde die Stadt aus beruflichen Gründen schon bald in Richtung Berlin verlassen, begründete sie ihren Verzicht. Damit wird Reinert auch ihr Ratsmandat niederlegen müssen. Für sie rückt Tobias Schneider nach. In einer persönlichen Erklärung dankte sie ihren ehemaligen Kollegen für die „reibungslose“ und „sehr konstruktive“ Zusammenarbeit im Parteivorstand. Zugleich übt sie aber scharfe Kritik am nicht anwesenden Fraktionschef Dr. Karl-Josef Gilles: Sie sei „nachweislich mehrfach mit der Niederlegung des Amtes des Fraktionsvorsitzenden erpresst“ worden, so Reinert, Gilles habe ihre Arbeit in der Fraktion „sabotiert“.

Abgesehen von diesen deutlichen Worten verlief der Parteitag harmonisch. Neben Schneider bilden die beiden neuen Parteivize Florian Hillesheim und Martin Neuffer sowie die ebenfalls erstmals in ihre Ämter gewählten Henrick Meine (Schatzmeister) und Yvonne Romes (Schriftführerin) den Kreisvorstand.

Ein ausführlicher Bericht über den Parteitag folgt am Sonntag.

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