Besucherrekord im Trierer Südbad

TRIER. Diese Vorhersage trat ein: Trier verzeichnete am Sonntag den heißesten Tag des Jahres. Laut Deutschem Wetterdienst wurden um 17 Uhr 37,8 Grad Celcius Lufttemperatur gemessen. Dem Südbad bescherte das einen neuen Besucherrekord.

Ob Trier damit am Sonntag auch der heißeste Flecken Deutschlands war, lassen wir einmal dahin gestellt. Fakt ist: Das grandiose Wetter trieb Tausende in die Trierer Freibäder. Schon eine halbe Stunde nach Öffnung war im Nordbad an Schwimmen kaum mehr zu denken, derart viele Menschen tummelten sich da bereits im Becken. Wie viele Besucher das Warmwasserbad am Sonntag verzeichnete, war am Abend nicht zu erfahren.

Anders im Südbad, das den größten Ansturm seit seiner Wiedereröffnung 2010 erlebte. Wie Badleiter Frank Brandscheid gegenüber 16vor erklärte, wurden rund 6.500 Besucher gezählt. Auch nach 19 Uhr strömten Besucher in die Anlage. Im gesamten Mai und Juni hatte Triers größte Freizeiteinrichtung lediglich 14.400 Besucher verzeichnet. Damit stehen die Chancen gut, dass die Bilanz 2012 nicht ganz so verheerend ausfallen wird, wie noch vor einem Monat befürchtet (wir berichteten). Laut Brandscheid war man indes am Sonntag noch weit von einem Rekordansturm entfernt, den das „alte“ Südbad in den 70ern erlebte: Damals seien an einzigem Tag rund 10.000 Menschen gekommen, erinnert sich der Badleiter.

Verkehrschaos ruft Polizei auf den Plan

Unterdessen berichtet die Polizei von einem Verkehrschaos rund ums Südbad. Etliche Freibadbesucher hätten ihre Fahrzeuge im Bereich des absoluten Halteverbotes abgestellt. „Zeitweise gab es in der Durchgangsstraße An der Härenwies kein Durchkommen mehr. Rettungsfahrzeuge konnten nicht mehr zu einem nahegelegenen Altenheim fahren“, berichtet die Polizei. Die Beamten konnten selbst die Örtlichkeit nicht direkt anfahren, sondern mussten von einem nahegelegenen Parkplatz zu Fuß gehen. Gegen 15 Uhr wurden insgesamt vier Durchsagen im Abstand von ca. 5 Minuten im Südbad veranlasst. Etwa 50 Schwimmbadbesucher eilten sofort zu ihren Fahrzeugen und fuhren diese weg. „Mehrere uneinsichtige Parker kamen der Bitte, ihre Fahrzeuge unverzüglich zu entfernen, leider nicht nach. Da die Rettungswege immer noch nicht ausreichend frei waren, wurden insgesamt zehn Fahrzeuge abgeschleppt“, heißt es in einer Mitteilung.

Beim Abschleppen der Fahrzeuge wurde ein Mitarbeiter des Abschleppunternehmens von einem erbosten Bürger in Anwesenheit der Polizeibeamten wüst beleidigt. Gegen ihn wird eine Strafanzeige wegen Beleidigung vorgelegt.

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