Pure Lebensfreude

TRIER. Im benachbarten Dom erklingen am Samstag zum Auftakt der Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung der restaurierten Liebfrauenbasilika Giacomos Puccinis „Messa di Gloria“ und John Rutters „Magnificat“.

Die „Messa di Gloria“ entstand 1880 als jugendlicher Geniestreich des gerade erst 22-jährigen Giacomo Puccini und wurde im selben Jahr mit großem Erfolg im Dom seiner Heimatstadt Lucca uraufgeführt. Die Nähe des über weite Strecken schwungvoll-optimistischen Werks zur Oper ist unverkennbar: Die Soli atmen den Geist des Belcanto, manche der wirkungsvollen Chorpassagen sind als Reverenz an Giuseppe Verdi, das glühend verehrte Vorbild des jungen Puccini, zu verstehen.

Auch John Rutters „Magnificat“ verströmt pure Lebensfreude. Dem erfolgreichen Engländer standen bei der Komposition Marienfeste vor Augen, wie er sie in Spanien, Südamerika oder der Karibik erlebt hatte. Er schrieb: „Dort sind Feiertage zu Ehren der Gottesmutter freudige Anlässe für die Menschen, sich hinaus auf die Straßen zu begeben und mit Prozessionen, Gesang und Tanz zu feiern.“ Solche Eindrücke und der hymnisch-poetische Text des Magnificats haben Rutter zu einem höchst vitalen und lebensbejahenden Werk inspiriert, das 1990 in der New Yorker Carnegie Hall uraufgeführt wurde. Nun erklingt es am kommenden Samstag um 20 Uhr erstmals im altehrwürdigen Trierer Dom.

Es singen Mechthild Rommelspacher (Sopran), Robert Morvai (Tenor), Vinzenz Haab (Bass), der Trierer Domchor, der Mädchenchor am Trierer Dom und die Jungen Herren der Trierer Domsingknaben. Begleitet werden sie vom Philharmonischen Orchester der Stadt Trier. Die Leitung hat Stephan Rommelspacher.

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